<%@ Language=JavaScript %><%@ Language=JavaScript %> Lexikon der Telekommunikation, H

H

H.221 CCITT-Standard bei Videokonferenz-Systemen, der die Methode der Synchronisation von Audio und Video bestimmt (Aufteilung der Bandbreite in Subchannels, Reihenfolge der H.261-Pakete).
H.242 Standard für Videokonferenz-Systeme, der die Protokolle zum Verbindungsaufbau definiert.
H.261 CCITT-Standard für Datenübertragungsraten von n*64 kBit/s (z.B. 64, 128, 192 kBit/s), der das Kodieren und Dekodieren (Kompressionsalgorithmen) von digitalen Videosignalen definiert, CIF.
H.323 Standard für Audio-, Videokonferenz-Systeme in lokalen Netzen und Corporate Networks, die noch keinen Quality of Service garantieren. Audio ist Pflicht und Video ist optional.
Die H.323 Empfehlung beschreibt die Komponenten dieses Komplettsystems.
Hacker In der ursprünglichen Bedeutung Bezeichnung für jemand, der sich unerlaubt Zugang zu fremden Rechnern über ein Netzwerk verschafft. Inzwischen wurde der Begriff ausgeweitet auf Computerexperten und außergewöhnlich gute Programmierer.
Halbduplex Bei einer Datenübertragung im H.-Verfahren können die beteiligten Geräte (DÜE) nur abwechselnd senden; vgl. Vollduplex.
Halten
  1. Funktion bei Mobiltelefonen, ein geführtes Gespräch ohne aufzulegen zu unterbrechen und statt dessen z.B. einen weiteren Anruf zu tätigen. Das gehaltene Gespräch kann jederzeit wieder aufgenommen werden.
  2. Bei ISDN wird damit das Diensteangebot Rückfragen, Makeln und Dreierkonferenz beschrieben: ein ankommendes Gespräch kann unterbrochen und ein dritter Teilnehmer angerufen werden (Rückfragen); nach der Rückfrage kann das dritte Gespräch beendet, zwischen beiden Gesprächen hin- und hergeschaltet (Makeln) oder zu dritt gleichzeitig telefoniert werden (Dreierkonferenz).
Handover Beim Mobilfunk die automatische Übergabe eines Gesprächs zwischen den beteiligten Basisstationen.
Handshake Datenflußkontrolle, das Händeschütteln zweier Kommunikationspartner: es wird signalisiert, wer wann senden darf, s. Verbindungseinstellungen.
Handy Umgangssprachliche Bezeichnung für ein Mobiltelefon, das nicht für den Festeinbau im Kraftfahrzeug gedacht ist, sondern durch einen leistungsfähigen Akku und handliche Größe mobil einsatzfähig ist.
Hang Up Auflegen des Modems bei der DFÜ, s. AT-Befehlssatz.
Hardware Elektronische Bauteile eines Computers: PC, Systemplatine (vgl.: Software).
Hauptspeicher Computerprogramme (Software) müssen im Computer vorrätig gehalten werden. Im H. (auch nach der Technologie benannt: RAM) werden alle Daten und Programme abgelegt, die der Prozessor manipulieren bzw. abarbeiten soll. Der Inhalt des RAM geht verloren, sobald der Computer ausgeschaltet wird (vgl. ROM).
Die kleinste Einheit, die dabei angesprochen werden kann, ist ein Bit. Jedes Bit kann 2 Zustände annehmen, entweder 0 oder 1. Acht Bits werden zu einem Byte zusammengefaßt. In einem Byte können 256 (28) verschiedene Zahlen kodiert werden, ein Byte reicht also vollkommen aus, um die 26 Buchstaben des Alphabets aufnehmen zu können. Wenn der Computer sich „Ich denke, also bin ich" merken soll, benötigt er somit 22 Bytes (Leerzeichen zählen ebenso). Die Größe des H. bestimmt die Größe der Texte oder Programme, die vom Prozessor gleichzeitig (ohne Nachladen von Festplatte) verarbeitet werden können. Seine Größe wird üblicherweise in Megabyte (1 Million Byte, MB) angegeben. Da im Computerbereich das duale Zahlensystem die grundlegende Basis bildet, und nicht das Zehner- oder dekadische System wie z.B. beim metrischen System oder beim Geld, entspricht ein MB nicht einer Million, sondern 220, das sind genau 1.048.576 Bytes. Ein KB (Kilobyte) sind auch nicht 1000 Bytes, sondern 1024. Für heutige PC sind 8 oder 16 MB Hauptspeicher üblich. DOS-Pogramme können allerdings nur 640 KB nutzen.
Hayes-Befehlssatz Nach dem Erfinder des Standard-Modems für PC benannte, inzwischen allgemein übernommene Befehle zur Steuerung von Modems durch den Computer, s. AT-Befehlssatz.
Hayes-Standard AT-Befehlssatz
HDLC [Abk. für High-Level Data Link Control]
Von der ISO definiertes (ursprünglich von IBM entwickeltes) Protokoll (Bit-orientierte synchrone Datenübertragung auf der Grundlage von Frames) für Netzwerke, die auf Paketvermittlung basieren.
HDTV [Abk. für High Definition Television]
Standard für hochauflösendes Fernsehen. Im Vergleich zum herkömmlichen Fernsehen nach der PAL-Norm werden mehr Bildpunkte und ein anderes Format (ähnlich einer Kinoleinwand) definiert.
Headset Kombination aus Mikrofon und Kopfhörer, nötig für Freisprechen
Hertz [Abk. Hz]
Einheit der Frequenz; 1 Hz entspricht einer Schwingung pro Sekunde.
HF-Kopplungs-
widerstand
Verhältnis der Spannungen längs des Schirms eines gestörten Verkabelungsstroms und des Stroms des störenden Systems, Kennwert für Kabel.
HL Kupferkabel mit hoher Übertragungsleistung (vgl. NL); 2 bis 100 MHz Bandbreite auf einer Länge von 100 m
HLM [Abk. für Heterogenous LAN Management]
Von IBM und 3COM entwickelter Standard zur Verwaltung von Token-Ring- und Ethernet-LANs.
Homebanking Erledigung der Bankgeschäfte von zu Hause aus, im Moment in Deutschland nur über den Online-Dienst der Deutschen Telekom, T-Online, möglich. Man benötigt für H. eine Identifikationsnummer (PIN) und pro Überweisung bzw. gesichtertem Bankgeschäft eine Transaktionsnummer (TAN). Jede TAN kann nur im Zusammenhang mit der PIN verwendet werden und verfällt, sobald sie gebraucht wurde. Deshalb bekommt man von der Bank auch immer mehrere TAN zugeschickt. Viele Banken fördern H. mit niedrigeren Kosten für den Kunden pro Überweisung als bei einer herkömmlichen schriftlichen Überweisung. Allerdings muß im Mißbrauchsfall der geschädigte Kunde nachweisen, daß nicht er die Überweisung veranlaßt hat.
Homepage Haupt- oder Leitseite eines Benutzers oder einer Firma im World Wide Web, s. index.html
Home-Shopping Electronic Shopping
Hook Flash Eine kurze Unterbrechung der Telefonverbindung (Drücken der Telefongabel für 250 bis 950 Millisekunden). Damit wird im analogen Netz bei digitalen Vermittlungsstellen die Parkfunktion ausgelöst, was das gerade geführte Gespräch nicht unterbricht. Nun kann z.B. eine andere Telefonnummer gewählt und eine Dreierkonferenz aufgebaut werden.
Host [engl. Wirt, Gastgeber]
Ein Server eines Netzwerks (z.B. Internet), der seinen Benutzern Informationen zur Verfügung stellt.
HPCCI [Abk. für High Performance Computing and Communications Initiative]
Teil der NII.
HPCS [Abk. für High Performance Communication Server]
Speziell auf Novell Netware-Umgebungen (über NLM) ausgerichteter Multimedia-Standard, der Email, Fax, Sprach- und Datenübertragung, Modem-Sharing usw. unterstützt. Zwischen den Kommunikationsdiensten kann dabei automatisch umgeschaltet werden, d.h., ein Adressat, dessen Email-Kennung nicht bekannt ist, erhält eine Email als Fax. Zukünftig soll es auch möglich sein, Text zu übersetzen und sprachlich zu übertragen.
HPR [Abk. für High Performance Routing]
Auf ANR aufsetzendes Routing-Protokoll.
HSD Abk. für High Speed Data
HSSI [Abk. für High-Speed Serial Interface]
Serielle Schnittstelle mit hoher Datenübertragungsrate.
HST Firmennorm von USRobotics für eine Datenübertragungsrate über Modems mit 16.800 Bit/s
HTML [Abk. für Hypertext Markup Language]
Dokumentbeschreibungssprache, die das Aussehen von Dokumenten für WWW definiert. Mittels Tags (Kürzeln) werden Überschriften, Listen, Bilder usw. im Text definiert. Vielfältige Textfomatierungen für Aufzählungen etc. sind genauso wie das Einbinden von Bildern möglich. Die Darstellung des Textes wird dem Browser überlassen, so daß ein HTML-Dokument bei verschiedenen Browsern unterschiedlich aussehen kann (die logische Struktur muß von diesen aber gleich dargestellt werden).
Darüber hinaus lassen sich durch Hyperlinks Verweise auf andere Textteile oder andere HTML-Seiten im Internet mittels des URL-Adressierungsmechanismus in ein Dokument einfügen. Diese Verweise können auf das gleiche Dokument, auf andere Seiten desselben Servers oder auf Seiten anderer Server im Internet verweisen.
Das Erstellen und Edieren von HTML-Dokumenten kann durch normale ASCII-Editoren erfolgen, es gibt aber auch spezielle HTML-Editoren. HTML wird ständig durch die Definition neuer Tags weiterentwickelt.
HTTP [Abk. für Hypertext Transport Protokoll]
Auf TCP/IP aufsetzendes Protokoll, das den Transport von Hypertextseiten (HTML-Seiten) im WWW festlegt und nach dem Client/Server-Prinzip arbeitet: Anfragen von H.-Clients werden von H.-Servern bedient. Bei HTTP werden keine ständigen Verbindungen (wie z.B. FTP) verwendet, sondern für jede Anfrage (vom Client) wird eine Verbindung eröffnet, auf die Antwort (vom Server) gewartet, und die Verbindung dann wieder abgebrochen (dadurch werden die Ports der HTTP-Server nicht belegt). HTTP wird auch zur Datenübertragung von Proxy-Servern verwendet. Der Browser adressiert dann nicht direkt einen Computer im Internet, sondern sendet die URL über einen HTTP-Aufruf an den Proxy. Dieser hält über eine Cache-Funktion häufig abgerufene Internet-Daten vorrätig; falls er den Aufruf nicht aus dem Cache bedienen kann, holt er die Information von dem entfernten Rechner.
Hub Vermittlungsknoten eines Netzwerks, die der Verknüpfung der Computer im Netzwerk dienen. Bei Arcnet mußten über einen H. die angeschlossenen Stationen sternförmig zusammengeschaltet werden, bei Ethernet können durch H. Subnetze gebildet werden. Inzwischen können Switching Hubs Netzsegmente und sogar unterschiedliche Topologien formen.
Huffman Kodierungsverfahren zur Datenkompression: die am häufigsten auftretenden Bytes (Zeichen) im Datenstrom werden gesucht und mit einem 3-Bit-Code abgekürzt. Bei häufig vorkommenden Zeichen werden so 5 Bit eingespart, seltenere Byte-Werte müssen allerdings mit mehr als 8 Bit kodiert werden.
Hybridadapter Steckkarte, die sowohl ein Modem für ISDN (herkömmliche ISDN-Karte) als auch ein für das analoge Netz geeignete Faxmodem enthält. Dadurch kann der H. auch von ISDN aus mit den weit verbreiteten Geräten des analogen Netzes problemlos kommunizieren.
Hybride Netze öffentlichen und privaten Netze, die meist über ein Gateway miteinander verbunden sind.
Hyperlink Verknüpfung im Hypertext. Der H. wird in URL-Schreibweise angegeben und definiert den Computer im Internet, das Verzeichnis und die Datei, auf die verwiesen wird.
Wird der H. (farbig hervorgehobener Text oder eine Grafik) angeklickt, versucht der Browser sofort, Kontakt mit dem anderen Computer aufzunehmen und die Information abzurufen.
Hypertext Bisher bestand ein Text aus Fließtext mit zusätzlichem Kopf- und Fußtext, Index, Anhang und Zitaten, der dem Leser in engen Grenzen vorschrieb, wie er gelesen werden mußte. H. dagegen erlaubt Verzweigungen im Text und gibt dem Leser die Wahlmöglichkeit, welchen Teil er als nächstes lesen will. H. kann nur am Computer gelesen werden, auf Papier verliert sich die Interaktivität der Wahl, d.h. die Möglichkeit, über Mausklick im H. hin- und her zu springen.
Mit H. lassen sich Dokumente verknüpfen. Statt zu zitieren, genügt z.B. ein Verweis (Hyperlink) auf das ganze zitierte Original-Dokument, das auf Wunsch des Lesers aufgerufen und an der zitierten Stelle angezeigt wird. Gliederungstext wird nur dann gezeigt, wenn der Leser dies will. Diese Verweise oder Verzweigungen können sich durch ein ganzes Netzwerk bewegen und theoretisch beliebig tief verschachtelt sein. Außerdem besteht keine Beschränkung auf herkömmlichen Text, vielmehr können auch Bilder, Töne oder Filme eingebunden sein. H. ist z.B. Bestandteil des World Wide Web und des Hilfesystems von Windows.
Hz Hertz