<%@ Language=JavaScript %><%@ Language=JavaScript %> Lexikon der Telekommunikation, I

I

IAB [Abk. für Internet Architecture Board]
Gremium, zuständig für die Weiterentwicklung der Internet-Protokolle; Alle drei Monate wird ein RFC namens IAB Official Protocol Standard veröffentlicht, das den Stand der gegenwärtigen Standardisierungsprozesse und alle gültigen Standards des Internet auflistet.
IAE [Abk. für: ISDN-Anschluß-Einheit]
Anschlußdose für ISDN, vgl. NT. Die Buchsen einer IAE-Dose sehen amerikanischen Telefonbuchsen (RJ-45) ähnlich, allerdings besitzen ISDN-Buchsen insgesamt acht Kontakte. Maximal können an einen NT zwölf ISDN-Buchsen angeschlossen werden, zur Erweiterung bietet der Zubehörhandel ISDN-Steckdosenleisten an.
IBCN [Abk. für Integrated Broadband Communication Network]
Netzwerk mit hoher Datenübertragungsrate für mehrere Dienste, z.B. Sprach-, Fax- und Datenübertragung; Bestandteile sind z.B. Breitband-ISDN und MBS.
IBM [Abk. für International Business Machines]
Größter Computerhersteller der Welt mit Sitz in Armonk, New York (USA). IBM produziert u.a. Großrechner und legte 1981 mit dem IBM XT (Extended Technology) den Grundstein für den heutigen PC (IBM-kompatibel, ISA-Bus).
IBM Global Network [http://www.ibm.net, Tel.: 0130 829440, Service-Tel.: 0130 821141]
Zur Zeit (März 1996) 36 Einwahlknoten in Deutschland mit einer Datenübertragungsrate von 28800 Bit/s. Für 26 DM monatlich werden drei Freistunden, für 52 DM 30 Freistunden angeboten. Jede darüber hinausgehende Stunde wird mit 7 DM berechnet. In insgesamt 100 vernetzten Ländern werden in 850 Städten Einwahlknoten angeboten und 25000 (Geschäfts-)Kunden betreut.
IC [Engl. Integrated Circuit; wörtl.: Integrierter Schaltkreis]
IC (auch: Chips) sind die Bausteine des Computers, dabei sind jeweils einzelne IC auf bestimmte Funktionen spezialisiert, z.B. Speicher-IC (RAM, ROM, Eprom), Prozessor, Chipsatz.
ICMP [Abk. für Internet Control Message Protocol]
Bestandteil von IP, der Fehler- und Kontrollnachrichten von Routern oder Stationen zur ursprünglich sendenden Station zurückschickt. Auf ICMP setzt Ping auf.
IDE [Abk. für Integrated Drive Electronics/Integrated Device Equipment]
Schnittstellen-Standard, um Festplatten an einen Computer anzuschließen.
Identifizieren Leistungsmerkmal bei ISDN, das erst von der Deutschen Telekom freigeschaltet werden muß. Der Angerufene kann damit die Telefonnummer des Anrufers feststellen; vgl. Rufnummernübermittlung.
IEEE [Abk. für Institute of Electrical and Electronics Engineers]
1963 gegründetes amerikanisches Gremium, das die IEEE-Normen (z.B. IEEE 802.3) verabschiedet.
IEEE 802.3 Standard der IEEE für Netzwerke auf der Basis von Ethernet, umfaßt: 10BaseT, 10BaseFB, 10BaseFL, 10Base5, 10Base2.
IEEE 802.5 Standard der IEEE für FDDI- und TPDDI-Netzwerke mit Datenübertragungsraten von 4 MBit/s oder 16MBit/s (nach dem Token-Ring-Protokoll).
IETF [http://www.ietf.org; Abk. für Internet Engineering Task Force]
Gremium, koordiniert kurzfristige technische Entwicklungen des Internet, s. RFC.
IGPR [Abk. für Interior Gateway Routing Protocol]
Bestandteil der IP-Protokollfamilie.
IMHO [Abk. für In my humble opinion]
Umgangssprache unter Netzwerk-Anwendern, wörtl.: Meiner bescheidenen Meinung nach.
Impedanz Gesamtwiderstand eines elektrischen Leiters oder Stromkreises, setzt sich zusammen aus Ohmschem (Widerstand gegenüber einem Gleichstrom), induktivem (Widerstand z.b. bei Spulen) und kapazitivem (Widerstand z.B. bei Kondensatoren) Widerstand. Bei der Verkabelung eines Netzwerks ist die richtige I. des verwendeten Kabels notwendig für fehlerfreies Funktionieren.
Impulsmodulation Informationsübertragung (Modulation) durch das Vorhandensein bzw. Nicht-Vorhandensein von Impulsen.
Impulswahlverfahren Signalisierungstechnik im analogen Wählnetz. Die gewählten Ziffern (Steuerzeichen) werden durch die entsprechende Zahl von Gleichstromimpulsen kodiert. Das I. wird von analogen und digitalen Vermittlungsstellen unterstützt, das modernere (und schnellere) Wählverfahren beruht auf Tönen (Mehrfrequenzwahlverfahren).
IMT 2000 [Abk. für International Mobile Telecommunications]
Neue Bezeichnung für FPLMTS.
IN [Abk. für: Intelligentes Netz]
Auf ISDN aufbauender Service der Deutschen Telekom, der z.B. VPN, Service 180 oder Televotum umfaßt; dabei trennt das IN zwischen der Verbindungssteuerung, d.h. Aufbau und Durchführung der Datenübertragung, und der jeweiligen Diensteunterstützung.
index.html [evtl. auch index.htm]
HTML-Datei (Homepage), die meistens als Standard vom HTTP-Server geladen wird, wenn eine URL ohne eigens angegebenen Dateinamen aufgerufen wird. Bei der URL http://www.hp.com wird etwa vom HTTP-Server von Hewlett-Packard (HP) die Datei mit der URL http://www.hp.com/index.html gesendet.
Infobahn [Kunstwort aus Information und Autobahn]
Data-Highway
Information Highway [Highway ist das amerikanische Pendant zur deutschen Autobahn]
Data-Highway, Internet
Informations- und Kommunikationsbranche 1995 in Deutschland 166 Mrd. DM Umsatz (+7% gegenüber 1994), bestehend aus Informationstechnik (80 Mrd. DM), Kommunikationstechnik (16 Mrd. DM) und Kommunikationsdienste (70 Mrd. DM).
Inmarsat [Abk. für International Maritime Satellite Organization]
1979 gegründete, international finanzierte Organisation mit Sitz in London, die weltweit mobile Kommunikationsdienste (z.B. Telefondienst, Fax, Funkortung, Datenübertragung, Notrufe) anbietet. I. verfügt über vier geostationäre Satelliten.
Intel [Abk. für Integrated Electronics Corporation]
1969 gegründetes amerikanisches Hardware-Unternehmen, dominiert mit der Software und den Betriebssystemen von Microsoft den PC-Bereich mit eigenen Produkten: Pentium-Prozessoren, Chip-Sätze, USB, PCI-Bus.
Intelligentes Netz IN
Intercom Die Möglichkeit, kostenlose Gespräche zwischen dem Hörer und der Bassistation eines schnurlosen Telefons zu führen.
Interlink Einfaches Programm zur Datenübertragung bzw. zum Aufbau eines kleinen Netzwerks zwischen zwei PC ab MS-DOS Version 6.0 über die parallele oder serielle Schnittstelle. Im Gegensatz zu Laplink ist die Zuordnung von Laufwerksbuchstaben möglich (z.B. Bezeichnung D: für die Festplatte C: des anderen Rechners). I. besteht aus einem Client (INTERLNK.EXE) und einem Server-Programm (INTERSVR.EXE). Mehr Informationen zeigt MS-DOS auf der Kommandoebene mit dem Befehl
help interlnk
Internes Modem Modem, das als Steckkarte für einen PC ausgeführt ist. Die Vorteile eines I. liegen darin, daß für das Modem keine eigene Stromversorgung benötigt und keine serielle Schnittstelle des Rechners belegt werden. Dies hat außerdem den Vorteil, daß bei älteren Computern kein 16550 Schnittstellenbaustein (UART) vorhanden sein muß, um ein schnelles Modem anzuschließen, vielmehr kann ein I. hinsichtlich der Datenübertragungsrate zum Computer problemlos auf 57600 Bit/s eingestellt werden, vgl. Verbindungseinstellungen. Der Nachteil eines I. gegenüber einem externen Modem liegt darin, daß es nicht leicht an einem anderen Computer durch einfaches Umstecken verwendet werden kann und außerdem erst mehr oder weniger aufwendig eingebaut und konfiguriert werden muß (IO-Adresse, IRQ).
Internet Integriertes Super-Netzwerk (WAN, Wide Area Network) aus allen drei Netzwerkarten (LAN, MAN, WAN), schließlich führt es sowohl unternehmensweite Netzwerke (z.B. von Siemens oder IBM), als auch eigenständige WAN (z.B. CompuServe) oder LAN (z.B. einer Universität) zusammen.
Dieser internationaler Verbund von Rechnernetzen ging aus dem Arpanet hervor, zur Entwicklung des I. siehe Arpa. Anfang der 70er Jahre wurde das TCP/IP Protokoll in der Version 4 eingeführt, das bis heute als Protokollfamilie im I. benutzt wird. Das I. wird auch definiert als das weltweite Netz, das über TCP/IP verknüpft ist.
1986 wurde NSFNET (National Science Foundation Network) gegründet, die innerhalb der USA mittels 5 großer Rechenzentren die weitere Vergrößerung des I. stark vorantrieb. Das I. wurde in sechs auch heute noch bestehende Domains (s. Internet-Adresse) aufgeteilt:
  • .GOV (Government) US-Regierungsorganisationen
  • .MIL (Military) US-Militärbereich
  • .EDU (Education) Amerikanische Universitäten und Forschungseinrichtungen
  • .NET (Network) Netzwerkorganisationen
  • .COM (Commercial) Kommerzielle Einrichtungen und Firmen
  • .ORG (Organization) alle übrigen nichtkommerziellen Organisationen und Einrichtungen
Anfang der 90er Jahre begann das exponentielle Wachstum des I., das bis heute anhält. I. dehnte sich über den universitären Bereich auch auf Schulen, Bibliotheken, Firmen und den privaten Bereich aus. 1992 stieg die Zahl der vernetzten Computer (Hosts) von 750 000 auf etwa 1,4 Millionen, seitdem verdoppelt sich diese Zahl jährlich. Zuverlässige Angaben über die Größe des Internet und v.a. über die Zahl der Nutzer sind nicht erhältlich, es werden ca. 35 bis 40 Mio. Benutzer geschätzt. Der Schwerpunkt liegt in den Vereinigten Staaten und Europa. Vor allem die Entwicklung des World Wide Web macht das I. auch für EDV-Laien benutzbar und steigerte damit seine allgemeine Attraktivität.
In Deutschland kann man über Universitäten (als Student), Mailboxen, Service-Provider und Online-Dienste Zugang zum I. bekommen.
Internet-Adresse Einen Netzwerk-Rechner bezeichnet man als host. Jeder Computer, der an das Internet angeschlossen ist, benötigt dazu eine weltweit eindeutige Kennung. Dies ist eine vierstellige Zahl, die durch Punkte getrennt geschrieben wird, z.B. 129.187.14.52. Daneben gibt es noch die Möglichkeit, dieser Zahl eine Buchstabenkombination, z.B. caesar.rom.it, zuzuordnen; diese Schreibweise bezeichnet man als FQDN, fully qualified domain name. Die Wertigkeit nimmt in dieser Schreibweise von links nach rechts zu, d.h. die Top-Level-Domain (meistens Länderbezeichnungen) befindet sich am Ende des FQDN (.it steht für Italien). Die aus zwei Buchstaben bestehenden Ländercodes wurden von DIN 3166 bzw. ISO 3166-1981 übernommen. Vor dem Ländernamen steht die domain (z.B. Organisation), im Beispiel rom. Ganz am Anfang steht der Name des Rechners (hosts), im Beispiel caesar. Durch beide Schreibweisen wird jeder Rechner innerhalb des Internet eindeutig definiert.
Beispiele für Top-Level-Domains:
  • cl: Chile
  • com: Firma (commercial), z.B. http://www.microsoft.com
  • de: Deutschland
  • edu: Amerika education
  • fi: Finnland
  • org: Organisation (z.B. http://www.greenpeace.org)
  • uk: Großbritannien
  • se: Schweden
  • za: Südafrika
Dabei ist FQDN der Zahlenadresse vorzuziehen, da letztere sich ändert, sobald z.B. der WWW-Service von einem anderen Computer erledigt wird.
Der Internet-Adreßraum wird in fünf Klassen aufgeteilt, die anhand der ersten vier Bits der Zahlenadresse kodiert werden:
  • Klasse A: 0-Bit, 7 Bit Netz-, 24 Bit Rechneradresse
  • Klasse B: 10-Bitkombination, 14 Bit Netz-, 16 Bit Rechneradresse
  • Klasse C: 110-Bitkombination, 21 Bits Netz-, 8 Bit Rechneradresse
  • Klasse D: 1110- Bitkombination (Multicast-Adresse)
  • Klasse E: 1111-Bitkombination (reservierte Adressen) Das Beispiel (129.187.14.52) gehört zur Klasse B. Hier bilden die ersten zwei Zahlen der vierstelligen Zahlenadresse die Netzadresse (129.187), die zweite Hälfte legt die Rechneradresse fest (14.52). Es kann bis zu 16384 Netze und in jedem bis zu 65536 Stationen dieser Klasse geben. Klasse C dagegen ist für LAN gedacht mit weniger als 256 Stationen, es kann maximal 2 097 152 Netzwerke dieser Klasse im Internet geben.
    Die Vergabe der weltweit eindeutigen Internetadressen wird von NIC erledigt. Intern wird im Internet nur mit den Zahlenadressen gearbeitet, die Umwandlung zwischen zu FQDN-Namen übernimmt der DNS. Die Internet-Adresse einer Station hat mit der Adresse seiner Ethernetkarte nichts zu tun. Auf dieser Ebene wird mit dem Protokoll ARP umgewandelt.
Internet-Terminal Bezeichnung für einen Computer, der nur für den Zugriff auf das Internet gedacht ist. Um derartige Computer möglichst billig produzieren zu können, wird z.B. auf eine eingebaute Festplatte und hohe Rechenleistung verzichtet.
InterNIC NIC
Interrupt [wörtl.: Unterbrechung]
Über einen I. signalisiert eine Steckkarte oder ein IC der Systemplatine, daß sofort die Rechenleistung der CPU benötigt wird. Bei der nächsten Gelegenheit unterbricht die CPU das gerade laufende Programm und bedient den I., holt z.B. ein Datenbyte von der seriellen Schnittstelle. Nach der Abarbeitung des I. arbeitet die CPU wieder da weiter, wo sie unterbrochen wurde; s. IRQ.
Intersputnik Kommunikationssatellit (80 Grad Ost), erlaubt Verbindungen nach Asien bis an das Japanische Meer.
IntraGSM Universelle Verkehrstelematik-Plattform über Mobilfunk von DeTeMobil, basierend auf dem GSM-Standard. I. soll Dienste wie Verkehrsinformation, Lotsen- oder Pannendienste ermöglichen (SKEYE-Protector).
Intranet Aktueller Trend der Anwendung von Internet-Techniken (TCP/IP, WWW) im internen Netzwerk eines Unternehmens, z.B. um das LAN zu modernisieren oder die unternehmensinterne Datenbank zu vereinheitlichen (z.B. über HTML-Dokumente).
IO-Adresse [Abk. für In-Out-Adresse]
Beim PC ein Speicherbereich, der für die Ansteuerung von elektronischen Bausteinen (Chips, auch auf Steckkarten) verwendet wird, IO-Adressen der seriellen Schnittstellen beim PC sind:
  • COM1: 03F8-03FF
  • COM2: 02F8-02FF
  • COM3: 03E8-03EF
  • COM4: 02E8-02EF
Manche Grafikkarten belegen dieselbe I. wie COM4, wodurch diese Schnittstelle für ein Modem nicht mehr verwendet werden kann. Außerdem ist es manchmal problematisch, auf einem PC COM3 auszulassen, d.h. die dritte Schnittstelle als COM4 zu konfigurieren.
IP [Abk. für Internet Protocol]
Das Transportprotokoll der Ebene 3 des OSI-Schichtenmodells im Internet, darauf aufbauend die Protokolle TCP, UDP, ICMP.
IP verpackt die Informationen, die gesendet werden sollen, in ein IP-Datenpaket und wählt den besten Weg, um das Paket an sein Ziel zu schicken. Dort werden die Pakete wieder ausgepackt. Jedes IP-Paket besteht aus einem 24 Byte langen Header (Kopf) in dem Angaben über Quell- und Zieladresse, Versionsnummer, Paketlänge und über weitere Optionen enthalten sind und den eigentlichen Daten.
Zur Zeit ist bei IP die Version 4 aktuell (IPv4), die sich durch 4 Byte lange Internet-Adressen auszeichnet. Man findet sehr häufig die Darstellung der Bytes durch Punkte getrennt ist (z.B. 193.134.1.20). Die angekündigte Version 6 (IPv6) wird über 16 Byte lange Adressen verfügen, die bis zum Jahr 2005 ausreichend Adreßraum bereitstellen wird. Für eine längere Übergangszeit wird es IPv4 und IPv6 nebeneinander geben.
IP-Nummer Adresse einer Station in einem Netzwerk auf der Basis des IP-Protokolls.
Die I. muß nicht notwendigerweise mit der Internet-Adresse des Rechners übereinstimmen, falls der Rechner z.B. nicht ständig an das Internet angeschlossen ist oder über eine Firewall die Adressen übersetzt werden.
IPX [Abk. für Internetwork Packet Exchange]
Von Novell entwickeltes und inzwischen weit verbreitetes Protokoll für Netzwerke auf Basis von Netware angesiedelt auf der Vermittlungsschicht beim (OSI-Schichtenmodell). Bei IPX muß der Erhalt jedes übertragenen Datenpakets bestätigt werden, andernfalls (auch wenn die Bestätigung zu lange auf sich warten läßt) legt es der Sender noch einmal auf die Leitung. Ab Netware 3.12 kann eine Gruppe von Paketen gesammelt übertragen werden (Packet Burst) und wird als Einheit bestätigt.
IPX/SPX Kombination der Protokolle IPX und SPX, dient zum Aufbau, Durchführung und Beenden einer Datenübertragung in Netzwerken unter Netware.
IRC [Abk. für Internet Relay Chat]
Schriftliche Unterhaltung über Internet. Bei IRC gibt sich jeder Teilnehmer einen Spitznamen, unter welchem er den anderen bekannt sein will. Man kann auch seinen Vornamen nehmen, allerdings dürfen zur gleichen Zeit nicht zwei Teilnehmer desselben Namens am IRC teilnehmen, deshalb nehmen die meisten einen originellen Spitznamen.
Im IRC gibt es sogenannte channels (Themen-Kanäle), die Unterhaltungen werden meistens zum Thema dieser channels geführt. Man kann gleichzeitig in mehreren channels Mitglied sein. Es gibt z.B. einen „#england" oder einen „#report" oder einen „#romance" channel.
Schriftliche Nachrichten können entweder von allen Mitgliedern eines channels gelesen werden (also „öffentliche" Mitteilungen) oder privat geschickt werden, so daß nur der gewählte Empfänger die Nachricht auf seinem Bildschirm sieht. Vor der Nachricht wird automatisch der Spitzname des Absenders gesetzt, so daß jeder channel-Teilnehmer weiß, wer welchen Kommentar von sich gibt. Im IRC ist man den anderen nur unter seinem Spitznamen und seiner Email Adresse bekannt. Eine persönliche Identifizierung ist nicht möglich, letztenendes kann man nicht einmal sicher sagen, ob sich hinter einem Spitznamen wirklich ein Mensch verbirgt oder ein Computerprogramm (ein ircbot, die z.B. Hilfsdienste anbieten oder Files zum Transfer vorrätig halten).
Nachrichten werden vom IRC-System nicht gespeichert, sondern nur so schnell wie möglich an die Adressaten verteilt. Ein channel kann von jedem IRC-Benutzer gegründet werden, wenn es ihn noch nicht gibt. Sobald der letzte Teilnehmer einen channel verläßt, wird er aufgelöst. Um an IRC teilzunehmen, wird ein IRC-Client benötigt (z.B. das Sharewareprogramm mIrc).

Die wichtigsten IRC-Befehle:
/helpÜbersicht von allen irc-Befehlen
/join #channelDem channel beitreten
/leave #channelanalog
/list -min10Alle channels anzeigen lassen mit mindestens 10 Teilnehmern
/list #so*Alle channels anzeigen lassen, die mit so beginnen
/who #channelTeilnehmer des channel anzeigen
/msg nickname textAn nickname eine Nachricht schicken, die nur er lesen kann
/whois nicknameweitere Angeben zu nickname anzeigen lassen
/exit IRC verlassen
/nick nicknameNeuen eigenen nickname einsetzen
/server irc.t-online.deIRC-Server wechseln
IrDA Datenübertragung über eine Infrarot-LED. Die Spezifikationen:
Iridium Satellitengestütztes Mobilfunk-Netz, soll 1998 in Betrieb gehen (66 Satelliten in 680km Höhe sind geplant); Betreiber u.a. Vebacom.
IRQ [Abk. für Interrupt Request]
Unterbrechungsanforderungsleitung (Interrupt) beim PC. Bei der Einrichtung z.B. einer ISDN-Karte wird neben einem Speicherfenster ein freier IRQ benötigt und muß sowohl bei der Karte als auch dem CAPI-Treiber konfiguriert werden.

Übersicht der IRQ beim PC:
0Systemzeitgeber
1Tastatur
2Interrupt-Controller
3COM2 (und COM$), abschaltbar
4COM1 (und COM3), abschaltbar
5frei, manchmal LPT2 oder Soundkarte
6Diskettenlaufwerk
7LPT1, manchmal Soundkarte
8CMOS-/Echtzeituhr
9gekoppelt mit 2, manchmal frei
10frei
11frei
12frei
13Numerischer Coprozessor
14Erster IDE-Controller (Festplatte)
15Zweiter IDE-Controller, manchmal frei

(vgl. zu I. auch: Serielle Schnittstelle)
ISA-Bus [Abk. für Industry Standard Architecture]
Standard, um Steckkarten und eine Systemplatine zu verbinden, vgl. Bus. In der kurzen (ein Stecker) Ausführung XT-Bus mit 8 Bit Busbreite, in der langen (zwei Stecker) AT-Bus mit 16 Bit genannt. Die meisten ISDN-Karten werden in der AT-Bus-Ausführung angeboten.
ISDN [Abk. für Integrated Services Digital Network; wörtl.: diensteintegrierendes Digitalnetz]
Von der Deutschen Telekom angebotenes digitales Netz, das sowohl für die Übertragung von Sprache als auch für Datenübertragung ausgelegt ist. Gegenüber dem analogen Telefonnetz bietet ISDN bei Telefongesprächen eine bessere Übertragungsqualität, weil die Bandbreite mit 7 kHz mehr als doppelt so hoch ist (3,1 kHz beim herkömmlichen Telefonnetz). Bei der Datenübertragung können bei ISDN Datenübertragungsraten von 64 kBit/s oder über Kanalbündelung sogar 128 kBit/s erreicht werden, gegenüber z.Zt. maximal 33600 Bit/s im analogen Netz.
In Deutschland gibt es das auslaufende nationale ISDN (1TR6) und Euro-ISDN.
Als Anschlußmodus unterscheidet man Basisanschluß (2 B-Kanäle, d.h. man kann gleichzeitig Telefonieren und ein Fax empfangen) und Primärmultiplexanschluß 30 B-Kanäle). Der Basisanschluß ist in den Nutzungsarten Anlagenanschluß für Telekommunikationsanlagen) und Mehrgeräteanschluß (bis zu acht Geräte wie Telefon, Fax, Anrufbeantworter) erhältlich. Beide Varianten lassen sich in den Ausführungen Standardanschluß und Komfortanschluß (teurer) ordern. Vorhandene Geräte Telefon, Fax) für das herkömmliche analoge Telefonnetz können beim Umstieg auf ISDN mit Hilfe eines a/b-Adapters weiterverwendet werden.
ISDN-Backup Bei Ausfall z.B. einer Datendirektverbindung springt kurzzeitig eine Ersatzverbindung auf Basis von ISDN ein.
ISDN-Förderung [Telekom-Telefon: 0130 7000; Fax: 0130 7707]
Bis zum 30. Juni 1996 (Bereitstellungstermin) fördert die Deutsche Telekom die Einrichtung eines neuen Mehrgeräteanschluß für ISDN mit bis zu 700,– DM. Es gelten folgende Bedingungen:
  • den Zuschuß gibt es nur, wenn mit dem Kauf eines ISDN-Gerätes (TK-Anlage, Telefon) zugleich ein ISDN-Mehrgeräteanschluß beantragt wird
  • ein ISDN-Anlagenanschluß wird nicht bezuschußt
  • für z.B. ein ISDN-Telefon, eine ISDN-Karte oder einen a/b-Adapter für den PC gibt es 300,– DM Fördergeld
  • für eine ISDN-TK Anlage gibt es 700,– DM
  • man muß sich für ein gefördertes Gerät entscheiden: Kauft man z.B. zugleich ein ISDN-Telefon und eine TK-Anlage, gibt es entweder 300,– oder 700,– DM, keinesfalls 1000,– DM
  • die Förderung gibt es nur einmalig und wird auf der Telefonrechnung gutgeschrieben; Barauszahlung ist nicht möglich
  • kauft man das Gerät bei einem Drittanbieter, muß bis spätestens vier Wochen nach Bereitstellungstermin des ISDN-Anschlusses die Rechnung für das Gerät bei der Telekom vorgelegt werden
  • der ISDN-Anschluß muß mindestens ein Jahr bestehenbleiben
ISDN-Karte Modem für ISDN. I. benötigen einen freien Steckplatz des PC meist ISA-Bus). Außerdem muß ein freier IRQ konfiguriert werden. Man unterscheidet
  • aktive I.: mit eigenem Prozessor, der die CPU des PC von den ISDN-Aufgaben weitgehend freistellt.
  • passive I.: ohne eigenen Prozessor; die CPU des PC muß die ISDN-Verbindungen neben ihrer eigentlichen Tätigkeit Abarbeitung der PC-Programme) auch verwalten. Dies kann bei hoher Last auch dazu führen, daß Fax-Übertragungen nicht fehlerfrei abgewickelt werden können, weil nicht genügend Zeit bleibt, um die Rechenanforderungen der ISDN-Karte zu behandeln. Passive Karten sind allerdings billiger als aktive Karten.
Manche ISDN-Karten haben zusätzlich einen IC, der analoge Faxübertragungen bis zu 14400 Bit/s abwickeln kann (Hybridadapter). Viele ISDN-Karten können G3-Übertragungen durch Software emulieren, die maximale Datenübertragungsrate bei Fax beträgt dann aber nur 9600 Bit/s. Leider unterstützen einige erhältliche ISDN-Karten nicht den G4-Faxstandard, der eigentlich bei ISDN implementiert sein müßte. Die Software-Ansteuerung der Karte wird üblicherweise von einem CAPI oder CFos-Treiber übernommen. ISDN-Modemverbindungen können nur untereinander aufgebaut werden, d.h. um vom ISDN-Netz aus eine Verbindung zu einem herkömmlichen (analogen) Modem herzustellen, muß über einen a/b-Adapter ein analoges Modem an das eigene ISDN angeschlossen werden. Allerdings haben manche ISDN-Karten zusätzliche IC, die eine derartige analoge Modemfunktion zur Verfügung stellen, integriert. ISDN-Modemverbindungen werden sehr schnell aufgebaut und lassen sich relativ problemlos abwickeln (Eurotransfer, Kompression und Blockgröße einstellen). Die Datenübertragungsrate eines B-Kanals von 64 kBit/s läßt sich durch Kanalbündelung auf 128 kBit/s verdoppeln allerdings fallen für die Verbindung dann auch die doppelten ISDN-Kosten an).
ISDN-Kosten [Telekom-Telefon: 0130 7000; Fax: 0130 7707]
Der Anschluß kostet beim Basisanschluß einmalig 100 DM (Primärmultiplexanschluß 200 DM), die Montage des NT weitere 100 DM. Zusätzliche Installationen (S0-Dosen, TK-Anlagen) werden nach Aufwand berechnet und müssen nicht unbedingt von der Deutschen Telekom ausgeführt werden, die stündlich 115 DM und für die Anfahrt 82,80 DM berechnet ohne Materialkosten).
Der monatliche Grundpreis für den Mehrgeräte-Komfortanschluß beträgt 69 DM ab 1.7.96: 51 DM), der Standardanschluß schlägt mit 64 DM 46 DM) und der Einfachanschluß mit 59 DM 44 DM) zu Buche. Ab 1.7.96 ist somit ein ISDN-Anschluß, der zwei Leitungen und drei Rufnummern bietet, billiger als zwei herkömmliche analoge Anschlüsse, weil die Ermäßigung für einen Zweitanschluß ab dem 1.1.96 weggefallen ist.
Ein Primärmultiplexanschluß kostet als Einfachanschluß 498 DM, als Standardanschluß 518 DM und als Komfortanschluß 558 DM. Die Verbindungskosten bei ISDN entsprechen denen des analogen Telefonnetzes, Telekom-Kosten
ISDN-Leistungsmerkmale Anklopfen, Anrufweiterschaltung, detaillierte Rechnung, Dauerüberwachung, Geschlossene Benutzergruppe, Halten, Identifizieren, Mehrfachrufnummer, Sperre, Subadressierung, Umstecken am Bus, Übermittlung der verbrauchten Einheiten, Übermittlung der Rufnummer des Angerufenen, fallweise und ständige Unterdrückung der Anzeige der Rufnummer des Angerufenen bzw. des Anrufers.
ISO [Abk. für International Organization for Standardization; http://www.iso.ch]
1964 gegründete weltweite Organisation für Standardisierung mit Sitz in Paris, die internationale Normierungsgremien koordiniert. Die bekannteste Empfehlung der ISO ist das OSI-Schichtenmodell.
Isochron Bei i. Datenverkehr kommt es darauf an, daß die Datenpakete innerhalb einer garantierten Zeit eintreffen (Zeittransparenz). Dies ist z.B. für aussetzungsfreie Sprach-und ruckelfreie Videoübertragung bei Videokonferenzen Voraussetzung (ATM).
ISODE [Abk. für ISO Development Environment]
Das Softwarepaket ISODE (ISO Development Environment) ist eine Entwicklungsumgebung unter Unix für OSI-Kommunikationssoftware. Es enthält die Implementierung der höheren Protokolle des OSI-Schichtenmodells und einiger Anwendungsdienste - wie Directory Service nach X.500, FTAM und VT - auf der Basis verbreiteter Transportsysteme (TCP/IP). Sämtliche Dienstkomponenten werden in Bibliotheken bereitgestellt, die umfangreich dokumentiert sind. Eng verbunden mit ISODE ist PP, ein Message Transfer Agent (MTA) auf der Basis von MHS nach X.400 und Internet-Email. ISODE ist bislang frei verfügbar, herstellerunabhängig und weltweit verbreitet. Durch Forschungsprojekte und Erfahrungsaustausch der Anwender erfolgt eine ständige Weiterentwicklung.
ISO/IEC DIS 11801 Standard zur Verkabelung.
IT Abk. für: Informations-Technologie
ITU [Abk. für International Telecommunications Union]
1865 in Paris gegründete weltweite Organisation mit Sitz in Genf, die Empfehlungen für Telekommunikationsstandards verabschiedet und damit Grundlagen für Standards schafft.
Bis zum 1.7. 1994 wurde ITU in vier Komitees gegliedert:
  • BDT (Bureau of Telecommunication Development)
  • CCIR (Comité Consultatif International des Radiocommunications)
  • CCITT (Comité Consultatif International de Télégraphique et Téléphonique)
  • IFRB (International Frequency Registration Board) Zur Zeit ist ITU aus drei Abteilungen zusammengesetzt:
    • BDT (siehe oben)
    • BR (Bureau of Radiocommunication); zuständig für Kommunikation über Funkwellen
    • TSB (Telecommunication Standardization Bureau); Standardisierungsgremium
    Frühere Modem-Standards der CCITT werden jetzt von ITU weiterentwickelt. Die Bezeichnung einer ITU-Empfehlung setzt sich zusammen aus einem Buchstaben, Punkt und Seriennummer (z.B. V.34). Folgt der Bezeichnung bis oder ter, so bezieht sich dies auf die zweite oder dritte Version der Empfehlung.
ITU-TSS [Abk. für International Telecommunications Union - Telecommunications Standards Sector]
Abteilung innerhalb der ITU für Standards aus dem Bereich der Telekommunikation.
IVS [Abk. für: IBM-Verkabelungs-System]
z.B. Typ 1: STP
IWF [Abk. für Interworking Function]
Netzanpassung (Protokoll-Umwandlung).
IWS [Abk. für Independend Workstation]
Aktiv am Netzwerk beteiligte Station.
IWV Impulswahlverfahren