<%@ Language=JavaScript %><%@ Language=JavaScript %> Lexikon der Telekommunikation, F

F

Faksimile [das; lat.: mach ähnlich!]
Getreue Nachbildung einer Vorlage, s. Telefax
Fall-Back Mit F. bezeichnet man das Umschalten eines Modems auf eine niedrigere Datenübertragungsrate bei schlechter Qualität der Telefonleitung.
Fangschaltung Möglichkeit, die Telefonnummer eines Anrufers feststellen zu lassen, vgl. Identifizieren.
FAQ [Abk. für Frequently Asked Questions]
Sammlung von häufig gestellten Fragen zu einem bestimmten Themenbereich (Forum) sowie die dazugehörenden Antworten. Durch einen Hinweis auf die entsprechende FAQ wird neuen Anwendern die Gelegenheit gegeben, die gängigen Standard-Probleme eigenständig zu lösen. In der Regel werden die F. von Ihren Herausgebern ediert, zusammengestellt und ständig fortgeschrieben und nur unter der Auflage der kostenlosen Weitergabe veröffentlicht.
Fast Ethernet Ethernet mit 100 MBit/s (Datenübertragungsrate IEEE 802.3), z.B. durch 100BaseVG oder 100BaseTX; Bei der Aufrüstung von normalem Ethernet auf F. müssen die Netzwerkarten (und Hubs) ausgewechselt werden, die bestehenden Programme können unverändert weiterbetrieben werden.
Fax [Abk. für: Faksimile, wörtl.: getreue Abbildung]
Fernkopie(rer): Dienst, mit dem sich schriftliche Vorlagen über Telefonleitung kopieren lassen. Doppeldeutiger Ausdruck, einerseits für das übertragene Dokument, andererseits für Faxgerät, das Gerät mit dessen Hilfe die Vorlage übertragen wird. Als Basisformat wurde international ISO A4 vereinbart. Um eine gute Übertragungsqualität zu gewährleisten, sollte das Papier nicht zu dick und nicht eingerissen oder geknittert sein. Außerdem lassen sich farbige Papiere manchmal schlecht per Fax übertragen (z.B. schwarze Schrift auf rotem Papier). Beim Fernkopieren wird die Vorlage fotoelektronisch in Rasterpunkte zerlegt, die Information zum Empfänger übertragen und dort wieder zusammengesetzt. Die meisten Faxgeräte arbeiten nach dem G3-Standard.
Faxabruf Fax-Polling
Faxgerät Fernkopierer; Gerät, das über eine Telefonleitung Dokumente kopieren kann: abhängig von dem verwendeten Druckmedium wird zwischen den moderneren Normalpapier- und Thermopapierfaxgeräten unterschieden.
Faxkarte Steckkarte für einen Computer, die in Verbindung mit einer Fax-Software den Faxversand und -empfang ermöglicht. Inzwischen gibt es kaum mehr eigenständige F., die Faxfunktionen sind zusätzlich zu den Modemfunktionen (für den Datentransfer) in einer Faxmodemkarte integriert.
Faxklasse 1 Class 1
Faxklasse 2 Class 2
Fax-Logbuch Protokoll über alle ein- und ausgehenden Faxübertragungen eines Telefaxgeräts. Meistens werden in einem F. Datum und Uhrzeit, Identifikation des anderen Faxgerätes, Name des Empfängers, der Status (z.B. OK oder Besetzt) sowie die Dauer der Übertragung erfaßt. Faxgeräte können so konfiguriert werden, daß sie das F. wöchentlich, täglich, oder nach jeder Faxübertragung ausdrucken. Faxmodems speichern diese Informationen in einer eigenen Datei, die z.B. ausgedruckt werden kann. Vor Gericht haben F. als Urkunde keine Beweiskraft, da Datum und Uhrzeit beim Faxgerät beliebig manipuliert werden können, ebenso die Absenderkennung.
Faxmailing Versand von Werbeinformationen über Fax. Unaufgeforderte F. sind verboten, d.h. man erhält diese aktuellen Werbungsschreiben nur, wenn man der werbenden Firma vorher sein Einverständnis mitgeteilt hat. F. kommen für die werbende Firma i.a. billiger als ein Brief und sind zudem aktueller.
Faxmodem [auch:Faxmodemkarte]
Modem mit integrierten Faxfunktionen; um ihre Faxfunktionen einsetzen zu können, werden spezielle Programme (Faxsoftware) benötigt.
Bei F. unterscheidet man den Class 1 und den Class 2-Übertragungsstandard, manche Karten bieten nur eine Ansteurungsmöglichkeit an, die Faxsoftware muß dementsprechend konfiguriert werden (über den AT-Befehl AT+FClass=? lassen sich die unterstützten Fax-Klassen ausgeben). Einige ISDN-Karten unterstützen durch Emulation die analoge Faxübertragungsnorm G3. Für die Vorteile einer Ausführung des F. als Steckkarte für den PC: internes Modem; für die eigenständige Version: externes Modem; vor dem Einsatz eines F. müssen die Verbindungseinstellungen konfiguriert werden.
Fax on Demand Faxpolling
Faxphone Kombigerät aus Fax und Telefon; man unterscheidet
  • Faxgeräte, mit denen man auch telefonieren kann
  • Geräte, die eher als Telefon mit zusätzlicher Faxmöglichkeit gedacht sind Bei ersteren lassen die Telefonfunktionen zu wünschen übrig (Übertragungsqualität, Funktionsausstattung), bei letzterem wurde an den Fax-Funktionen gespart (Übertragungsqualität, Anzahl der Graustufen, Funktionsumfang, usw.), aber manche haben den Vorteil, daß man bei Stromausfall noch telefonieren kann. Hochwertige F. werden auch als Kombifax bezeichnet. Meistens bieten F. vier Einstellungen:
  • Ext: mit externem Anrufbeantworter
  • Fax: reines Faxgerät
  • Tel: Telefon
  • Tel/Fax: automatische Umschaltung zwischen Telefon und Fax-Funktion Unter TAE werden die Anschlußmöglichkeiten eines F. dargestellt. Höherwertige Alternative (F. mit eingebautem Anrufbeantworter) ist ein Kombifax.
  • Fax-Polling [engl. Faxwahl]
    Abruf von Informationen über ein Faxgerät, ein Faxmodem oder eine Faxkarte. Dabei wird über das eigene Faxgerät ein anderes Faxgerät angewählt und dort bereitgestellte Unterlagen abgerufen. Voraussetzung für ein F. ist, daß das anfordernde Gerät über eine Abruffunktion verfügt. Zum Start eines F. ist vor der Eingabe der Faxnummer z.B. die Taste R/Fernabruf zu betätigen. F. wird zunehmend von Firmen, Verlagen u.ä. eingesetzt, um ständig aktualisierte Informationen einem breiteren Kreis von Interessenten jederzeit zugänglich zu machen und zugleich die Kosten für Faxmailings o.ä. zu sparen. Allerdings reicht hierfür ein normales Faxgerät nicht mehr aus, vielmehr muß ein Fax-Informations-System (z.B. über einen Faxserver) eingesetzt werden. Dabei wird der Abruf einer bestimmten Information durch Eingabe einer zusätzlichen Ziffer zur Rufnummer gestartet. Die gesamten Gebühren beim F. trägt stets der Teilnehmer, der den Abruf veranlaßt.
    Faxserver Arbeitsstation im Netzwerk (auch eine Faxkarte im Server), die Versand, Empfang und Verteilung von Faxsendungen für alle in das Netz integrierten Arbeitsstationen übernimmt. Ein F. kann mit der entsprechenden Software auch Fax-Polling bereitstellen.
    Faxsoftware Anwendungsprogramm für das Erstellen, Versenden, Empfangen und Archivieren von Faxen. Neben einem Faxmodem wird geeignete F. als dritte Komponente für den Empfang und den Versand eines Fax mit dem PC benötigt. Die Anforderungen an eine F. hängen von der Art der Nutzung ab, an Funktionen werden u.a. geboten:
    • die Möglichkeit, Faxe direkt aus einer Anwendung heraus zu versenden
    • Fax-Telefonbuch mit Name, Anschrift und Faxnummern der Empfänger
    • Vorschaumöglichkeit der empfangenen Faxe am Bildschirm (spart Papier)
    • Rundfaxfunktionen. Durch Markieren mehrerer Empfänger im Fax-Telefonbuch wird eine Empfängerliste zusammengestellt, an die das gleiche Fax gesendet wird.
    • Fax-Logbuch
    • zeitverzögerter Faxversand (z.B. um Telekom-Kosten zu sparen)
    • Auswahl an fertigen Deckblättern
    • Weiterleiten von Faxnachrichten an ein anderes Faxgerät
    • Optische Texterkennung. Eingehende Faxsendungen werden in der F. als Grafikdatei gespeichert, auch wenn es sich um reinen Text handelt. Um den Text von anderen Anwendungen weiterbearbeiten zu können, muß die Grafik erst durch OCR in Text umgewandelt werden.
    • Einlesen von Dokumenten mit Hilfe eines Scanners. Ein in einem Anwendungsprogramm erstelltes Dokument wird mit Hilfe einer F. direkt aus dem PC heraus als Fax verschickt. Das ist der Vorteil, gleichzeitig aber auch der Nachteil einer PC-gesteuerten Faxlösung. Nachteil deshalb, weil nur mit dem PC erstellte Dokumente gesendet werden können. Manche F. verfügen über die Möglichkeit, eingescannte Dokumente zu verarbeiten.
    • Serienfaxfunktion. Im Unterschied zum Rundfax wird beim Serienfax das Anschreiben und die Anrede individuell gestaltet, wodurch beim Empfänger der Eindruck eines persönlichen Anschreibens und nicht einer Massendrucksache entsteht.
    • Zusammenstellung eines Faxes aus verschiedenen Dokumenten.
    Auf dem PC-Bereich haben sich F. für das Betriebssystem Windows durchgesetzt. Das hat den Grund, daß einige Funktionen wie Emfang im Hintergrund oder der Versand aus einer Anwendung heraus leichter zu realisieren sind. Mit der Installation der F. wird ein spezieller Druckertreiber eingerichtet. Dieser Druckertreiber ist als Drucker in der Windows-Systemsteuerung aufgeführt., das Senden des Dokumentes wird als normaler Ausdruck mit dem Faxtreiber als Drucker gestartet. Die F. fängt den Druckvorgang ab und blendet ein Fenster ein, in das die Daten des Empfängers einzutragen sind bzw. es erfolgt eine Auswahl aus dem Adreßbuch. Anschließend erfolgen automatisch Anwahl und Faxversand.
    Bei Windows 95 wird die umfangreiche F. Microsoft Exchange Fax mitgeliefert. Für deren Erweiterung und ältere Windows-Versionen bietet sich der Marktführer WinFax Pro 4.0 (Windows 95 WinFax Pro 7.0) für ca. 250 DM an. Das Programm belegt gut 18 MByte auf der Festplatte und bietet die Bereitstellung von Fax-Polling sowie den Fehlerkorrekturmodus ECM.
    FAXT [Abk. für Far End Crosstalk]
    Fernnebensprechen, s. Nebensprechen
    Faxweiche Gerät, das einen ankommenden Anruf annimmt und anhand des CNG-Tons entscheidet, ob die Verbindung zu Fax oder Telefon (Anrufbeantworter) durchgestellt wird.
    FCC [Abk. für Federal Communications Commission]
    Amerikanische Behörde zur Prüfung von Telekommunikationsendgeräten.
    FCS [Abk. für Frame Check Sequence]
    Prüfsumme (meist 16 Bit) über die Daten bei synchroner Übertragung.
    FDDI [Abk. für Fiber Distributed Data Interface]
    Eigentlich optische (inzwischen auch über Kupferkabel eingesetzt, CDDI) Netzwerktechnologie nach ANSI X3T9 mit 100 MBit/s Datenübertragungsrate. FDDI steuert den Zugriff mittels dem modifizierten Token-Passing-Prinzip, das mehrere Tokens gleichzeitig erlaubt. Es werden vier Protokollebenen spezifiziert. Der Vorteil von FDDI gegenüber dem moderneren ATM besteht darin, daß es seit Jahren im Einsatz ist und somit eine sichere Technologie darstellt.
    FDDI-Pakete haben eine Länge von 4472 Byte (Header 28 Byte).
    FDM [Abk. für Frequency Division Multiple]
    Frequenzmultiplex-Verfahren, Multiplexer
    FDMA [Abk. für Frequency Division Multiple Access]
    Zuweisungsverfahren auf der Basis von Frequenz-Multiplexing; jede Übertragung erhält eine eigene Frequenz (vgl. TDMA).
    Fehlerdämpfung [engl. return loss]
    Kennwert für Kabel. F. ist der Signalverlust an einer Steckverbindung durch die Reflexion eines Signals (Impedanz, Fehleranpassung); der Wert wird in dB in Abhängigkeit von der Frequenz angegeben.
    Fehlerkorrektur Erkennen und automatische Korrektur von Fehlern bei der Datenübertragung, z.B. mit Hilfe einer Prüfsumme oder eines Paritätsbits.
    Fenstergröße Anzahl der Datenpakete, die ein Sender ohne Erhalt einer Empfangsbestätigung (ACK) vom Empfänger senden darf.
    FEP Abk. für Front end processor
    Fernecho Beim Telefonieren auftretender Echoeffekt, der aufgrund der nicht exakten Anpassung des Zweidraht-Vierdraht-Übergangs (in der Vermittlungsstelle) entsteht. Der Sender hört sein eigenes gesendetes Signal als Echo, weil es vom Empfänger (leise) wieder zurückgespielt wird. Damit ein Modem möglichst nur das Empfangssignal verarbeitet, wird das F. durch Echokompensation herausgerechnet (vgl. Nahecho).
    Fernkopierer Telefaxgerät
    Fernmeldeamt [heute: TELEKOM-Niederlasung]
    Zuständig für die Bereitstellung von Telekommunikations-Dienstleistungen der Deutschen Telekom innerhalb eines regionalen Bereichs.
    Fernschreiben Telex
    Fernsprechnetz Weltweit ausgebautes Telefonnetz, das mit einem Akustikkoppler oder einem Modem auch zur Datenübertragung genutzt werden kann.
    Fernwirken Überwachung und Steuerung von Geräten und technischen Anlagen (z.B. Meßgeräte, Alarmanlagen) durch Telekommunikationseinrichtungen.
    Fido-Netz [auch: Fido-Net]
    Ältestes privat betriebenes und weltweit verbreitetes Mailbox-Netz. F. wurde 1984 von dem Apple-Programmierer Tom Jennings begründet. Angeblich benannte er das Netz nach seinem Hund Fido.
    F. steht nicht für ein bestimmtes Betriebssystem, sondern definiert ein Protokoll. Daher kann der Aufbau von F.-Mailboxen durchaus unterschiedlich sein. Das gemeinsame Protokoll läßt dennoch einen weltweiten Datenaustausch zwischen allen F.-Mailboxen zu. Inzwischen sind im F. ca. 20000 Nodes (6500 in Deutschland mit ca. 40000 Benutzern) zusammengeschlossen. Allerdings führte diese rasche Ausdehnung des F. zwangsläufig zu einem vermehrten Verwaltungsaufwand. Organisatorisch versuchte man diesen durch eine zentrale Struktur zu kanalisieren. Ergebnis war die Schaffung eines Koordinators und die Einführung von Regeln (Netiquette). Diese werden in F. als Policy bezeichnet und stellt eine Art Satzung dar, in der detailliert die Organisation des F., die Zuständigkeiten der einzelnen Gremien sowie die Regeln der Kommunikation, eine Art Knigge des F., festgeschrieben sind. Zudem beinhaltet die Policy einen Strafkatalog bei Verstößen gegen die Netzregeln. Um eine Mailbox an das F. anzuschließen, muß der jeweilige Sysop die Gültigkeit der Policy verbindlich anerkennen. Organisatorisch ist F. in sechs geographisch definierte Zonen (Zones) eingeteilt:
    • Zone 1: USA/Kanada
    • Zone 2: Europa
    • Zone 3: Australien, Ozeanien, Hongkong
    • Zone 4: Südamerika
    • Zone 5: Afrika
    • Zone 6: Asien
    Jede einzelne Zone ist wiederum in Regionen (Länder) untergliedert, sie werden durch eine zweistellige Ziffer gekennzeichnet (Deutschland hat die Nummer 24). Regionen gliedern sich wiederum in Netzwerke, denen eine drei- bis vierstellige Kennziffer zugewiesen ist. Netze werden aus einem Zusammenschluß verschiedener Mailboxen, den sog. Nodes gebildet, die durch eine drei- bis fünfstellige Ziffernfolge gekennzeichnet werden. Zusätzlich gibt es im F. die Möglichkeit, im Bereich eines Nodes Points einzurichten, die kleinste Organisationseinheit im F. Points werden jeweils fortlaufend durchnumeriert, wobei der übergeordnete Node die Point-Adresse 0 bildet. Eine F.-Adresse lautet allgemein: Zone:Net/Node.Point
    Zu beachten ist, daß Zone und Netz durch einen Doppelpunkt getrennt werden, Netz und Node durch einen Schrägstrich und Node und Point durch einen Punkt, z.B. 2:2452/172 Diese Adresse bedeutet: Zonennummer 2 für Europa, in der Bundesrepublik Deutschland (Region 24) Netznummer 52, dann Nodenummer 172.
    Die volle Adreßangabe ist nicht immer erforderlich: Bei fehlender Zonenangabe wird die aus dem Node hergeleitete Zone, bei fehlendem Point der Point 0 angenommen. Daher sind die Adreßangaben 2:2452/172.0 und 2452/17 identisch.
    FIFO [Abk. für First in, first out; auch FIFO-Chip]
    1. Speicher (oder Prozeß), der die zuerst (beim Schreiben) eingegebenen Daten auch als erste (beim Lesen) wieder ausgibt, vgl. LIFO.
    2. Bezeichnung für den Schnittstellenbaustein 16550.
    File wörtl.: Datei
    Filetransfer Datenübertragung durch Upload oder Download.
    Filetransferprotokoll s. FTP
    Filerequest [wörtlich: Dateianforderung]
    Automatischer Download, z.B. beim Fido-Netzwerk, bei dem der Point Nachrichten und Dateien vom Node anfordert.
    Fileserver Server
    Finger Internet-Dienst, der detaillierte Informationen über einen Benutzer eines Computers ausgibt (z.B. Onlinestatus, Name, Email-Status, Dateiinhalt von .plan). Die tatsächliche Ausgabe hängt von der Konfiguration des adressierten F.-Servers ab, gegenwärtig werden immer weniger Informationen aus Datenschutzgründen ausgegeben. Beispiel:
    finger earthquake@geophys.washington.edu
    Firewall Schützt ein internes (z.B. Unternehmens-)Netzwerk, das an externe Netzwerke (z.B. Internet) angeschlossen ist, vor unberechtigten Zugriffen oder Eindringlingen. F. bieten inzwischen auch Adreßübersetzung (falls die interne IP-Nummernvergabe mit externen Internet-Adressen kollidieren sollte). Bei einer F. werden alle Internet-Anforderungen der LAN-Rechner über einen Proxy-Server abgewickelt, der auch die aus dem Internet ankommenden Wünsche abfangen kann.
    FIS [Abk. für Fax-Informations-System]
    Fax-Polling
    Flame Begriff aus der Newsgroup- und Chat-Szene, beschreibt das Beschimpfen eines Benutzers wegen dessen Äußerungen oder Taten.
    Flash
    1. Beim Telefon: Unterbricht den a-b Kreis, z.B. zur Amtsholung bei TK-Anlagen, s. Hook-Flash.
    2. Flash-Eprom: Eprom, das sehr einfach umprogrammiert werden kann. Dazu wird ein spezielles Programm benötigt, das auf die Hardware abgestimmt ist. Oft muß zusätzlich ein Jumper gesteckt werden.
    Flowcontrol Datenflußkontrolle
    Flußsteuerung Datenflußkontrolle
    FM Abk. für: Frequenzmodulation
    Foren [Singular: Forum]
    Bezeichnung für sämtliche schriftliche Diskussionsmöglichkeiten z.B. einer Mailbox oder des Internet (Newsgroups).
    Forum [das; aus dem Lat.: Markt, Marktplatz; auch: Area, Brett, Newsgroup]
    Treffpunkt zum Austausch von Nachrichten und Informationen in einem Online-Dienst oder einer Mailbox (CompuServe), vgl. Newsgroups. Ein elektronisches Nachrichtenforum ermöglicht asynchrone (die Kommunikationspartner müssen nicht zeitgleich anwesend bzw. online sein) schriftliche Kommunikation, gebündelt nach bestimmten Themengebieten. Üblicherweise werden sämtliche Diskussionsbeiträge zu einem Thema zusammengefaßt angezeigt. Synchrone schriftliche Kommunikation findet sich dagegen in Chats oder bei IRC.
    Fossil [Abk. für Fido/Opus/Seadog Standard Interface Layer]
    Software, die AT-Kommandos in CAPI umsetzt, wodurch sich ISDN-Modems über die bei analogen Modems üblichen AT-Befehle ansteuern lassen. Um mit ISDN-Modems in der DFÜ weiterhin mit normalen Terminalprogammen arbeiten zu können, ist ein F.-Treiber einzusetzen. Üblicherweise liegt jeder ISDN-Karte ein an das Produkt angepaßter Treiber bei. Fehlt er, kann das Shareware-Produkt cFos eingesetzt werden.
    FPLMTS [Abk. für Future Public Land Mobile Telecommunications System]
    Projekt von ITU und ETSI für mobile Telekommunikation z.B. von Schiffen (Frequenzbereich 2000 MHz, Bandbreite 2MBit/s); umbenannt in IMT 2000, s. UMTS.
    FPM [Abk. für Fast Packet Multiplexing]
    Multiplexer
    FQDN [Abk. für fully qualified domain name]
    Internet-Adresse
    Frame [wörtl.: Rahmen]
    Datenblock
    Frame-Relay Verbindungsorientierte, auf Paketvermittlung (Länge der Datenpakete bis zu 4096 Byte) basierende Netzwerktechnologie, eine Weiterentwicklung von X.25 mit höherer Geschwindigkeit (X.25 Probleme werden dadurch umgangen, daß die Fehlerkorrektur auf obere Protokollschichten der Anwendergeräte übertragen wurde). Im Unterschied zu X.25 arbeitet F. auf den ersten beiden Ebenen des OSI-Schichtenmodells. F. unterstützt im Gegensatz zu ATM isochrone Übertragungen (Sprache, Video) nicht: es eignet sich nur für Datenübertragung, die nicht innerhalb einer bestimmten Zeit abgeschlossen sein muß.
    Frame-Switching 10 Mbit/s Ethernet (CSMA/CD)
    Frame-Switching 100 Mbit/s Fast-Ethernet (CSMA/CD)
    FreeNet Bei den nichtkommerziellen F. ist die Benutzung und der Internet-Übergang kostenlos, ähnlich wie beim Fido-Netz. Das erste F. wurde in Cleveland, Ohio (USA), im Juli 1986 aufgebaut, inzwischen gibt es viele F. z.B. in den USA oder Kanada, in Deutschland sind sie noch nicht sehr verbreitet (vgl. Bayern Online).
    Freisprecheinrichtung
    1. Spezielle Gerätekombination, bestehend aus einem Kopfhörer mit integriertem Mikrofon. Die Hände werden damit zum Telefonieren nicht benötigt. Hierdurch kann während eines Telefonats z.B. ein Computer bedient werden. Typisch ist diese Ausstattung für Auskunftsplätze, z.B. die Hotline eines Hard- oder Softwareherstellers, den Telefonbestelldienst von Versandhäusern usw.
    2. Technische Ausstattung eines Telefons, um ein Gespräch ohne Aufnehmen des Telefonhörers führen zu können.
    3. Zubehör von Mobiltelefonen. Mit einer F. kann in einem Fahrzeug telefoniert werden, ohne die Hände vom Lenkrad zu nehmen. Hierzu wird ein Mikrofon installiert, die Funktion der Hörmuschel wird entweder von einem zusätzlich eingebauten Lautsprecher oder vom Lautsprechersystem des Autoradios übernommen.
    Freizeichen Tonsignal, das eine wählbereite Amtsleitung signalisiert (durchgehender Ton bei der Deutschen Telekom, im Unterschied zum unterbrochenen Besetztton).
    Frequenz Anzahl der Schwingungen einer elektromagnetischen Welle pro Zeiteinheit, gemessen in Hertz. Beispielsweise beträgt die Wechselstromfrequenz im deutschen Stromnetz 50 Hz, d.h. 50 mal in der Sekunde wird eine volle Schwingung durchlaufen (jedesmal wechselt die Spannung sinusförmig von Plus nach Minus und zurück zum Ausgangspunkt).
    Frequenzmodulation [Abk.: FM]
    Ein Modulationsverfahren, bei dem die Frequenz der Trägerwelle um die Frequenz des zu übertragenen Signals variiert wird. Bei einer binären FM wie z.B. V.21 wird eine „0" durch eine höhere, eine „1" durch eine niedrigere festgelegte Frequenz übertragen.
    Frequenzmultiplexing Multiplexer
    Frequenzwahl Tonwahl
    Fritz! ISDN-Software der Fa. AVM, setzt die Schnittstelle CAPI voraus. F. kostet ca. 300 DM und bietet eine Sammlung von Anwendungen wie Euro-Filetransfer, Btx, Fax (Softwareemulation von G3 mit maximal 9600 Bit/s senden und 4800 Bit/s empfangen) und Mailbox-Kommunikation.
    FRS [Abk. für Frame Relay Service]
    ATM-Dienst, der auf vorhersehbaren Verbindungen (QoS, CRS) beruht, um Frame-Relay-Netze miteinander zu koppeln bzw. um ein Frame-Relay- an ein ATM-Gerät anzubinden.
    FSK [Abk. für: Frequency Shift Keying]
    Frequenzmodulation, bei der die Binärzahlen 0 und 1 jeweils durch eine andere Frequenz dargestellt werden.
    FTAM [Abk. für File Transfer Access and Management]
    Protokoll zur Regelung des direkten Datenaustauschs zwischen Anwendungen (ISO 8571). Das Protokoll benutzt die Funktionen der Schicht 7 des OSI-Schichtenmodells. Zu den eigentlichen Festlegungen des Dateitransfers enthält F. auch Regelungen zur Übertragung von einzelnen Segmenten innerhalb von Dateien und zur Verwaltung des Dateisystems des entfernten Rechners. Es ermöglicht z.B. anders als FTP die Wiederaufnahme einer Übertragung nach einer Unterbrechung und Verschlüsselung der übertragenen Daten. Bei der X.400-Kommunikation wird das Store and forward Verfahren verwendet.
    FTP [Abk. für File Transfer Protocol]
    Auf TCP/IP basierendes Protokoll für die Übertragung von Dateien (Schicht 5 bis 7 des OSI-Schichtenmodells). F. ist sowohl die Bezeichnung für das Protokoll als auch für das Programm (FTP-Client), das die Dateiübertragung mit dem FTP-Server abwickelt. FTP-Clients gibt es als Programme im Textmodus (Standard bei Unix, bei Windows 95 FTP.EXE) oder unter einer grafischen Oberfläche (z.B. WinFTP für Windows).
    Die meisten FTP-Server im Internet erlauben Anonymous FTP Zugang und bieten ihre Dateien damit jedem Benutzer an. Bei FTP wird grundsätzlich unterschieden zwischen Austausch von Programmen oder Bildern (binary) und Austausch von Texten. In unterschiedlichen Computer-Welten gibt es unterschiedliche Zeichensätze, die bei einem Austausch entsprechend angepaßt werden müssen. Deshalb gibt es bei der FTP-Übertragung den Modus binary und ascii. Der häufigste Fehler bei der Benutzung von FTP ist der falsche Übertragungsmodus.

    ?Anzeige der unterstützten Befehle
    dirInhaltsverzeichnisdes FTP-Servers ausgeben
    cd pubIn das Inhaltsverzeichnis pub des FTP-Servers wechseln
    pwd[print working directory]
    Anzeige des aktuellen Verzeichnisses des FTP-Servers
    asciiUmschalten in den Übertragungsmodus für Texte
    binaryUmschalten in den Übertragungsmodus für Programme, Bilder, Daten
    ldir[local dir]
    aktuelles Verzeichnis des eigenen Computer ausgeben
    lcd pub[local cd]
    In das Verzeichnis pub des eigenen Computers wechseln
    lpwd[local pwd]
    Anzeige des aktuellen Verzeichnisses des eigenen Computer
    get dateidatei vom FTP-Server auf den eigenen Computer übertragen
    promptEinzelbestätigung bei mget ein- oder ausschalten
    mget Hans*Alle Dateien die mit Hans beginnen, übertragen
    put dateidatei vom eigenen Computer auf den FTP-Server senden
    byeVerbindung schließen und FTP-Programm beenden
    FTP-Server Station in einem Netzwerk, die anderen Computern im Netzwerk Dateien über FTP anbietet.
    Die größten F. sind nctucca.edu.tw in Taiwan, wsmr-simtel20.army.mil in den USA und wuarchive.wustl.edu ebenfalls in den USA. Große Firmen bieten nach dem Schema ftp..com Treiber und korrigierte Fassungen ihrer Produkte, z.B. ftp.microsoft.com und ftp.hp.com. Eine Kopie von attraktiven FTP-Servern werden in Teilbereichen von Mirrors angeboten. Um eine Vielzahl von FTP-Servern nach einer bestimmten Datei automatisch durchsuchen zu lassen, gibt es den Service Archie. Verbindungen zu weit entfernten F. sollte man vorzugsweise nachts oder morgens aufbauen, weil die Datenübertragungsrate im Internet zu diesen Zeiten höher ist. Eine Liste deutscher Anonymous FTP-Server gibt es im WWW unter http://askhp.ask.uni-karlsruhe.de/ftp/ftp-list-de.html
    FTZ [Abk. für: Forschungs- und Technologiezentrum]
    Zentrale Einrichtung der Telekom in Darmstadt, bis 1989 zuständig für die Prüfung von Endgeräten zum Anschluß an das Telefonnetz (BZT).
    Full Duplex Ethernet Ethernet-System bei Twisted-Pair-Verkabelung (UTP), das beide Kabel gleichzeitig benutzt (eines zum Senden, eines zum Empfangen), dadurch wird größere Kollisionsfreiheit geboten und eine etwa doppelte Datenübertragungsrate von 20 MBit/s.
    Fünferalphabet Buchstaben-Codierung bei Telex, bestehend aus 5 Bit, von A:11000 bis Z:10001
    Funkrufdienst In Deutschland gibt es sechs F., die Töne, Ziffern oder Kurztexte zum Empfänger übertragen können. Die übertragenen Zeichen werden mit einem Funkrufempfänger (Pager) angezeigt. Im Moment gibt es in Deutschland sechs grundgebührenfreie F., die von drei Betreibern angeboten werden:
  • DeTeMobil: Scall, Cityruf, Eurosignal
  • MiniRuf: Quix
  • Deutsche Funkrufgesellschaft: TelMI Bei Scall, Quix basic und TelMI zahlt der Anrufer die übermittelte Nachricht. Funkrufempfänger können Nachrichten empfangen, aber keine aussenden. Außerdem kann der Absender nicht sicher sein, daß der Empfänger die Nachricht erhalten hat (z.B. wenn dieser außerhalb des Empfangsbereichs war). Nach dem Kauf eines Pagers muß man sich telefonisch beim F.-Betreiber anmelden; Geld kostet nur das Umbuchen in einen anderen Empfangsbereich (Nachrichten an einen bestimmten Pager werden nur in der Ortszone ausgestrahlt, in der sich der Teilnehmer angemeldet hat).
  • Funkrufempfänger [auch: Pager]
    Gerät zur Anzeige der Nachrichten eines Funkrufdienstes. Ein F. empfängt sämtliche Informationen und entscheidet aufgrund der Adresse, ob die Nachricht für ihn bestimmt ist.
    Funkschatten Unterbrechung einer Verbindung über Mobilfunk durch ungünstige äußere Bedingungen (z.B. durch Berge zwischen Empfänger und Basisstation).
    Funktelefon Sammelbezeichnung für Mobiltelefon und schnurloses Telefon.
    Funktelefonnetz Mobilfunknetz
    Funkzelle s. BTS
    FVV Abk. für: Feste virtuelle Verbindung
    FYI [Abk. für: for your information]
    Umgangssprache unter Netzwerk-Anwendern, wörtl.: Zu Deiner Information