<%@ Language=JavaScript %><%@ Language=JavaScript %> Lexikon der Telekommunikation, U

U

UA [Abk. für User Agent]
Email-Programm, Ein- und Ausgabesystem für X.400-Nachrichten (lokaler Client des MTA).
UAA [Abk. für Universally Administered Address]
Von der IEEE zugeteilte Adresse, die eine Netzwerkkarte eindeutig bezeichnet, s. Ethernetadresse.
UART [Abk. für Universal Asynchronous Receiver/Transmitter]
Der Baustein, der für die serielle Schnittstelle (COM) verantwortlich ist. Bei älteren PC findet sich ein einzelner Baustein für jede Schnittstelle, bei modernen Systemplatinen sind dagegen sämtliche Schnittstellen des PC (COM, LPT, IDE) in einem hochintegrierten IC zusammengefaßt. Als High-Speed-UART, der eine sichere Datenübertragung bei hohen Geschwindigkeiten (ab 19200 Bit/s) sicherstellt, bezeichnet man den 16550.
Überspannung Ü. übersteigen die Amplitude der Nennspannung um mehr als 15% zwischen 100 ms und mehreren Sekunden Dauer. Verantwortlich für die Mehrzahl aller Hardware-Fehler, Vorsorge durch USV
Übertragungsdauer Um auszurechnen, wie lange die Übertragung einer Datei bei einer Modem-Verbindung dauert, wird die Anzahl der pro Sekunde übertragenen Zeichen benötigt ( cps). Gute Terminalprogramme geben dies z.B. bei einem zModem-Transfer an. Ein Modem mit einer Datenübertragungsrate von 14400 Bit/s überträgt ohne Datenkompression 1800 Byte pro Sekunde. Einerseits verzögern zusätzliche Informationen ( Prüfsummen usw.) die Übertragung, andererseits steigt durch Kompression die tatsächliche Datenübertragungsrate wieder.
Übertragungsgeschwindigkeit Nach DIN 44302 Gesamtzahl der Bit, die pro Sekunde übertragen werden. Sie wird in Bit pro Sekunde angegeben, 1024 Bit/s= 1 kBit/s, s. Datenübertragungsrate.
Übertragungskosten Abhängig von der Anzahl der übertragenen (Daten-) Byte, der Übertragungsdauer und den Telekom-Kosten.
Übertragungsrate Datenübertragungsrate
UDP [Abk. für User Datagram Protocol]
Ein transportorientiertes, verbindungsloses Kommunikationsprotokoll, das wie TCP ebenfalls auf IP aufsetzt (d.h. UDP- Datenpakete werden auf IP-Paketen übertragen) und für die Übermittlung von Daten zuständig ist, im Fehlerfall allerdings nicht reagiert, weil es den Datenweg nicht verfolgt. UDP adressiert Ports und bildet eine Prüfsumme.
Auf UDP setzen Dienste und Protokolle wie SNMP, NFS und Time-Service auf.
UMTS [Abk. für Universal Mobile Telecommunication System]
Plattform, die alle Kommunikationsformen (z.B. Daten, Fax, Sprache, leitungs- oder nichtleitungsgestützte Verbindungen) in einem Netzwerk integriert, Fortentwicklung von GSM. UMTS soll aus einem Photonik- und einem satellitengestützten Mobilfunk-Netz bestehen. Vier Arten von Funkzellen sind geplant: Satellitenzellen (100 km), Makrozellen (1 km, vgl. heutige GSM-Zellen), Mikrozellen (100 m, für Anwendungen mit geringen Ortsveränderungen), Pikozellen (1 m, hohe Datenübertragungsraten).
UNC [Abk. für Universal Naming Convention]
Netzwerkweite eindeutige Bezeichnung von Netz-Ressourcen (z.B. Dateinamen); üblicherweise in der Form \\SERVER\VERZEICHNIS\DATEINAME.
UNI [Abk. für User Network Interface]
ATM-Spezifikationsstandard. Aufgeteilt in
  • Private UNI: Anbindung von LAN und ATM- Switches.
  • Public UNI: Verbindung zwischen ATM-Switches und öffentlichen Netzen.
Unicode Weiterentwicklung des ASCII- bzw. ANSI-Zeichensatzes, das zwei Byte zur Codierung der Zeichen benutzt und z.B. bei dem Betriebssystem Windows NT eingesetzt wird. Neben sämtlichen auf Buchstaben basierenden Zeichensätzen konnten auch eine Vielzahl der fernöstlichen Schriftzeichen in U. integriert werden.
Universaldienstleistungs-
verordnung
Marktbeherrschende Unternehmen werden auch nach dem Fall des Telekom-Monopols verpflichtet, ein flächendeckendes Telefonnetz, eine Telefonauskunft und öffentliche Telefonzellen zu unterhalten.
UNIX [Abk. für Uniplexed Information and Computing System]
Multitasking- und multiuserfähiges professionelles Betriebssystem, vorherrschend bei Internet-Computern.
UPT [Abk. für: Universelle Persönliche Telekommunikation]
Private Variante des kommerziellen VPN.
Unshielded Twisted Pair UTP
Unterspannung Wenige Sekunden dauernder Spannungseinbruch mit einer Amplitude unter 80% der Nennspannung; Abhilfe: USV.
Upload Gegensatz von Download. Beim U. werden Daten vom PC zur Gegenstelle (z.B. Mailbox, Unix-Rechner) übertragen, zu möglichen Fehlerquellen siehe CRC-Fehler.
Eine Datenübertragung zwischen heimischem PC und Novell-Netzwerken ermöglicht z.B. das Programm ONLAN.
Möchte man Daten zu einer Mailbox übertragen, muß man dort erst das entsprechende Menü aufrufen, damit die Mailbox empfangsbereit ist. Der eigentliche U. wird dann durch den Menüpunkt Upload des verwendeten Terminalprogramms gestartet; allerdings muß man vorher noch ein Protokoll auswählen, weit verbreitet ist z.B. zModem.
Bei PPP-Verbindungen können U. mit dem Programm FTP ausgeührt werden.
URI [Abk. für Uniform Resource Identifier]
Ursprünglich für das WWW geplante Identifikationsmethode, um eine eindeutige Bezeichnung für jedes Dokument zu gewinnen (jetzt nur URL).
URL [Abk. für Uniform Resource Locator]
Allgemeines Adreßformat im Internet für Hyperlinks, mit dem mehrere Internet-Dienste in einer einheitlichen Schreibweise angegeben werden:
  • archie: Archie, FTP-Suchinformationssystem
  • finger: Finger, Identifikationsprotokoll
  • ftp: file transfer protocol, FTP, Dateiübertragung
  • gopher: Gopher, Informationssystem
  • http: Hypertext transfer protocol, WWW, World Wide Web
  • telnet: telnet, Zugriff auf externe Rechner
  • news: usenet, Nachrichtenforen
  • nntp: wie news
  • wais: Wais, Informationssystem
Beispielsweise steht die URL
http://www.lrz-muenchen.de/~uf341ea/index.htm

für die Anweisung an den WWW-Browser, über das http-Protokoll Kontakt zum Computer www.lrz-muenchen.de (s. Internet-Adresse) aufzunehmen, dort das Home-Verzeichnis des Benutzers (die Tilde „~" steht als Code für das Home-Verzeichnis eines Benutzers) uf341ea anzuwählen und die Datei index.htm zu laden. Da index.htm in den meisten Fällen vom HTTP-Server als Standard geladen wird, kann dies in diesem Fall auch entfallen. Wenn allerdings eine URL mit Tilde als Adresse angegeben wurde, und die Seite nicht aufgerufen werden kann, läßt sich die Seite evtl. durch ein angehängtes /index.htm doch noch laden.
Ein Teil der URL wird vom Client (Browser) ausgewertet und damit der Verbindungsaufbau bestritten, je nach Protokoll wird der Rest der URL behandelt. URL können Bestandteile von Hypertext-Dokumenten sein.
USB [Abk. für Universal Serial Bus]
Neue standardisierte (Intel), aber noch nicht verbreitete serielle Schnittstelle mit folgenden Merkmalen:
  • 12 Mbit/s
  • bis zu 127 Geräte anschließbar
  • synchroner und asynchroner Datentransfer
  • bis zu fünf Meter Kabellänge pro Segment
  • eingebaute Stromversorgung für Geräte mit niedrigem Stromverbrauch.
  • Verschmelzung der früheren seriellen, parallelen, Tastatur-, Maus- und Joystickschnittstellen zu einem einzigen integrierten Anschluß.
USDC [Abk. für United States Digital Cellular]
Amerikanischer Standard für Mobilfunk.
Usenet Netzwerk der Stationen, die Newsgroups verwalten und die über NNTP kommunizieren. Inzwischen ist das U. im Internet integriert.
User [wörtlich: Benutzer]
Anwender eines Computers, einer Mailbox oder eines Online-Dienstes. Falls bei einem Netzwerk ein username gefragt ist, bezieht sich dies auf die Login-Prozedur.
User-ID [Abk. für User-Identification]
Benutzerkennung beim Login.
Username Login
User-to-User-Signalling UUS1
USV [Abk. für: Unterbrechungsfreie Stromversorgung]
USV sind Geräte, die auch nach Ausfall des öffentlichen Stromnetzes eine begrenzte Zeit in der Lage sind, die angeschlossenen Geräte weiter mit Strom zu versorgen. In Deutschland fällt der Strom aber relativ selten ganz aus, häufiger sind kleine Unterbrechungen (bis ca. 1 s), Oszillationen (Überschwingungen, 24 Stunden MTBF), Unterspannungen (108 Stunden MTBF), Überspannungen (168 Stunden MTBF) und Spannungsspitzen (MTBF 730 Stunden). Durch eine USV werden diese Störungen minimiert und die angeschlossenen Verbraucher nahezu unterbrechungsfrei mit konstanter Spannung und Netzfrequenz bedient.
Bei Stromausfall ist mit geeigneter Software ein geordnetes Herunterfahren der an die USV angeschlossenen Computer möglich. Hochwertige USV können über SNMP in Netzwerke eingebunden werden und darüber einen eingetretenen Stromausfall melden.
US Robotics [Tel.: 0130 816383]
Amerikanischer Modem-Hersteller.
UTP [Abk. für Unshielded Twisted Pair]
Mit diesem ungeschirmten vieradrigen verdrillten Kabel, wie sie bei Telefonleitungen in den USA (100 W Impedanz) verwendet werden, lassen sich relativ kostengünstig Token-Ring oder Ethernet-Netzwerke aufbauen.
Ein auf beiden Seiten mit einem RJ-45 Telefonstecker versehenes UTP-Kabel wird in die Netzwerkkarte und einen 10BaseT-Hub eingesteckt. Die maximale Kabellänge von der Karte zum Hub beträgt 100 m.
Für eine Netzwerkverbindung werden nur vier von den acht Leitungen, die ein UTP-Kabel anbietet, benötigt. Weil die Twisted-Pair-Technologie vor allem in den USA große Bedeutung hat, wurden die verschiedenen Kabeltypen (z.B. S/UTP, S/STP, usw.) eingeteilt:
  • Kategorie 1: Einfaches Kabel für Sprache und niedrige Datenübertragungsraten.
  • Kategorie 2: Kabel für analoge und digitale Sprache, Datenübertragung Token-Ring (4Mbit/s).
  • Kategorie 3: Kabel für LAN, 10BaseT-Standard, Ethernet (10 MBit/s)
  • Kategorie 4: Kabel für LAN, Token-Ring (16 MBit/s)
  • Kategorie 5: Kabel für Hochgeschwindigkeits-LAN bis 100MHz für TPDDI, CDDI (bis 100 MBit/s). Heute sind nur noch Kabel der Kategorie 4 oder 5 empfehlenswert.
UUCP [Abk. für Unix to Unix Copy Protocol]
Leitungsvermitteltes Netzwerk für die Datenübertragung zwischen Unix-Rechnern über Modem ( Store-and-forward-Übertragung z.B. von Email).
UUdecode Programm zur Entschlüsselung eines mit UUencode kodierten Textes.
UUencode Verfahren, um eine binäre (Programm-)Datei in den ASCII-Zeichensatz einer Email zu codieren.
UUS1 [Abk. für User-to-User-Signaling]
Übertragung kleiner Datenmengen über den D-Kanal bei ISDN vor dem Aufbau einer kostenpflichtigen Verbindung.