<%@ Language=JavaScript %><%@ Language=JavaScript %> Lexikon der Telekommunikation, R

R

Race [Abk. für Research and Development in Advanced Communication Technologies in Europe]
Hochtechnologieforschungseinrichtung der EU
Radiotext Schriftliches Informationssystem für Autoradios, bestehend aus 2 Zeilen zu je 32 alphanumerischen Zeichen (nicht zu verwechseln mit RDS).
RAID [Abk. für Redundant Array of Inexpensive Disks]
Sicherheitssystem für Netzwerk-Server (vgl. SFT); im Falle des Ausfalls einer Festplatte kann diese beim modernsten System RAID 5 im laufenden Betrieb ohne Datenverlust gewechselt werden.
RAM [Abk. für Random Access Memory]
Technologie für Speicher- IC, verwendet meistens für Hauptspeicher, vgl. ROM.
RARE [Abk. für Réseaux Associés pour la Recherche Européenne]
Universitäts- und Forschungs-Netzwerk, mit EARN seit dem 20.10.1994 zu TERENA vereinigt.
RARP [Abk. für Reverse Address Resolution Protocol]
Über RARP lassen sich z.B. IP-Adressen für andere Stationen aufgrund ihrer Hardware-Adresse ( Ethernet-Adresse) zur Verfügung stellen.
Ratio Beschränkung des Umfangs von Downloads aus Mailboxen. R. definiert ein bestimmtes Verhältnis zwischen Uploads und Downloads. Beispiel: Bei einer R. von 1:10 darf der Mailbox-Benutzer 10 MB Daten aus der Mailbox abrufen, wenn er 1 MB an sie überspielt hat.
Eine R. wird vom Sysop eingeführt, damit die Benutzer gezwungen sind, der Mailbox neue Programme zuzuführen, um ihre Attraktivität dadurch zu erhalten bzw. zu steigern.
RDS [Abk. für Radio Data System]
Eine europaweit genormte Methode, um zusätzlich zum Radioprogramm Daten zu übertragen, genutzt z.B. um die Senderkennung im Display moderner Autoradios anzuzeigen oder Nachrichten von Funkrufdiensten zu verbreiten. RDS-Daten werden im unhörbaren Bereich über 20 kHz ( Frequenz) digital übertragen.
Real Name Im Gegensatz zum Benutzernamen ( Login, meist ein Kürzel) Bezeichnung für den vollen Klarnamen des Benutzers.
Receiver Overrun Fehlermeldung: Dem Empfänger wurden mehr Daten zugeschickt, als er verarbeiten konnte.
Reduktion Datenreduktion
Redundanz Überfluß an Informationen; Daten, die keinen neuen Informationsgehalt haben.
Redundanzklassen Man unterscheidet aufgrund der primären Verkabelung der Gebäudehauptverteiler:
  • Klasse 1: ring- und sternförmige Anbindung.
  • Klasse 2: ringförmige Anbindung.
  • Klasse 3: sternförmige Anbindung an einen Verteiler der Klasse 1 oder 2.
  • Klasse 4: sternförmige Anbindung an einen Verteiler der Klasse 3 oder 4.
Reflexion Störende Signalüberlappungen bei Hochfrequenzkabeln. Am Ende eines Kabels wird die elektromagnetische Welle reflektiert und dadurch die Datenübertragung gestört. Deshalb müssen die Kabelenden mit Hilfe eines Abschlußwiderstandes terminiert werden.
Repeater Signalverstärker. Hardware, die im LAN eingesetzt wird, um zwei oder mehrere Netz- Segmente zu verbinden ( Multiport R.). Die Signale eines Netzsegmentes werden verstärkt und in die übrigen Netzsegmente weitergeleitet.
Durch den Einsatz von R. sind größere räumliche Ausdehnungen eines LAN möglich.
Reply Antwort auf eine Email.
Reservierungssystem Vier verschiedene R. teilen sich den Markt auf und ermöglichen Reisebüros das Buchen von Reisen, Hotels oder Mietwagen. Weltmarktführer mit 116000 angeschlossenen Buchungsterminals ist Galileo (United Airlines, US-Air, British Airways, Swissair) gefolgt von Sabre mit 114000 (American Airlines), Amadeus mit 93000 Reisebüro-Terminals und Worldspan mit 50000.
Reset [engl.: zurücksetzen]
Neustart (eines Computers).
Ressourcen Elemente eines Netzwerks, Hard- und Software eines Computers.
Retrain Funktion eines Modems, bei schlechter werdenden Leitungsqualität nicht die Verbindung abzubrechen, sondern eine neue, niedrigere Datenübertragungsrate auszuhandeln; vgl. MNP10.
Return [wörtl.: Rücksprung, Rückgabe]
(˘)-Taste
Return Loss s. Fehlerdämpfung
RFC [Abk. für Request for Comment; vgl. z.B.:ftp://ftp.uni-paderborn.de/pub/doc/rfc/]
RFC umfassen Arbeitspapiere, Protokoll-Spezifikationen oder Kommentare zu Netzwerk-Themen.
Im Internet kann prinzipiell jeder einen (z.B. Übertragungs-)Standard setzen (vgl. RFC 1720): zunächst schreibt er seine Ideen in ein RFC-Dokument und wartet dann die Bemerkungen der restlichen Netzgemeinde ab. Wird der neue Standard schließlich von anderen in ihren Programmen unterstützt, wird das RFC-Dokument „amtlich". Bestimmend sind in diesem Fall Internet Engineering Task Force ( IETF) und Internet Architecture Board ( IAB). Dabei gilt: alle Internet-Standards wurden als RFCs veröffentlicht, die meisten Standards beschäftigen sich mit Netzwerkprotokollen.
Zwischen einem proposed standard und der nächsthöheren Stufe des draft standard müssen der Internet-Gemeinde mindestens sechs Monate Zeit gegeben werden, um den Entwurf ausreichend begutachten zu können. Für die endgültige Erhebung des draft standard zum standard müssen mindestens weitere vier Monate vergangen sein. Dann bekommt der standard seine eigene STD-Nummer. Dabei bestehen Regeln, wie oft die einzelnen Standard-Stufen in vivo ausprobiert werden müssen und ihre Alltagstauglichkeit so unter Beweis stellen können. Vor einem proposed standard liegen noch die Ebenen experimental, informational und historic. Neben diesem Reifegrad eines Protokolls gibt es noch einen Status, d.h. Empfehlungsgrad, der von required über recommended, elective und limited use bis zu not recommended reicht.
RFD [Abk. für Request for Discussion]
Aufforderung an Teilnehmer einer Newsgroup, den eigenen Standpunkt zu vertreten und ein Thema zu diskutieren.
RG-11 A/U Thick Ethernet
RG-58 Thin Ethernet Kabel:
  • RG-58A/U: 50 Ohm ( Abschlußwiderstand).
  • RG-58C/U: 50 Ohm.
  • RG-58/U: 53,5 Ohm.
RG-62/U Arcnet, 93 Ohm.
Richtfunk Übertragungstechnik, die auf direktem, sich nicht in alle Richtungen ausbreitendem Funkstrahl vom Sender zum Empfänger basiert. Richtfunkstrecken werden durch Hindernisse im Funkstrahl (z.B. Vögel) gestört.
Ring Aufbau ( Topologie) der Kabelführung eines Netzwerks. Alle Stationen sind an ein ringförmiges Kabel angeschlossen, jede Station (Knoten) hat somit einen bestimmten Vorgänger und einen bestimmten Nachfolger. Die Daten werden durch den Ring nur in eine Richtung gesendet. Vorteil:
  • Geringer Zuwachs der Leitungsanzahl bei Erweiterung.
Nachteile:
  • Gesamtausfall des LAN bei Ausfall eines Rechners oder einer Leitung.
  • Die Übertragungsdauer steigt proportional mit der Zahl der Stationen im LAN.
Ringleitungsverteiler MAU
RJ-45 Steckerstandard (auch: 10BaseT), um vieradrige Unshielded Twisted Pair ( UTP) Ethernet-Verbindungen herzustellen. RJ-45 ist vor allem in den USA verbreitet, in Deutschland finden sich häufiger BNC-Cheapernet oder AUI-Verkabelungen.
RMON [Abk. für Remote Monitoring of Networks]
Standard für Netzwerkmanagement.
Roaming In den Bereich einer anderen Basisstation ( BTS) eintretendes Mobiltelefon.
ROM [Abk. für Read Only Memory]
Speicher, der nicht beschrieben werden kann (vgl. RAM). In ROM-Bausteinen werden z.B. wichtige Teile des Betriebssystems gespeichert, die beim Einschalten des Computers sofort zur Verfügung stehen müssen und nicht erst von Diskette in den Hauptspeicher geladen werden können. Das BIOS von modernen Systemplatinen befindet sich auf Eprom-ICs.
Root Systemverwalter bei dem Betriebssystem Unix.
Root-Directory Hauptverzeichnis
ROTFL [Abk. für Rolling on the floor laughing]
Umgangssprache unter Netzwerk-Anwendern: sich totlachen.
Round-trip-time Verzögerungszeit
Route [engl. Leitweg]
Bestimmte Verbindung zwischen zwei Datenendgeräten.
Router Gerät, das eine Verbindung zwischen zwei oder mehreren physikalisch verschiedenen Netzen ermöglicht.
R. arbeiten auf Schicht 3 (Netzwerkebene) des OSI-Schichtenmodells: die Wahl der Route durch das Netzwerk nach bestimmten Kriterien, wie Entfernung, Kosten oder Sicherheit ist möglich.
Beispielsweise verbinden R. Ethernet- LANs mit dem Internet. Der R. prüft, ob die in den Datenpaketen angegebenen IP-Zieladressen innerhalb des lokalen LAN liegen oder außerhalb. Liegen sie außerhalb, verpackt der R. die Daten des Paketes nach der X.25-Norm und leitet sie über sein X.25-Interface ins Internet.
Multiprotokoll-R. koppeln LANs untereinander wie über WAN-Verbindungen.
R. stellen nur ein Verbindungsglied (vgl. auch Gateway) zwischen Netzwerken dar (sie orientieren sich am Protokoll und sind deshalb deutlich komplexer, aber auch sicherer als Bridges) und eignen sich nicht oder nur schlecht für die Übertragung isochronen Datenverkehrs (bei ATM wird ihre Funktion von ATM- Switches übernommen).
Routing [engl. Leitweglenkung]
Weg der Datenpakete zwischen Netzwerken. Bei Netztopologien, wo die Übertragung zwischen Quelle und Ziel nicht direkt, sondern durch Zwischenstationen erfolgt, sind Verfahren zur Wegebestimmung (R.-Verfahren) mittels eines Routers notwendig. Meist werden Routen bestimmt, die Netzlaufzeiten und somit die Netzbelastung minimieren.
RS232C Amerikanische Norm für die serielle Schnittstelle, über die z.B. ein Modem mit dem Computer verbunden wird (entspricht V.24).
R. ist gleichermaßen für die Datenübertragung von asynchronen und synchronen Daten geeignet ( Verbindungseinstellungen).
RSA [Abk. für Rivest, Shamir, Adleman]
Das erste und berühmteste asymmetrische Verschlüsselungsverfahren. RSA baut auf der Schwierigkeit auf, das Produkt zweier großer Primzahlen wieder in die Ursprungszahlen zu zerlegen, wenn diese nicht bekannt sind, s. Kryptologie.
RTFM [Abk. für Read the fucking manual]
Leicht verärgerter Hinweis darauf, das Handbuch zu lesen, und nicht die Zeit anderer Leute mit einfachen Fragen zu verschwenden ( Netiquette, FAQ).
RTS/CTS [Abk. für request to send / clear to send]
Flußkontrolle bei einer seriellen Schnittstelle. Das angeschlossene Gerät (z.B. Modem) benutzt CTS zum Starten und Stoppen der Datenübertragung vom Rechner. Mit RTS steuert der Rechner die Datenübertragung vom Modem zum Rechner (RTS aus: Modem darf keine Daten senden); vgl. Verbindungseinstellungen.
RUA Abk. für Remote User Agent
Rückfragen Komfortmerkmal bei ISDN, s. Halten.
Rufnummernübermittlung Dienst bei ISDN, der die Telefonnummer des Anrufers überträgt (muß von der Deutschen Telekom erst freigeschaltet werden); der Angerufene kann im Display die Telefonnummer des Anrufers (bereits vor dem Abheben) feststellen; vgl. Dienstekennung, Identifizieren.
RWE Telliance Telekommunikations-Tochter des RWE(Rheinische Elektrizitätswerke-)Konzerns, die den Funkrufdienst Miniruf betreibt. Energieversorger wie das RWE haben meistens parallel zu den Hochspannungsleitungen leistungsfähige Glasfasernetze ( LWL) aufgebaut, die mit dem Fall des Telekom-Monopols 1998 Alternativen zu den Leitungen der Deutschen Telekom werden können.
RxD [Abk. für Receive Data]
Empfangsleitung bei der Datenübertragung mittels einer seriellen Schnittstelle.