<%@ Language=JavaScript %><%@ Language=JavaScript %> Lexikon der Telekommunikation, M

M

MAC
  1. [Abk. für Medium Access Control]: Teil der Schicht 2 des OSI-Schichtenmodells; die Art, wie das Medium (Kabelstränge, Funkwellen) mit welchem Kodierungsverfahren für die Datenübertragung genutzt wird.
  2. [Abk. für Moves, Adds, Changes] Auftretende Probleme bei der Verkabelung durch Umstecken, Ändern oder Erweiterung der bestehenden Verbindungen.
MAC-Adresse Ethernetadresse
MacIntosh Computer von Apple, der sich durch hohe Bedienerfreundlichkeit auszeichnet und Nischenmärkte wie den professionellen Multimedia-, Grafik- und Audiobereich besetzt. M.-Rechner sind nach dem Rückzug der Firmen Commodore und Atari im privaten Anwenderbereich die allein verbliebene Konkurrenz zu der IBM-kompatiblen PC-Baureihe, die von Intel und Microsoft dominiert wird.
Mail Email
Mailadresse Email-Adresse
Mailbox [die; wörtl.: Briefkasten]
Computer, der über ein Modem mit der Telefonleitung verbunden ist, von anderen Computern angerufen werden kann und dem Anrufer Kommunikationsdienste anbietet. Oft ist das Modem nur in der Nacht in Betrieb, weil das Telefon tagsüber vom Betreiber (Sysop) der M. privat genutzt wird. Größere M. verfügen dagegen über mehrere Telefonleitungen, die nur dem Betrieb der M. dienen. Der Unterschied zu Netzwerken besteht darin, daß M. üblicherweise mit einem Modem (DFÜ) angerufen werden müssen, also z.B. nicht ständig an das Internet angeschlossen sind und eher privat als professionell betrieben werden.
M. bieten Programme zum Download und Foren zum schriftlichen Austausch. Verfügt eine M. über mehrere Modems, wird auch oft ein Chat angeboten, d.h. es besteht die Möglichkeit einer gleichzeitigen schriftlichen Unterhaltung mit anderen Benutzern der M., die sie gerade angewählt haben.
Inzwischen verschwimmt die Grenze zwischen semiprofessionellen M. und Service-Providern bzw. Online-Diensten. Viele M. bieten Anschluß an überregionale Netzwerke (Mailboxnetzwerk) oder auch Email ins Internet.
Mailboxnetzwerk Mailbox-Computer können auch miteinander verknüpft sein und bilden dann ein Netzwerk. Die meist nichtkommerziell organisierten Hobbynetzwerke können ganze Länder (z.B. Zerberus-Netzwerk in Deutschland) oder nahezu die ganze Welt (Fido-Netz) überstreichen.
Dadurch wird es für die Benutzer unterschiedlicher Mailboxen möglich, sich über Emails und Nachrichtenforen auszutauschen. Manche M. sind unter einer bestimmten Maxime organisiert, z.B. kümmert sich das CL-Netz um politische und ökologische Probleme.
Mailingliste Eine M. faßt die Teilnehmer an einer Diskussion zu einem bestimmten Thema über Email zusammen. Jeder Beitrag wird dabei vom Mailserver an alle beteiligten Listenmitglieder geschickt. M. sind mit Newsgroups vergleichbar, allerdings benötigt man zur Diskussion kein eigenes Programm (newsreader), der einfache Zugang zu Email reicht aus.
Das An- bzw. Abmelden geschieht über Email an den verantwortlichen Mailserver. Meistens muß im Titel der Email, oder auch in der ersten Zeile des Email-Textes (Body) das Kommando (subscribe bzw. unsubscribe), gefolgt von der Listenbezeichnung und dem eigenen Vor- oder Nachnamen eingetragen werden:
SUBSCRIBE soziologie-l Don Martin
Nach der Anmeldung bei einer M. kommt meistens eine Begrüßungs-Email, die eine kurze Vorstellung der Liste und ihre Regeln enthält. Wichtig ist die richtige Abmeldeprozedur, deshalb sollte man diese Email für später aufheben, wenn man die Liste verlassen möchte.
Schickt man Email an die M., wird diese an jeden Teilnehmer weitergeleitet. Möchte man sich von der Liste abmelden, muß man Email an den Mailserver schicken. Manche M. haben ein Aufkommen von zehn Emails täglich, eine kompetente Teilnahme an der Listendiskussion wird damit sehr zeitaufwendig. Verglichen mit Newsgroups haben M. meistens ein höheres Niveau, z.B. bei wissenschaftlichen Diskussionen.
Mailserver Ein Programm, das eine oder mehrere Maillinglisten verwaltet. Es führt Kommandos aus, die in Form von Email (Body) ankommen, z.B. Subscribe (Anmelden), Unsubscribe (Abmelden), Send Datei (Datei-Anforderung).
Mainboard Systemplatine
Mainframe Großrechner
Makeln Umschalten zwischen zwei Telefongesprächen, Komfortmerkmal bei ISDN, s. Halten.
MAN [Abk. für metropolitan area network]
Stadtweites LAN mit einem Umfang bis zu 50 km; größere Netze werden als WAN bezeichnet.
Mannesmann Eurokom Telekommunikationstochter des Mannesmann-Konzerns. M. bietet Mobilfunk (Mannesmann Mobilfunk) und Corporate Networks (CNI). International arbeitet M. mit AT&T zusammen.
Mannesmann Mobilfunk Betreiber des Mobilfunknetzes D2, das z.Zt. (März 1996) von 1,6 Mio. Teilnehmern genutzt wird. Umsatz 1995: 2,7 Mrd. DM (1994: 1,7 Mrd.).
MAPI [Abk. für Messaging Application Programming Interface]
Softwareschnittstelle von Microsoft für Email-Übertragung. Anwendungsprogramme, die MAPI unterstützen, erlauben den direkten Versand von Emails aus dem Programm. Konkurrent VIM.
Markov Kompressionsverfahren: der laufende Datenstrom wird beobachtet und anhand der resultierenden Erkenntnisse versucht, eine Vorhersage über die kommenden Bytes zu errechnen. Diese dient dann wiederum als Grundlage zur Änderung der 3-Bit-Tabelle nach Huffman dient.
MAU [Abk. für Multistation Access Unit]
Ringleitungsverteiler: sorgt bei Netzwerken auf Basis von Token-Ring dafür, daß der Ring geschlossen wird. Maximal 33 MAU sind in einem Ring möglich, an jede können bis zu 8 Stationen angeschlossen werden.
MAZ [Abk. für: Mikroelektronik Anwendungs Zentrum; http://www.maz.net; Tel.: 040 766291623]
Service-Provider für Internet-Zugang.

MB [Abk. für Megabyte]
Maßeinheit für die Größe computercodierter Information. 1 MB = 1024 KByte = 1 048 576 Byte (vgl. Hauptspeicher).
MBit/s [Abk. für Megabit per second]
1 048 576 Bit pro Sekunde Datenübertragungsrate.
MBS [Abk. für Mobile Broadband System]
Ergänzung von UMTS, vergleichbare einem mobilen B-ISDN mit einer Datenübertragungsrate von 140 MBit/s.
Medium Träger, der für die Datenübertragung verwendet wird, z.B. Funkwellen (Mobilfunk), Glasfaser (LWL), Kabel.
MeDoc [Abk. für: Multimediale elektronische Dokumente; http://medoc.informatik.tu-muenchen.de]
Kooperationsprojekt, um das elektronische Publizieren über das Internet voranzutreiben. Bis 1997 soll ein Mindestbestand für eine digitale Informatik-Bibliothek aufgebaut werden.
Megabyte MB
Megahertz MHz
Mehrbenutzersystem Multiuser
Mehrfachrufnummer MSN
Mehrfrequenz-
wahlverfahren
[auch Tonwahl- oder Frequenzwahlverfahren; engl. Multi Frequency Code, MFC]
Die gewählten Ziffern (Steuerzeichen) der Telefonnummer werden durch verschiedene Töne (zusammengesetzt aus zwei Frequenzen) dargestellt. Es ist schneller als das Impulswahlverfahren und wird bei ISDN sowie von digitalen Vermittlungsstellen im analogen Netz verwendet.
Moderne Telefonapparate (auch in Telefonzellen) lassen sich mit der Tastenkombination [Set] [*] [Set] zwischen den beiden Wählverfahren umstellen. Dabei ist [Set] die Taste mit dem Pfeil im Quadrat.

123 A697 Hz
456 B 770 Hz
789 C852 Hz
*0# D941 Hz
1209 Hz1336 Hz1477 Hz 1633 Hz 

Beim Drücken der Taste 4 werden gleichzeitig 770 Hz und 1209 Hz Töne gesendet.
Mehrgeräteanschluß Art der Ausführung eines Anschlusses bei ISDN. Wie der Anlagenanschluß bietet der M. beim Euro-ISDN zwei B-Kanäle, an die sich direkt bis zu acht Geräte an bis zu zwölf IAE-Dosen anschließen lassen. Gezielt angewählt werden die Geräte über Mehrfachrufnummern (MSN), die jedem Gerät zugeordnet werden können. Maximal zehn sind möglich, drei sind kostenlos, jede weitere kostet 5.- DM pro Monat, s. ISDN-Kosten.
Mehrwertdienste Kommunikationsdienste, die nicht auf ein bestimmtes Protokoll (transportneutral) sind, z.B. Btx, Email, EDI.
Menü [engl. Menue, wörtl.: Speisekarte]
Auswahlmöglichkeiten bzw. Funktionen bei einem Anwendungsprogramm.
METRAN [Abk. für Managed European Transmission Network]
Europäisches Computernetzwerk, geplante Ablösung von GEN.
MFV Mehrfrequenzwahlverfahren
MHS [Abk. für Message Handling Services]
System zur Nachrichtenübertragung für Emails nach dem X.400-Standard, wird z.B. von Novell Netware verwendet (CCITT-Empfehlung); angesiedelt auf Schicht 7 beim OSI-Schichtenmodell.
MHz Megahertz; Millionen Schwingungen pro Sekunde; 1 MHz = 1000 kHz = 1000000 Hz (Maßeinheit für Frequenz)
MIB [Abk. für Management Information Base]
Datenbasis, beinhaltet das Geräteprofil der Objekte eines Netzwerks (SNMP)
Microcom Networking Protocol MNP
Microsoft 1975 von Bill Gates und Paul Allen gegründeter Hersteller von Software, beherrscht mit Betriebssystemen (DOS, Windows) und Anwendungsprogrammen (Word für Windows, Excel) mit Intel den Markt für PC.
Microsoft Network [http://www.msn.com]
Mit der Markteinführung (August 1995) des Betriebssystems Windows 95 von Microsoft gestarteter Online-Dienst. Die monatlichen Kosten betragen 14,50 DM incl. zwei Freistunden, jede weitere Stunde kostet 7,50 DM. Deutschsprachige Angebote sind nur (Stand: März 1996) vereinzelt zu finden. Die Anzahl der Einwahlpunkte soll allerdings bald erhöht werden, geplant ist auch ein vollwertiger Internet-Übergang.

Midi [Abk. für Musical Instrument Digital Interface]
Schnittstelle zur Vernetzung von Musikinstrumenten und Computern, mit einer Datenübertragungsrate von 32000 Bit/s.
MIME [Abk. für Multipurpose Internet Mail Extensions]
Standard, um Multimedia-Nachrichten im Internet als Email verschicken und empfangen zu können, vgl. UUencode.
MiniRuf Anbieter des Funkrufnetzes Quix.
MIPS [Abk. für million instructions per second]
Maß für die Leistungsfähigkeit einer CPU.
Mirror [engl. Spiegel]
FTP-Server, der die Daten eines attraktiven FTP-Servers ebenfalls vorhält (spiegelt). Viele umfangreiche und bekannte FTP-Server sind überlastet und bieten deshalb nur niedrige Datenübertragungsraten; Entsprechende M. halten den gesamten (zumindest den neuen) Datenbestand von diesen FTP-Servern vorrätig, der Abgleich geschieht meistens täglich (in der Nacht) oder wöchentlich.
MNP [Abk. für Microcom Networking Protocol]
Von dem amerikanischen Modem-Hersteller Microcom entwikkelte Protokolle für gesicherte asynchrone Datenübertragung. Im Gegensatz zu Protokollen wie zModem sind die MNP-Funktionen bereits Bestandteil des Modems. Die meisten Modems (auch von anderen Firmen als Microcom) unterstützen einige MNP-Funktionen.
MNP ist in verschiedene, z.Zt. 10, Leistungsklassen eingeteilt, die nicht notwendigerweise aufwärtskompatibel sind:

MNP1Halbduplex Byte-orientierter Datenaustausch; wird aufgrund geringer Leistungsfähigkeit nicht mehr implementiert
MNP2Asynchrones Byte-orientiertes Vollduplex-Verfahren zur Datenübertragung
MNP3Synchrones Bit-orientiertes-Verfahren; Start und Stoppbits werden nicht übertragen; ähnlich HDLC
MNP4Data Phase Optimization (Fehlersicherungsprotokoll) und Anpassung der Größe der Datenpakete an die Qualität der Telefonleitung (Paketlängenoptimierung: 32, 64, 128, 192 oder 256 Byte);APA
MNP5Huffman-Datenkompression (optimiert durch ständige Analysierung der Sendedaten). Bereits komprimierte Daten versucht MNP5 noch einmal zu komprimieren, was die Menge der zu übertragenden Daten erhöht und die Übertragung dadurch verlängert. In diesem Fall sollte man MNP5 abschalten (AT-Befehlssatz, Packer).
MNP6Verbesserung des Verbindungsaufbaus und Vollduplex-Simulation bei schnellen Halbduplex-Protokollen.
MNP7Markov-Datenkompression und V.42bis-Kompression
MNP8Kombination von MNP6 und MNP7, wird nicht weiterentwickelt, weil nicht erfolgreich am Markt.
MNP9Piggy Back ("Huckepack")-Quittung: Bestätigung eines ordnungsgemäß übertragenen Datenpakets nicht einzeln, sondern seinerseits angehängt an einen anderen Datenblock;fehlerhafte Pakete werden einzeln neu übertragen (und nicht alle Pakete ab dem fehlerhaften).
MNP10Ermöglicht eine Verbindung bei schwankenden Leitungen (z.B. Mobiltelefon im Auto) durch u.a. laufende Geschwindigkeits- und Übertragungspegelanpassung.

Beim Aufbau einer Verbindung verhandeln die Modems über Datenübertragungsrate, Fehlersicherung, Datenkompression, usw. Dies geschieht mit Hilfe von PDU-Parametern. Bei der Datenkompression etwa bietet das sendende Modem seine Fähigkeiten an, und das gerufene Modem entscheidet, welche Art von Datenkompression es nutzen will.
Mit der Bezeichnung MNP Extended Service faßt man MNP6 bis MNP10 zusammen.
Mobilbox Anrufbeantworter im C-Funknetz.
Mobile Originated SMS Kurznachrichten (SMS), die vom Mobiltelefon aus verschickt werden.
Mobilfunk Ortsungebundenes Telefonnetz, das von Service-Providern betrieben wird. M. basiert auf einem dichten Netz von Basisstationen (BTS), die ständig Kontakt zu einem eingeschalteten Mobiltelefon halten. Befindet sich das Mobiltelefon z.B. in einem Auto und verläßt den Bereich einer Basisstation, wird automatisch zu einer anderen Basisstation umgeschaltet (Handover). Das System weiß so jederzeit, wo sich die Teilnehmer des Mobilfunks befinden. Weder der Anrufer noch der Angerufene müssen deshalb den Aufenthaltsort des Angerufenen kennen, zum Verbindungsaufbau genügt die Vorwahl des jeweiligen Netzes.
In Deutschland werden z.B. die M.-netze C-Netz, D1-Netz, D2-Netz und E-Plus angeboten.
Mobiltelefon Im Unterschied zum schnurlosen Telefon arbeitet das M. zwar auch mit Hilfe funktechnischer Übertragung, wird aber nicht am analogen Festnetz der Deutschen Telekom angeschlossen, sondern benutzt eines der Funknetze C-Netz, D-Netz oder E-Netz in Deutschland.
Mobiltelefone benötigen eine SIM-Karte, die der Service-Provider zur Verfügung stellt.
MOC [Abk. für Mobile Originated Calls]
(Daten-)Anrufe, die vom Mobiltelefon ausgehen (vgl. MTC).
Modacom öffentlich zugängliches Netzwerk für die mobile Datenkommunikation in Deutschland auf Bündelfunk-Basis. Die Funkverbindung wird zwischen Endgerät und Netzwerk ständig aufrechterhalten, eine Datenübertragung erfolgt jedoch nur nach Bedarf (über Datenpakete, aus Sicht der Datenendgeräte ähnlich X.25).
Modem [das; Verknüpfung der Wörter Modulator und Demodulator]
Gerät zwischen Computer und Telefonleitung, um mit anderen Computern Daten auszutauschen. Digitale Signale eines Computers lassen sich nicht direkt über die Telefonleitung übertragen. Deshalb werden die digitalen Daten mit dem Modulator in Töne umgewandelt, über die Telefonleitung übertragen, und die empfangenen Töne durch den Demodulator wieder in digitale Daten zurückverwandelt.
Die meisten modernen M. verfügen zusätzlich neben den Funktionen für die Datenübertragung auch über Fax-Funktionen (Faxmodem) oder können sogar Sprache kodieren und einen Anrufbeantworter ersetzen (Voicemodem). Die Verbindung wird über Modem-Standards der CCITT und MNP-Protokolle hergestellt.
Ein M. wird üblicherweise (externes M.) an eine serielle Schnittstelle des PC angeschlossen oder (internes Modem) als Steckkarte in den Computer eingesetzt.
M. sind erforderlich für DFÜ und die Teilnahme an Online-Diensten und Internet über das Telefonnetz.
Modem Server M. dienen der Kopplung von LAN oder der Anbindung von externen PC an ein Netzwerk.
Modem-Standards der CCITT Durch diese Standards (auch V.-Standards) wurde erreicht, daß jedes CCITT-kompatible Modem mit jedem anderen eine Verbindung aufbauen kann. Die Modems handeln beim Verbindungsaufbau die Übertragungsparameter für die entsprechende Verbindung aus, die z.B. auch von der Qualität der benutzten Telefonleitung abhängig sein kann. Deshalb können unterschiedliche Parameter abhängig von der Tageszeit und dem erreichten Modem in der Gegenstelle erzielt werden. Generell gilt, daß das weniger leistungsfähige Modem die Parameter bestimmt, ein V.22bis-Modem mit einer Datenübertragungsrate von 2400 Bit/s und ein V.32bis Modem mit 14400 Bit/s werden im besten Fall auf 2400 Bit/s eine Übereinkunft erzielen.
Die CCITT wurde aufgelöst und durch eine ITU-Organisation (TSB) ersetzt, zur Namensgebung der Standards (eigentlich Empfehlungen) s. ITU.

StandardGeschwindigkeit Verfahren
V.21300 Baud Vollduplex Frequenzmodulation
V.221.200 Bit/s Vollduplex Phasenmodulation
V.22bis2.400 Bit/sQuadratur-Amplitudenmodulation
V.231.200 / 75 Bit/s Halbduplex Frequenzmodulation
V.329.600 Bit/s Vollduplex Trellis-Modulation
V.32bis14.400 Bit/s Vollduplex Trellis-Modulation
V.3428.800 Bit/s Vollduplex Trellis-Modulation

Modulation Überlagerung der vom Sender erzeugten (Träger-)Schwingungen mit den zu übertragenden Schwingungen (vgl. Frequenz), Kodierungsverfahren, um einen Datenstrom in Töne zu transformieren Es gibt u.a. Amplituden-, Phasen-, Frequenz- und Impulsmodulation.
Moebius [Abk. für Mobile Experimental Broadband Interconnection Using Satellites]
Projekt zum Test von Ferninspektion, Fernwartung und Fernunterstützung auf Land und See über Satellitenkommunikation. M. nutzt Inmarsat und DHSD mit einer Datenübertragungsrate von 64 kBit/s.
Monitoring Beobachtung und Ausgabe der internen Vorgänge (CPU-Belastung, Anzahl der Verbindungen, Fehler, usw.) eines Netzwerks.
Monopol Telekom-Monopol
Morsealphabet Entwickelt von Samuel Morse (1791-1872), das die Buchstaben durch kurze (*) und lange (-) Stromstöße kodiert und für Telekommunikation über Telegraphenleitung eingesetzt wurde, s. Impulsmodulation.
Mosaic Urahn der Browser für das World Wide Web.
Motherboard Systemplatine
MPEG [Abk. für Moving Pictures Expert Group]
Vom gleichnamigem Gremium (Unterorganisation der ISO) festgelegter Kodieralgorithmus für Bewegtbilder, Audio und deren digitale Speicherung (ähnlich H.261), vgl. JPEG.
Bei MPEG geht eher unwichtige Information verloren (Datenreduktion), außerdem wird nicht jedesmal das gesamte Einzelbild kodiert, sondern nur die Änderungen gegenüber dem Vorgängerbild.
  • MPEG 1: 1992 verabschiedet, arbeitet ab einer Datenübertragungsrate von 1,5 MBit/s, Stereo-Ton
  • MPEG 2: 1994 standardisiert, sechs Tonkanäle
  • MPEG 3: geplant für hochauflösendes Fernsehen (HDTV).
Das Abspielen von bildschirmfüllenden MPEG-Filmen ist auf modernen Hochleistungs-PC in Fernsehqualität möglich.
MPR [Abk. für: Multiprotokoll-Router]
Router, der mehrere Protokolle für Datenübertragung im Netzwerk (z.B. PPP, IP, IPX, usw.) übertragen kann.
MSB [Abk. für most significant bit]
Höchstwertiges Bit: Nummer des Bit eines Byte mit der höchsten Wertigkeit (128), Gegensatz LSB.
MSC [Abk. für Mobile Switching Center]
Telefonvermittlungsanlage, z.B. bei E-Plus für die Übergänge zwischen den Netzen (zum analogen Netz der Deutschen Telekom und anderen Mobilfunknetzen) zuständig (BTS, BSC).
MSD [Abk. für Microsoft Diagnostics]
Diagnoseprogramm, um freie Bereiche der PC-Ressourcen z.B. für den Einbau neuer Steckkarten zu finden. Ab MS-DOS 5.0 (DOS) mitgeliefertes (auf der Windows-95-CD im Unterverzeichnis \OTHER\MSD) Programm, das die Hardware und Teile der laufenden Software eines PC analysiert. Dabei werden die IRQ und DMA Belegungen jedoch nur teilweise vollständig angezeigt. In den meisten Fällen werden Erweiterungen wie Soundkarten oder SCSI-Hostadapter nicht erkannt und die von diesen belegten IRQ und DMA-Kanäle fälschlicherweise als verfügbar angezeigt. Man sollte sich also nicht auf alle Ausgaben von MSD verlassen.
MSN [Abk. für Multiple Subscriber Number]
  1. Die einzelnen Rufnummern bei einem Mehrgeräteanschluß im ISDN (Protokoll E-DSS1). Beim nationalen ISDN (1TR6) gab es dagegen die Endgeräteauswahlziffern (EAZ) zur Anwahl des Endgerätes, um die angeschlossenen Geräte einzeln anwählen zu können. Sowohl bei MSN als auch bei EAZ sind Mehrfachbelegungen der Nummern möglich, vorausgesetzt, deren Dienstekennungen sind unterschiedlich konfiguriert.
  2. Abk. für Microsoft Network
MTA [Abk. für Message Transfer Agents]
Vermittelt und verteilt interne und externe Nachrichten (Email) aufgrund der X.400-Adresse.
MTBF [Abk. für Meantime between failure]
Durchschnittliche Zeit der Betriebsstunden bis zum Ausfall eines Systems; Spricht man z.B. vom Ausfall eines Netzwerks aufgrund von Stromversorgungsproblemen von 300 Stunden MTBF, so kann man annehmen, daß ein Netzwerk durchschnittlich (statistisch) alle 300 Betriebsstunden aufgrund eines Fehlers in der Versorgungsspannung ausfällt.
MTC [Abk. für Mobile Terminated Calls]
Anrufe, die beim Mobiltelefon ankommen (vgl. MOC).
MTS [Abk. für Message Transfer Services]
Sämtliche Email-Verteiler (MTA), die bei der Übertragung einer Nachricht beteiligt sind.
Multicast Im Gegensatz zum Broadcast das gleichzeitige Ansprechen einer bestimmten Gruppe von Stationen im Netzwerk.
Multi-Drop Topologie
Multilink Die Möglichkeit, an die Basisstation eines schnurlosen Telefonsystems mehrere Hörer anzuschließen. Zwischen den Hörern können dann kostenlose Interngespräche geführt werden, M. wird dann eine überdies kabellose Alternative zur TK-Anlage, vgl. DECT.
Multimedia [Wort des Jahres 1995]
Integration von Musik, Grafik, Video und Computer (und Netzwerk).
Multiplexer Zusammenlegen von mehreren Signalen auf eine Leitung. M. transportieren die Datenströme mehrerer Datenendeinrichtungen als logische Datenkanäle zusammengefaßt über dieselbe physikalische Datenleitung. Dadurch muß z.B. nicht für jeden Dienst ein eigenes Kabel verlegt werden, was Kosten bei der Verkabelung spart.
Man unterscheidet
  • Frequenzmultiplexing (Frequency Division Multiplexing, FDM): Aufteilung der Bandbreite in mehrere Bereiche, die den einzelnen Verbindungen zugeordnet werden (vgl. FDMA).
  • Zeitmultiplexing (Time Division Multiplexing, TDM): Aufteilung der einzelnen Verbindungen in Zeitschlitze, jedem Übertragungskanal wird ein fester Zeittakt zugeteilt (vgl. TDMA).
  • Statistisches Multiplexing (Statistical Time Division Multiplexing, STDM): Zuteilung der verfügbaren Bandbreite der Datenleitung je nach dem Bedarf der gemultiplexten Datenkanäle (z.B. Zwischenspeicherung der Daten der Datenkanäle über Buffer, die erst ab einem bestimmten Füllstand übertragen werden).
Zeitmultiplexer und Fast Packet M. bieten eine definierte Übertragungszeit, wie sie z.B. bei Tonübertragungen notwendig ist (s. isochron). Die meisten M. komprimieren (s. Datenkompression) die übertragenen Kanäle abhängig von der Datenart - z.B. Daten, Sprache, Fax -, um die Menge der Daten, die über die Leitung transportiert werden müssen, zu minimieren.
Multiplexing Übertragung von mehreren Signalen über die gleiche Leitung, s. Multiplexer.
Multiport-Repeater Signalverstärker (Repeater) mit mehr als zwei Anschlüssen, 10BaseT-Hub.
Multitasking Betriebssystem (z.B. Unix, Windows), das ein quasi-gleichzeitiges Abarbeiten von Programmen auf einer CPU erlaubt; dadurch ist ein Computer nicht auf die Ausführung eines Programms beschränkt. M. ist die Voraussetzung für Multiuser.
Multiuser Betriebssystem, bei dem gleichzeitig mehrere Anwender auf einem Computer (Login) rechnen können, z.B. Unix.
MUX Multiplexer