<%@ Language=JavaScript %><%@ Language=JavaScript %> Lexikon der Telekommunikation, S

S

S0-Anschluß Basisanschluß bei ISDN.
S0-Bus Sämtliche IAE-Dosen und der NT bei ISDN. Zur Verkabelung des S. dient ein vieradriges Telefonkabel, wobei sämtliche Leitungen die digitalen ISDN-Signale übertragen. Hinter der letzten IAE-Dose werden jeweils zwei Leitungen paarweise mit Hilfe eines Abschlußwiderstandes terminiert (100 Ohm). Der S. beginnt beim NT und kann bis zu 150m lang sein. Es lassen sich beliebige ISDN-Geräte daran betreiben, allerdings können nur zwei Geräte den S. gleichzeitig und unabhängig verwenden, da nur zwei B-Kanäle zur Verfügung stehen.
S2M Primärmultiplexanschluß bei ISDN.
Sabre Reservierungssystem
Sag Unterspannung; USV
Sammelrufnummer In Telefon-Wählnetzen die Möglichkeit zur Zusammenfassung mehrerer Anschlüsse. Die Anschlüsse haben dabei die S. als gleiche Rufnummer.
Sample A/D-Wandlung
SAP [Abk. für Service Advertising Protocol]
Bei Novell Netware werden alle 60 Sekunden vom Server SAP-Informationen über die verfügbaren Dienste (angeschlossene Server, Drucker, Datei-Service usw.) gesendet.
Da dies (bei umfangreichen Netzwerken) bis zu 10% der verfügbaren Bandbreite verbrauchen kann, werden diese SAP-Meldungen z.B. von Bridges gefiltert oder manchmal durch entsprechende Konfiguration vom Server gar nicht erst verbreitet.
Satellit Datenkommunikation über S. hat den Vorteil, abgelegene Gebiete zu erreichen. Nachteile liegen in den hohen Kosten und den erheblichen zeitlichen Verzögerungen (1-1,5 s) bei der Übertragung; z.B. Eutelsat, Intersputnik.
Satellitenfernsehen Fernsehempfang aus dem All über Parabolspiegel und LNB, siehe z.B. Astra.
Saugen DFÜ-Sprache für Download.
Scall [Tel: 0130 0171]
Funkrufdienst der DeTeMobil mit fast 400000 Kunden (Stand: März 1996). S. kann bis zu 15 Ziffern übertragen. Für S. werden die Antennen von Cityruf verwendet, die fast ganz Deutschland abdecken. Es gibt keine festgelegten Rufzonen wie bei Quix und TelMI, jeder Teilnehmer ist in ca. 25 km Entfernung um das Gebiet einer frei wählbaren Postleitzahl erreichbar.
Die Kosten betragen 1,44 DM - zwölf Einheiten - tagsüber (Montag mit Freitag, 9 bis 18 Uhr) und abends 0,96 DM (übrige Zeit), und werden alleine vom Anrufer bezahlt. Pager kosten zwischen 200 und 350 DM.
Ab Mai 1996 soll S. mit einer Sprachbox ausgestattet werden. Ein Digitalspeicher nimmt die Mitteilung entgegen und meldet ihren Eingang an den S.-Empfänger weiter. Der Teilnehmer kann dann beim S.-Computer anrufen und die aufgesprochene Nachricht abhören.
Scanner
  1. Gerät, das eine Vorlage optisch abtasten und in eine Grafikdatei einlesen kann.
  2. Leseeinheit beim Faxgerät.
Schnittstelle Gemeinsamer Anschlußpunkt zur Verbindung zweier Hardware-Geräte, z.B. serielle S. zum Anschluß von Modems an einen PC, parallele S. für Drucker, Ethernet-S. für Netzwerke.
Schnittstellenbaustein UART
Schnurloses Telefon Über eine Basisstation am analogen Festnetz der Deutschen Telekom angeschlossenes Funktelefon (nicht: Mobiltelefon). Moderne Geräte bieten je nach Preisklasse Multilink und Intercom.
SCR [Abk. für Sustainable Cell Rate]
Qualitätskriterium (QoS) bei ATM, gilt für vorhersehbare Verbindungen ( BT, PCR).
Script Datei mit Anweisungen, in Schriftform; vgl. Login-Script.
SCSI [sprich: skasi; Abk. für Small Computer System Interface]
Genormte (ANSI) Schnittstelle, über die Peripheriegeräte an den PC angeschlossen werden können, z.B. Festplatten, Scanner, Drucker.
SDDE [Abk. für Spyglass Dynamic Data Exchange]
Standard für Datenaustausch zwischen Programmen, z.B. bei CompuServe zwischen WinCIM und Mosaic.
SDH [Abk. für: Synchrone Digitale Hierarchie]
Übertragungsstandard ( Datenübertragungsrate 155 MBit/s) für Hochgeschwindigkeitsnetze auf ATM-Basis, die auf Glasfaserkabel ( LWL) aufsetzen; Elemente: STM-n, VC-4, TUs und deren Verkettung. Nachfolger von PDH; verwendet z.B. von der Deutschen Telekom. Der Vorteil der SDH liegt hauptsächlich im bereits integrierten Netzwerk-Management (Vermittlung).
SDLC [Abk. für Synchronous Data Link Control]
Verbindungsorientiertes Kommunikationsprotokoll ( Byte-orientierte synchrone Datenübertragung mit Fehlerkorrektur) von IBM, das feste Pfade zwischen den Stationen voraussetzt (also nicht geroutet werden kann, IGPR).
Segment Einzelnes Kabel in einem Ethernet, an das mehrere Stationen angeschlossen sind.
Seite s. Btx, World Wide Web
Sekundärverkabelung Verkabelung von Gebäuden im LAN, verbindet die Tertiärverkabelung (Etagenverkabelung) in einem LAN mit der Primärverkabelung (Campusverkabelung). Sie besteht z.B. aus Steigleitungen und verknüpft Etagen oder Gebäudeteile.
SEPP [Abk. für Secure Electronic Payments Protocol]
Von Netscape und dem Kreditkartenunternehmen Mastercard vorgeschlagener Standard für Zahlungsverkehr im Internet, der sich gegenüber SET nicht durchsetzen konnte.
Serielle Schnittstelle [beim PC: COM1, COM2, COM3, COM4]
Anschlußstelle z.B. einer Maus oder eines Modems an einen PC, entweder ein 9poliger oder ein 25poliger Stecker (bzw. eine Buchse, zur Belegung s. Interlink).
Bei der seriellen Übertragung ( asynchron oder synchron) wird Bit für Bit über eine Verbindungsleitung gesendet (vgl. parallele Schnittstelle). Eine S. wird über einen Chip ( UART) z.B. vom Typ 16550 oder 16450 realisiert. Die maximale Datenübertragungsrate beträgt 38400 Bit/s, bei einem 16550 sind 115200 Bit/s möglich. Falls man Modems anschließen will, die noch höhere Geschwindigkeiten erlauben (z.B. ISDN-Terminaladapter), muß eine spezielle Steckkarte mit einer für höhere Geschwindigkeiten geeigneten S. eingesetzt werden.
Bei den Betriebssystemen DOS und Windows bezeichnet COM1 die erste S., COM2 die zweite S., usw.
Beim Einsatz von mehr als zwei S. in einem PC ist zu beachten, daß sich die IRQ nicht überlappen. Beim PC belegen COM1 und COM3 normalerweise den gleichen Interrupt (IRQ 4). Ebenso besitzen COM2 und COM4 den gleichen Interrupt (IRQ 3). Ein internes Modem, das als COM3 konfiguriert wurde, funktioniert nicht, wenn an COM1 die serielle Maus angeschlossen wurde, weil beide S. den gleichen IRQ verwenden. Als Abhilfe läßt sich in diesem Fall die Maus auf COM2 umstecken oder das interne Modem als COM4 konfigurieren. Dies ist wiederum bei vielen Betriebssystemen nicht empfehlenswert, wenn COM3 nicht vorhanden ist, da diese dann bei der Durchnumerierung (COM3 oder COM4) der Anschlüsse durcheinanderkommen. Manche interne Modems lassen sich auch auf einen gänzlich anderen IRQ einstellen, z.B. IRQ 5. Allerdings muß man in diesem Fall auf Konflikte mit einer Soundkarte oder sonstigen Steckkarten achten. Bei Übertragungsproblemen sollte man die Verbindungseinstellungen überprüfen. Zur Eingrenzung des Fehlers kann das Modem an einer anderen S. oder bei einem anderen PC ausprobiert werden.
Falls in einem PC mehr S. benötigt werden, als Interruptleitungen frei sind, gibt es serielle Multiportkarten mit mehreren seriellen Schnittstellen, die sich einen Interrupt teilen. Derartige Steckkarten benötigen allerdings spezielle Treiber für das jeweilige Betriebssystem.
Server [auch: host]
Computer, der Netzwerkdienste für andere Computer anbietet, z.B.: Dateienverwaltung, zentrale Drucker, zentrales Fax ( Faxserver), World-Wide-Web-Informationen ( WWW-Server).
Manche Server laufen unter einem eigenen Netzwerkbetriebssystem.
Bei Novell-Netzwerken läßt sich die Anzahl der im Netzwerk verfügbaren S. mit dem Befehl
slist
anzeigen. Im Internet kann ein einzelner Computer mehrere Serverfunktionen übernehmen, z.B. gleichzeitig als FTP- und als WWW-Server von anderen Computern angerufen werden.
Servicekennung Bei ISDN Dienstekennung.
Service Indicator Bei ISDN Dienstekennung.
Service-Provider Internet-S. ermöglichen dem Endkunden, sich in das Internet einzuwählen.
Im Mobilfunk-Bereich bieten S. innerhalb der Funknetze D2 und E-Plus dem Endkunden zu jeweils unterschiedlichen Konditionen den Betrieb ihres Telefons. Dabei sollte man als zukünftiger Kunde die Preisinformationen des S. sehr gut untersuchen, denn viele Zusatzkosten sind unter ungewöhnlichen Gebühren versteckt. Die meisten S. bieten eine Vielfalt komplizierter Tarife, die vom Zeitpunkt des Telefonats abhängen. Wichtig ist ebenso die Länge des Zeittakts: je kürzer der Takt, desto genauer die Abrechnung. Die Vertragsdauer, die Kosten des Wechsels von einem Tarif in den anderen und evtl. einmalige Vertragsabschlußkosten usw. sind ebenfalls wichtig. Wer unsicher ist und die Tarifstruktur der S. nicht versteht, sollte sicherheitshalber einen der großen Anbieter wie DeTeMobil oder E-Plus-Service wählen.
Im D1-Netz ist DeTeMobil der S. Bei E-Netz heißt das Mobilfunknetz E-Plus, S. ist aber E-Plus-Service.
SÉS [Abk. für Société Européenne des Satellites]
Luxemburger Firma, die Satellitenfernsehen (z.B. Astra) verwaltet.
Session Layer Kommunikationsschicht, Ebene 5 des OSI-Schichtenmodells.
SET [Abk. für Secure Electronic Transaction]
Gemeinsamer Standard der Kreditkartenunternehmen Visa und Mastercard für den elektronischen Zahlungsverkehr über Computernetzwerke wie Internet, vgl. SEPP, STT.
Setup Einstellungen; Konfigurationsprgramm eines PC, enthalten im BIOS.
Der Aufruf des S. geschieht bei den meisten Computern durch das Drücken der (Entf)-Taste gleich nach dem Einschalten. Beim Einsatz von Steckkarten ist es manchmal nötig, bei modernen Rechnern mit PCI-Bus die automatische Konfiguration ( PNP) für die von der Steckkarte belegten IRQ- oder DMA-Leitungen auszuschalten, dies geschieht z.B. im PCI, Plug and Play S.
Die Datenübertragung mittels serieller Schnittstelle kann bei tragbaren Computern unmöglich sein, wenn diese über Stromsparfunktionen (Power Management S.) ausgeschaltet wurde.
Sequenz (Daten-) Bytefolge.
SFPS [Abk. für Secure Fast Packet Switching]
SFPS verbindet protokollunabhängiges und verbindungsorientiertes ATM- Switching mit paketbasierten verbindungslosen Netzen. Routing-Funktionen auf Schicht 3 (Netzwerkebene) des OSI-Schichtenmodells werden unterstützt, wodurch Router überflüssig werden. Außerdem ist es möglich, jeder Station die benötigte Bandbreite ( Datenübertragungsrate) zur Verfügung zu stellen.
SFT Sicherheitssystem für Novell-Netzwerke, integriert bei Netware:
  • SFT I: Doppelte Speicherung der Verzeichnisstruktur der Festplatte und automatische Korrektur von Fehlern in der internen Datenbank des Servers. Außerdem wird verhindert, daß auf fehlerhafte Sektoren der Festplatte geschrieben wird.
  • SFT II: Spiegelung der Server-Festplatte auf einer zweiten Festplatte, evtl. wird jede der beiden Festplatten von einem eigenen Netzteil und Festplatten-Controller versorgt.
  • SFT III: Die Software wird auf zwei identischen Servern installiert, die über eine Hochgeschwindigkeitsleitung miteinander synchronisiert sind. Fällt der Primary Server aus, übernimmt der Secondary Server die Arbeit und informiert den Systemverwalter. Datenpakete, die beim Umschalten verloren gehen, werden noch einmal gesendet. Sobald der Primary Server wieder einsatzfähig ist, überträgt der Secondary Server seine Daten wieder an ihn.
SFV [Abk. für: Standardfestverbindung]
Standleitung der Deutschen Telekom, angeboten sowohl für analoge als auch digitale Leitungen.
SGML [Abk. für Standard Generalized Markup Language]
ISO-Standard, beschreibt die logische Struktur (Überschriften, Absätze, normaler Text) eines Dokuments, nicht dessen Aussehen; Basis von HTML.
Shareware Vertriebsform, die das zeitlich begrenzte kostenlose Testen von Programmen erlaubt. Nach einiger Zeit muß der Anwender einen bestimmten Betrag an die Vertriebsfirma bezahlen (Registrierung).
Software im Bereich Telekommunikation gibt es im Internet unter folgenden Adressen (s. auch FTP):
Shell [wörtl.: Schale]
Programm, das eine Schnittstelle zwischen Anwender und Betriebssystem bildet und die Benutzereingaben auswertet (z.B. Kommandozeile): z.B. COMMAND.COM bei DOS oder csh bei Unix. Die S. verbirgt das eigentliche Betriebssystem vor dem Benutzerzugriff.
Shielded Twisted Pair STP
Sicherungsschicht Ebene 2 beim OSI-Schichtenmodell.
Sig [Abk. für Special Interest Group]
Diskussionsforum ( Newsgroups) bei CompuServe.
Signal Darstellung von Informationen durch die Größe oder den zeitlichen Verlauf von physikalischen Größen (z.B. elektrische Spannung).
Digitale Signale ( binär) werden z.B. durch steigende und fallende Spannungsverläufe dargestellt.
Signalkanal D-Kanal bei ISDN.
Signature [engl.]
Visitenkarte (erläuternder Text zum Absender), die z.B. am Ende einer Email mitgeschickt wird. Die meisten Email-Programme unterstützen eine S.-Funktion automatisch, d.h. die S. wird an jede geschriebene Email angehängt. Allerdings kommen S. in letzter Zeit außer Gebrauch, vgl. Netiquette.
SIM-Karte Bei einem Mobiltelefon enthält die S. auf einem IC Informationen über den Sicherungscode ( PIN), die Teilnehmerrufnummer, gespeicherte Telefonnummern, usw. Die S. wird zum Betrieb des Mobiltelefons unbedingt benötigt. Das alte Scheckkartenformat wurde inzwischen durch eine kleine S.-Größe abgelöst, die nur wenig größer als der IC ist, ähnlich dem IC einer Telefonkarte.
Simplex Datenverkehr ausschließlich in einer Richtung: es gibt einen Sender und einen (oder mehrere) Empfänger.
SIP [Abk. für Società Italiana per l’Esercizio delle Telecomunicazioni]
Italienischer Telekommunikationsanbieter.
Skalierbarkeit Skalierbare Netzwerke sind in der Lage, einer Applikation genau die benötigte Datenübertragungsrate zu bieten ( ATM).
SKEYE [Telekom Tel.: 0130 1000; Fax: 0130 1005]
Auf der Basis des GSM-Netzes ( IntraGSM) ermöglicht der SKEYE-Protector einen Auto-Diebstahlschutz. Beim Versuch, ein damit ausgerüstetes Fahrzeug zu stehlen, wird automatisch Alarm in einer Serviceleitstelle ausgelöst.
SLIP [Abk. für Serial Line Internet Protocol]
Protokoll (Ebene 3 des OSI-Schichtenmodells), um über eine serielle Schnittstelle eine Verbindung zu TCP/IP-Rechnern aufzubauen. SLIP besitzt keine Fehlerkorrektur und wurde inwischen weitgehend von PPP abgelöst.
SMB [Abk. für Server Message Blocks]
Netzwerkprotokoll für z.B. Datei- und Druckdienste des Servers.
SMDS [Abk. für Switched Multi-Megabit Data Service]
Verbindungsloses Netzwerk mit Paketvermittlung (Ebene 2 des OSI-Schichtenmodells, Ring-Topologie), das auf Glasfaser ( LWL) und Zellübermittlung basiert und durch die hohe Datenübertragungsrate (bis zu 45 MBit/s) die Zusammenschaltung von lokalen Netzen ( LAN) zu WAN ermöglicht. SMDS wird v.a. in den USA und Großbritannien angeboten, in Deutschland gibt es die Variante Datex-M der Deutschen Telekom (Konkurrent: B-ISDN).
SMG [Abk. für Special Mobile Group]
Standardisierungsgremium für Mobilfunk der ETSI.
Smiley Emoticon
SMS [Abk. für Short Message Service]
Meistens kostenloser Kurznachrichtendienst (bis zu 160 Zeichen) bei Mobiltelefonen. Die meisten Mobiltelefone können Kurznachrichten empfangen, den Versand ( Mobile Originated SMS) beherrschen z.Zt. nur wenige.
Einige dritte Anbieter (von den Service-Providern der Mobilfunknetze nicht offiziell unterstützt) offerieren die Möglichkeit, per Email über Internet Kurznachrichten an ein Mobiltelefon zu schicken, z.B.:
  • Internet-D1 oder D2: http://www.vector.de/vms.htm
  • Internet-E-Netz: http://www.egate.artcom.de/sms
SMTP [Abk. für Simple Mail Transport Protocol]
Zur Protokollfamilie TCP/IP gehörender Standard für den Austausch von Nachrichten ( Email) zwischen den Benutzern.
Die Nachricht wird vom Benutzer mittels eines Mailprogrammes (User Agent, UA) eingegeben. Der UA leitet die Mail dann zum Message Transfer Agent ( MTA), meist ein Rechner im eigenen LAN, weiter. Der MTA leitet die Email dann nach dem Store-and-forward-Prinzip weiter zum nächsten MTA, bis die Nachricht an den UA des Empfängers ausgeliefert wird.
Nur 7 Bit- ASCII kodierte Emails sind S.-konform. Die Übertragung von Umlauten ist somit meist nicht möglich, auch wenn viele MTA auch 8-Bit-kodierte Emails korrekt weiterleiten. Vertraulichkeit von Email, die mit S. übertragen werden, ist nicht gewährleistet (s. MIME).
SNA [Abk. für Systems network architecture]
Systemarchitektur (vgl. Netzwerkprotokolle) für IBM-Großrechner, die 1974 eingeführt wurde und ursprünglich als Baum-Topologie mit einem zentralen Host realisiert war (Vorbild für das OSI-Schichtenmodell). Mittlerweile ist SNA ein komplexeres Gebilde. Kommunikation ist sowohl im LAN als auch über öffentliche Netze möglich.
In den 80er Jahren wurde SNA um Peer-to-Peer-Funktionen erweitert, die eine direkte Kommunikation zwischen gleichberechtigten Stationen im Netz erlauben ( LU 6.2; APPC; PU 2.1; APPN). SNA-Netzwerke bestehen aus vier verschiedenen Knotentypen und den Verbindungen zwischen diesen.
SNMP [Abk. für Simple Network Management Protocol]
Herstellerunabhängiger Standard für Netzwerkmanagement. Ein SNMP-Agent erlaubt es, von einer Überwachungsstation aus sämtliche TCP/IP-Aktivitäten der an das Netzwerk angeschlossenen Stationen zu kontrollieren. Dazu hat die zentrale Überwachungsstation die Objekte des Netzes in einer Datenbasis gespeichert ( MIB).
S. kann protokollneutral eingesetzt werden und auf beliebigen Transportprotokollen aufsetzen. Sowohl verbindungslose ( Paketvermittlung) als auch verbindungsorientierte Übertragungen sind möglich.
SNR [Abk. für Signal-to-Noise Ratio]
Störabstand, Qualitätsmerkmal für Kabel eines Netzwerks, vgl. Verkabelung.
Sockets Mit BSD- Unix eingeführte Programmierschnittstelle zur Kommunikation zwischen Prozessen (Programme, die auf einem Computer laufen oder über Netzwerk auf einer anderen Station).
Software Neben der Technik ( Hardware) eines Computers macht ihn erst S. zu dem, was er ist. Das wichtigste Programm ist für jeden Computer das Betriebssystem. Jeder Tastendruck und jede Bildschirmausgabe, jeder Befehl des Computerbenutzers muß ausgewertet und verarbeitet werden. Diese grundlegenden Aufgaben erledigt das Betriebssystem des Computers, das gleich nach dem Einschalten automatisch gestartet wird. Für IBM-kompatible Computer ( PC) sind die gebräuchlichsten Betriebssysteme MS-DOS ( DOS) und Windows.
Erst auf der Grundlage eines Betriebssystems können Anwenderprogramme ablaufen. Diese gibt es inzwischen zu fast allen erdenklichen Einsatzgebieten: Jeder kennt Textverarbeitungen und Computerspiele, Lager werden mit Datenbanken verwaltet, der Kleinunternehmer bekommt Hilfestellung bei der Steuererklärung. Mit der zunehmenden Leistungsfähigkeit heutiger Privatcomputer werden mit Computern inzwischen auch Bilder oder Filme bearbeitet und Musik komponiert.
Die Programme werden von den Herstellern ständig weiterentwikkelt, d.h. Programmfehler werden beseitigt und neue Funktionen in die Software integriert; die einzelnen Versionen unterscheidet man anhand einer Nummer. MS-DOS z.B. ist bei Version 6.22, WordPerfect bei 6.1, MS-Excel bei 7.0 angelangt. Nicht immer ist die höhere Version auch besser. Eventuell sind die neuen Funktionen fehlerhaft, oder das Programm läuft so langsam, daß man sich gleich einen neuen Computer kaufen muß, wenn man zufriedenstellend damit arbeiten will.
SoHo [Abk. für Small-Offices and Home-Offices]
Semiprofessioneller Computereinsatz, Markt für private Computeranwendungen.
Sonet [Abk. für Synchronous Optical Network]
Optisches ( LWL) Netzwerk, amerikanische SDH; Spezifikationen für ATM:
  • Sonet OC3: 155 MBit/s
  • Sonet OC12: 622 MBit/s
Soundkarte Steckkarte für den PC, die Tonausgabe (und -aufnahme) ermöglicht. Eine S. ist Voraussetzung für Anwendungen wie Internetphone, d.h. Telefonieren über Internet. Klänge werden bei S. z.Zt. auf zwei verschiedene Arten erzeugt:
  • FM-Synthese: dabei wird der Klang durch einen Generator gesteuert, wobei sich Klangfarbe, Anschwell- und Abschwellzeit des Tones angeben lassen.
  • Wavetable: ein Sample (oder Patch, digitale Audiodaten) wird über D/A-Wandlung abgespielt, dieses Verfahren ermöglicht eine bessere Wiedergabe des Klanges, erfordert aber mehr Speicherplatz für jeden Ton. Gute S. haben einen eigenen Speicher (vgl. RAM), der mit beliebigen Samples gefüllt werden kann.

Bei vielen Computern, z.B. Apple MacIntosh, sind die Funktionen einer S. bereits auf der Systemplatine integriert.

Spaceline Satellitenfunk-Abteilung von Thyssen Telecom.
Spannungsspitzen Amplitude von mehr als 200% der Nennspannung für eine Dauer zwischen 0,5 und 100 Mikrosekunden; S. entstehen z.B. durch Blitzschlag (auch weit entfernt). Manchmal ist der Filter der Netzteile wirkungslos, Sp. (auch: Spikes) können so verhältnismäßig ungedämpft Computerbauteile in Mitleidenschaft ziehen. Abhilfe durch USV, s. MTBF.
Speicherfenster Manche Steckkarten blenden sich in einen bestimmten Bereich des Hauptspeichers ein, z.B. einige ISDN-Karten. Man muß sicherstellen, daß dieser Speicherbereich auch entsprechend markiert wird, bei PC mit Windows 3.x und EMM386.EXE muß in der Datei CONFIG.SYS z.B. die Aufrufzeile ergänzt werden:
DEVICE=EMM386.EXE x=c800-c8ff
wenn die ISDN-Karte das S. von c800-c8ff belegt (muß vorher entsprechend konfiguriert worden sein). Wird Emm386 nicht verwendet, kann man bei Windows in der SYSTEM.INI bei der Rubrik [386]
EMMExclude=C800-c8ff
eintragen.
Spikes Spannungsspitzen
Sprynet [CompuServe Internet Division]
Zuständig für die Internet-Anbindung von CompuServe. Kunden, die auf die regulären CompuServe-Dienstleistungen verzichten wollen, und CompuServe nur als Service-Provider für das Internet benötigen, bekommen für 4,95 $ im Monat S. Darin enthalten sind drei Online-Freistunden, jede weitere Stunde kostet 1,95$. Für 7,95$ Grundentgelt monatlich gibt es sieben Freistunden.
SPX [Abk. für Sequenced Packet Exchange]
Protokoll für die Datenübertragung in Novell-Netzwerken, das auf IPX aufsetzt. SPX sorgt dafür, daß die gesendeten Datenpakete vollständig beim Empfänger ankommen und in der richtigen Reihenfolge zusammengesetzt werden (befindet sich auf der Transportschicht des OSI-Schichtenmodells).
S-Register Register, die für die Einstellungen eines Modems zuständig sind; sie werden durch Kommandos des AT-Befehlssatzes gelesen (ATSm?) und geschrieben (ATSm=n):
SSL [Abk. für Secure Socket Layer]
Verschlüsselungsalgorithmen von Netscape für die sichere Datenübertragung zwischen dem eigenen WWW- Browser und HTTP-Server.
S/STP [Abk. für Screened Shielded Twisted Pair]
Abgeschirmtes Zweidrahtkabel, Kategorien s. UTP.
Stackable Hub Hub, der mit anderen Hubs zusammengeschlossen werden kann.
Standard Definierte Struktur, z.B. eines Protokolls zur Datenübertragung; zur Standardbildung im Internet s. RFC.
Standardanschluß ISDN-Variante; die im Vergleich zum Komfortanschluß weniger Leistungen zur Verfügung stellt, beinhaltet aber z.B. ohne Aufpreis die Leistungsmerkmale Halten, MSN und ständige Unterdrückung der Rufnummernanzeige.
Standard-Befehlssatz AT-Befehlssatz
Startbit Dient zur Synchronisation des Empfängers bei der asynchronen Datenübertragung. Es besitzt den logischen Wert 0, d.h. im Normalzustand - keine Datenübertragung - liegt die Leitung auf 1 (High).
Station Computer eines Netzwerks.
STDA [Abk. für Streettalk Directory Assistance]
STDM [Abk. für Statistical Time Division Multiplexing]
Multiplexing
Steckbrücke Jumper
Steckkarte Einer der Gründe für die jetzige Vorherrschaft der IBM-kompatiblen Computer ( PC) liegt in ihrer leichten Aufrüstmöglichkeit: Bis zu acht Steckplätze stellt die Systemplatine zur Verfügung. Sie können mit Erweiterungskarten bestückt werden, die dem PC die verschiedensten Fähigkeiten ermöglichen. Üblicherweise wird die Karte, die für die Bildschirmausgabe (Video- oder VGA-Karte) zuständig ist, als S. in den PC eingebaut. Bei Defekten oder einer Aufrüstung (mehr Farben, schnellere Grafikausgabe) muß nur diese Karte ausgewechselt werden.
Deshalb ist es relativ billig, einen PC z.B. mit einem CD-ROM Laufwerk, einer Soundkarte, einem Modem (für DFÜ über das Telefonnetz), usw. aufzurüsten.
Um eine ISDN-Karte richtig zu konfigurieren, muß der richtige Interrupt ( IRQ) eingestellt und ein entsprechendes Speicherfenster freigehalten werden.
Stern Netz- Topologie: die Stationen werden an eine zentrale Einheit ( Hub, Switch) angeschlossen. Das Netz ist damit sehr ausfallsicher (außer der Hub fällt aus). Mit der Entwicklung von ATM gewinnt die S. immer mehr an Bedeutung, obwohl ihre Kosten aufgrund des Kabelbedarfs relativ hoch sind ( UTP).
Stillerkennung Wenn ein Kombifax einen Anruf bekommt, bei dem längere Zeit nicht gesprochen wird, hält es die Gegenstelle für ein Fax und schaltet in den Faxmodus um. Dies ist sinnvoll, weil ältere Faxgeräte keine CNG-Kennung senden, allerdings für manche Anrufer, die beim Sprechen auf den Anrufbeantworter etwas zu lange überlegen und schweigen, auch sehr ärgerlich. Manche Geräte erlauben ein Ausschalten der S.
STM-n Synchrones Transportmodul der Stufe n, mit n= 1, 4, 16 (bei SDH).
Stoppbit [s. auch Verbindungseinstellungen]
Bei einer seriellen Datenübertragung werden nach den Daten- Bits entweder ein oder zwei S. gesendet.
Die an der Übertragung beteiligten UARTs kümmern sich selbständig um Generierung und Auswertung der S. und liefern dem Anwendungsprogramm nur die übertragenen Daten-Bytes.
Store-and forward Nachrichtenübermittlungsart, bei der die Nachricht über mehrere Stationen zum Ziel übertragen wird. Dabei besteht keine direkte Verbindung zwischen Sender und Empfänger, vielmehr wird die Nachricht von jeder Station zwischengespeichert (store) und bei Gelegenheit weitergeschickt (forward).
STP-Kabel [Abk. für Shielded Twisted Pair]
Geschirmtes Doppeladerkabel: Verdrilltes symmetrisches Kabel mit zwei einzeln abgeschirmten Aderpaaren (150 W) und Gesamtschirm; Kategorien UTP.
STQ-Kabel [Abk. für Shielded Twisted Quad]
Geschirmtes Vieraderkabel, vgl. STP.
Streettalk Globales Namensverzeichnis (von Druckern, Servern, Services, Dateibereiche) in Netzwerken, implementiert z.B. in Banyan Vines.
STT [Abk. für Secure Transaction Technology]
Von Microsoft und dem Kreditkartenunternehmen Visa vorgeschlagener Standard für Internet-Zahlungsverkehr, der sich gegenüber SET nicht durchsetzen konnte.
Subadressierung Direkte automatische Weiterleitung von ankommenden Anrufen an einen anderen Anschluß.
Subject Titel einer Email.
Subnetz Durch die Aufteilung eines Netzwerks in S., die mit Hilfe geeigneter Kopplungselemente ( Repeater, Bridges, Router, Switches) verbunden sind, läßt sich die Effektivität des gesamten Netzwerks steigern und seine Wartung vereinfachen. Die S. können prinzipiell beliebig aufgebaut werden, es ist aber sinnvoll, Stationen mit hohem oder sicherheitskritischem Kommunikationsbedarf zusammenzufassen.
Zwei Stationen in einem S. stören die Kommunikation in anderen S. nicht.
Sun [http://www.sun.com; http://www.sun.de]
1982 gegründeter US-amerikanischer Hersteller von Computern mit dem Betriebssystem Unix. Für das Internet hat S. die Programmiersprache Java entwickelt.
Superrufzone Cityruf
Surge Überspannung; USV.
S/UTP-Kabel [Abk. für Screened Unshielded Twisted Pair]
Komromiß zwischen den Kabeltypen STP und UTP: S/UTP-Kabel haben einen Gesamtschirm, die Adernpaare sind jedoch nicht geschirmt, Kategorien s. UTP.
SVC [Abk. für Switched Virtual Circuit]
ATM-Protokoll
Switch Hardware-Baustein, s. Switching.
Switching Verfahren, die verfügbare Bandbreite ( Datenübertragungsrate) dadurch zu erhöhen, daß jedem Segment (bei Bedarf auch einer einzelnen Station) die volle Bandbreite (bei Ethernet z.B. 10 MBit/s) zur Verfügung gestellt wird. Voraussetzung ist eine starke Netzsegmentierung, d.h. es werden z.B. nicht mehr 100, sondern 10 Stationen in einem von 10 Segmenten zusammengefaßt. Zur Begriffsbedeutung siehe Bridge. Bei hoher Last und zahlreichen Kollisionen von Datenpaketen wird S. ineffizient, da ein Switch keine Fehlerkorrektur durchführt und jedes Paket anhand der Zieladresse weiterleitet, egal ob es in Ordnung oder fehlerhaft ist.
Sendet eine Station ein Datenpaket, baut der nächstgelegene Switch anhand der Zieladresse eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung zwischen Sende- und Empfangsstation auf. Damit wird die volle Ethernet-Geschwindigkeit ausgenutzt. Unabhängig davon können außerdem zwei andere Stationen miteinander kommunizieren.
Switching Hubs sind insofern besser (und schneller) als Ethernet- Bridges oder Router, da die Datenpakete durch Hardware vermittelt werden und nicht per Software.
Symmetrisches Datenkabel Sammelbezeichnung für STP, S/UTP und UTP-Kabel.
Synchrone Übertragung Sender und Empfänger übertragen die Daten blockweise. Damit sich der Empfänger auf den Sendertakt einstellen kann, wird vor den zu übertragenden Daten ein Synchronisationszeichen gesendet. Manchmal kann den Daten noch eine Prüfsumme ( FCS) folgen. Abgeschlossen wird der Datenblock durch einen Ende-Code.
Wegen des Wegfalls von Start- und Stoppbits ist die S. schneller als die Asynchrone Datenübertragung.
Sysadmin Systemverwalter
Sysop [Abk. für system operator]
Systemverwalter einer Mailbox.
Systemadministrator Systemverwalter
Systemboard Systemplatine
Systemmanagement Unter S. wird zusammengefaßt:
  • Datensicherung (mit und ohne Aufsicht)
  • zentrales S. ( Netzwerkmanagement)
  • Leistungsmanagement (z.B. Druckerpapier)
  • Softwaremanagement (Installation, Lizenzierung)
Systemplatine [engl. systemboard, mainboard, motherboard]
Das wichtigste Bauteil eines PC, auf der sich BIOS, Prozessor, Hauptspeicher und der Chipsatz befinden. Steckkarten wie Video- oder Soundkarten werden in die Steckplätze der S. eingesteckt. Man unterscheidet zwischen den gängigen ISA, VL-Bus oder PCI Steckplätzen. Bei modernen PCI-Rechnern sollten z.B. die von einer ISA- ISDN-Karte belegten Ressourcen eines PC im Setup angegeben werden.
Systemverwalter Der S. hat in einem Netzwerk uneingeschränkte Zugriffsrechte (zumindest in einem Teilbereich) und ist für dessen Betreuung zuständig. Er kann für neue Benutzer Benutzerkennungen ( accounts) vergeben, Netzwerkdrucker installieren und die Programme warten, die auf dem Netzwerk angeboten werden.
Daneben kann der S. auch Benutzerkennungen sperren oder die Dateien einsehen, die andere Benutzer gespeichert haben. Bei Novell-Netzwerken heißt die Benutzerkennung mit uneingeschränkten Zugriffsrechten supervisor, bei Unix-Rechnern root. S. von Unix-Netzwerken haben häufig die Email Adresse admin oder root des Rechners.