<%@ Language=JavaScript %><%@ Language=JavaScript %> Lexikon der Telekommunikation, C

C

Cable & Wireless Britische Kabelbaufirma, verlegte das erste Telegrafiekabel durch den Atlantik. In Deutschland kommerzieller Mailboxanbieter (X.400, Datex-P)
Cache [sprich: käsch]
Zwischenspeicher in einem schnelleren Medium. Häufig angeforderte (immer gleiche) Informationen werden aus dem C. bedient und müssen nicht jedesmal von dem langsamen Datenträger geladen werden (s. Proxy).
Callback
  1. [wörtlich: Rückruffunktion]
    Ein Modem ruft nach einem vorherigen Anruf (durch Paßwort geschützt) eine gespeicherte Nummer an. Grund für ein C. ist häufig eine Übernahme der Verbindungskosten durch die Gegenstelle. Ein C. wird auch zur Prüfung der Zugangsberechtigung bei gesicherten Systemen eingesetzt.
  2. Service von Telekommunikationsfirmen. Beim C. werden die unterschiedlichen Tarife der Telefongesellschaften ausgenutzt. Der C.-Kunde ruft einen Vermittlungscomputer an und legt gleich wieder auf. Nach kurzer Zeit ruft der Computer zurück und bietet ein Freizeichen: die eigentlich gewünschte Rufnummer kann nun gewählt werden. C. lohnt sich in der Regel nur bei häufigen Auslandsgesprächen. Leider gibt es zur Zeit bei den C.-Anbietern einige unseriöse Firmen, was eine erhöhte Wachsamkeit beim Vertragsabschluß empfehlenswert macht.
Call - by - Call

(Einzelwahlverfahren)

Der Telefonkunde kann durch die Vorwahl einer fünfstelligen Kennziffer für jedes Ferngespräch einen anderen Anbieter nutzen. Im Anschluß an die Kennziffer des Anbieters wird wie bisher die Vorwahl des gewünschten Ortsnetzes und danach die Rufnummer des Teilnehmers gewählt. Da der Kunde bei diesem Verfahren für jedes Gespräch einen anderen Anbieter wählen kann, lohnt es sich, die Gebühren genau zu vergleichen.
Achtung: Die meisten Anbieter verlangen bei der ersten Benutzung ihrer Kennziffer eine Anmeldung. Dadurch wollen sie ihre Rechnungslegung erleichtern. Kunden, die mit diesen Anbietern telefonieren, werden dann mehrere Telefonrechnungen bekommen. Eine von der Telekom und die anderen von den genutzten Anbietern.
CAN [Abk. für Complete Area Networks]
Hard- und Softwarebetreuung von Netzwerken
CAPI [Abk. für Common Application Programmers Interface]
1989 standardisierte Softwareschnittstelle, die es Anwendungsprogrammen ermöglicht, auf eine ISDN-Karte zuzugreifen. C. wurde von den führenden deutschen ISDN-Hardwareherstellern (AVM, Stollmann, Systec) gemeinsam mit der Deutschen Telekom, Siemens, SEL, u.a. definiert, um Kompatibilität zwischen Produkten verschiedener Hersteller zu erreichen.
Im Moment gibt es die Versionen 1.1 und 2.0 (unterstützt nur MSN), die untereinander nicht kompatibel (auch nicht aufwärtskompatibel) sind. Deshalb sollte der CAPI-Treiber einer ISDN-Karte möglichst beide Versionen unterstützen.
CAPI deckt die Schichten 3 (Transportschicht) und 4 (Netzwerkschicht) des OSI-Schichtenmodells ab. Außerdem werden Netzwerke wie Euro-ISDN oder das nationale ISDN (1TR6) und Protokolle wie z.B. X.25, Fax Gruppe 4, PPP und SDLC unterstützt.
CAPI-Fossil-Treiber Fossil
Carrier [wörtl: Träger]
  1. Von einem Akustikkoppler oder Modem während der Verbindung gesendetes Trägersignal (Grundlage der Modulation) in Form von Tönen. Wird kein Trägersignal mehr übertragen, geht das jeweils andere Modem davon aus, daß die Verbindung abgebrochen ist (NO CARRIER).
  2. Betreiber von Telekommunikationsdiensten, z.B. Deutsche Telekom.
CAS [Abk. für Communication Application Specification]
Von Intel und DCA entwickelte Software-Schnittstelle für Faxkarten, keine Verbreitung im Vergleich zu Class 1 und Class 2.
Case sensitive Betriebssysteme wie Unix sind C., d.h. es wird ein Unterschied zwischen Groß- und Kleinschrift z.B. bei Dateinamen, Benutzerkennungen, Paßwörtern gemacht.
CBR [Abk. für Continuous Bit Rate]
Gleichbleibende Datenübertragungsrate, s. ABR, VBR.
CB-Simulator Online-Chat bei CompuServe
CC [Abk. für Carbon Copy]
Durchschlag (Kopie an...)
CCIR [Abk. für: Comité Consultatif International des Radiocommunications]
Ehemaliges Komitee der ITU.
CCITT [Abk. für Comité Consultatif International de Télégraphique et Téléphonique; wörtl.: International beratender Ausschuß für den Telegrafen- und Fernsprechdienst]
C. war ein Organ der Internationalen Fernmeldeunion (ITU), das technische, betriebliche und tarifliche Empfehlungen auf dem Gebiet der Telekommunikation herausgab. 1994 wurde das C. aufgelöst, die C.-Empfehlungen durch ITU-Empfehlungen ersetzt.
Obwohl es sich bei den von C. erarbeiteten Grundsätzen lediglich um Empfehlungen handelte, haben sie den Charakter von Standards erhalten. Empfehlungen des C. wurden durch einen Kennbuchstaben sowie eine von diesem durch einen Punkt getrennte Seriennummer bezeichnet (s. ITU).
CDA Abk. für Communications Decency Act
CDDI [Abk. für Copper Distributed Data Interface]
FDDI auf Basis von Kupfer-Verkabelung.
CDPD [Abk. für Cellular Digital Packet Data]
Amerikanischer Standard für die paketvermittelte Datenübertragung in Mobilfunknetzen. CDPD nutzt die Sprechpausen beim Telefonieren für die Übertragung von Datenpaketen (Datenübertragungsratevon 19200 Bit/s). Die Übertragung des Protokolls TCP/IP ist vorgesehen.
CeBIT [http://www.messe.de; Abk. für: Centrum für Büro- und Informationstechnik]
Jährliche im März stattfindende Computermesse in Hannover. 1986 wurde sie aus der Hannover Messe Industrie ausgegliedert und hat inzwischen (1995) 6300 Aussteller aus 66 Ländern und 755000 Besucher. Um den Massenandrang zu mildern, wurde deshalb ab 1996 für die konsumorientierten Bereiche die CeBIT-Home geschaffen.
Die Frühjahrs-CeBIT konzentriert sich seitdem auf das Fachpublikum, das Ausstellungsangebot zerfällt in die Bereiche Telekommunikation, Software, Beratung und Dienstleistungen, Network Computing, Bürotechnik, Informationstechnik, Sicherheitstechnik und Computer Integrated Manufacturing (CIM).
CeBIT-Home 1996 (28.8.-1.9.) erstmals geschaffener Ableger der CeBIT für private Computeranwender.
Cell Switching ATM-Technologie, bis 622 Mbit/s
Cellular Phone Mobiltelefon
CELP [Abk. für Code-Excited Linear Prediction Algorithm]
Sprachkompressionsverfahren, kommt z.B. beim Multiplexer zum Einsatz
Centronics-Schnittstelle Parallele Schnittstelle
CEPT [Abk. für Conférence Européennes des Administrations des Postes et Telecommunications; wörtl.: Konferenz der europäischen Post- und Fernmeldeverwaltungen]
Standardisierungs-Gremium. C. hat u.a. den CEPT-Standard zur Darstellung von Zeichen und Grafiken bei Btx eingeführt. Dieser zeichnet sich durch eine höhere Bildschirmauflösung und die Darstellung von insgesamt 335 Schrift- und 90 Grafikzeichen sowie 94 freidefinierbaren Zeichen aus. In jeder Bildschirmzeile wird die gleichzeitige Darstellung von 32 beliebigen Farben aus einer Palette von 4096 verlangt.
CES Abk. für Circuit Emulation Service
cFos-Treiber [wörtlich: CAPI-Fossil-Treiber]
Treiber für die Modem-Emulation einer ISDN-Karte, s. Fossil.
CFV [Abk. für call for voting]
Abstimmungsaufforderung bei der Einrichtung neuer Newsgroups.
Channel Treffpunkt bei IRC.
CHAP [Abk. für Challenge Handshake Authentication Protocol]
Protokoll, das Sicherheit vor unbefugtem Zugriff auf ein Netzwerk gewährleisten soll.
Character Engl. für Zeichen (numerisch oder alphanumerisch).
Chat [wörtl: Plauderei]
  1. Schriftliche Unterhaltung zwischen zwei oder mehr Benutzern einer Mailbox oder eines Online-Dienstes über Tastatur.
  2. Ruf nach dem Sysop in einer Mailbox.
Cheapernet Thin-Ethernet- Verkabelung von Ethernet-Netzwerken, die im Gegensatz zu Thick Ethernet- oder 10BaseT-Verkabelung billiger ist.
Chip Elektronischer Baustein (auch: IC).
Chipsatz Kombination mehrerer zusammengehöriger hochintegrierter IC, die z.B. für eine Verbindung zwischen CPU, Hauptspeicher und Bus (für Steckkarten) sorgen. C. enthalten z.B. IRQ-, DMA- und Cache-Controller. Früher waren die Komponenten eines Computers noch aus vielen spezialisierten Einzelbausteinen aufgebaut. Diese wurden zum C. zusammengefaßt, um Kosten zu senken und Platz auf der Systemplatine zu sparen. Die Leistungsfähigkeit eines PC wird neben der Taktrate und der Art des Prozessors und der Größe des RAM zum großen Teil durch den verwendeten Chipsatz und dessen Konfiguration (Setup) bestimmt.
Als Fax-C. bezeichnet man die für die Abwicklung des Faxdienstes zuständigen IC eines Faxmodems.
CID [Abk. für Customer Identifier]
Identifikations-Code
CIF [Abk. für Common Intermediate Format]
Standard bei Videokonferenzsystemen (H.261), der angibt, wie die digitalisierten Videosignale an den Encoder übergeben werden (notwendig wegen NTSC- und PAL-Standard).
CIM [Abk. für CompuServe Information Manager]
Spezielles Programm für die Benutzung des Online-Dienstes CompuServe. Der CIM ist für die Plattformen DOS, OS/2 (werden beide nicht mehr weiterentwickelt), Windows und Macintosh verfügbar und enthält in der Version 2.0 den WWW-Browser Mosaic.
CIM bietet eine automatische Einwahl und Login bei CompuServe sowie übersichtliche Menüs. Emails können am PC vorbereitet und heruntergeladene Forenbeiträge offline gelesen werden. CIM integriert sämtliche CompuServe-Dienste auf übersichtliche Weise in einer grafischen Oberfläche.
CIR [Abk. für Commited Information Rate]
Eine von der physikalischen Anschlußgeschwindigkeit eines Netzwerkes unabhängige, garantierte minimale Datenübertragungsrate, die jedoch keine feste Obergrenze bildet.
CIS [Abk. für CompuServe Information System]
Wegen der Preise auch oft ironisch CI$; Bezeichnung für CompuServe
CIS B+ Übertragungsprotokoll, Hauptverbreitung CompuServe
Cisco Marktdominierender Amerikanischer Router-Hersteller
Cityruf Funkrufdienst von DeTeMobil, d.h. der Ruf geht nur in eine Richtung, und zwar vom Anrufer zum Empfänger. Die Aktivierung eines C. kann von einem Telefon, aber auch über ISDN, die Mobilfunknetze sowie über Btx und X.400 erfolgen. Im C. ist es möglich, Meldungen auf drei Arten durchzugeben: Ton, Numerik, Text.
Bis zu vier unterschiedliche Informationen werden akustischen oder optischen Zeichen zugeordnet. Voraussetzung für diese Art des Rufs ist allerdings, daß sich die am C. beteiligten Parteien vorher über die Zuordnung einer Information zu einem optischen oder akustischen Zeichen absprechen (Eurosignal). Mit leistungsfähigeren Geräten lassen sich auch längere Meldungen übertragen. Diese können aus bis zu 15 numerischen oder 80 alphanumerischen Zeichen bestehen.
Regional betriebene C.-Empfänger sind nur in der Rufzone erreichbar, für die sie angemeldet sind. Bei überregional betriebenen C.-Empfängern muß der Absender der Nachricht eines der acht Zielgebiete (Superrufzonen) durch eine Kennzahl bestimmen. Die Nachrichten werden über ein eigenes Sendernetz (470 MHz) ausgestrahlt.
Class 1 Software-Standard zur Ansteuerung von Faxkarten, entwickelt von EIA (EIA-578) und TIA. Das Modem übernimmt neben der Modulation die Umwandlung des asynchronen Datenstroms des Fax-Treibers in synchrone Pakete für die Übertragung. Der Fax-Treiber ist für Rasterung und Kompression der Fax-Daten zuständig (T.30). Deshalb ist eine Fax-Übertragung mit dem Class-1-Befehlssatz (Erweiterung der AT-Befehle) sehr anfällig bei langsamen Computern oder Multitasking-Betriebssystemen (vgl. Class 2).
Class 2 Befehlssatz (Erweiterung der AT-Befehle zur Modemsteuerung) zur Ansteuerung von Faxkarten, empfohlen von EIA (EIA-592) und TIA. Im Gegensatz zu Class 1 übernimmt hier die Hardware die meisten Übertragungsaufgaben, der Fax-Treiber übergibt nur die Fax-Daten an den Fax-Chipsatz (T.4).
Fehlerkorrekturverfahren (ECM) werden nicht immer unterstützt (Class 2.0-Verabschiedung, z.B. implementiert bei Faxmodems von USRobotics).
Class-A Klasse A, Internet-Adresse
Class-B Klasse B, Internet-Adresse
Class-C Einzige Art, die heute von NIC noch zu bekommen ist, Internet-Adresse
Client
  1. Programm, das die Nutzung der Dienste eines Servers ermöglicht. Ein WWW-Client ist z.B. der Netscape-Browser.
  2. Im Netzwerk eine Station, die auf die Dienste eines Servers angewiesen ist.
Client/Server Architektur, bei der ein leistungsfähiger Computer (Server) mehrere Abfragestationen (Clients) bedient. Jeder Client arbeitet so immer mit dem aktuellen Datenbestand, der vom Server verwaltet wird.
Unterschied zu Terminal-Mainframe-Systemen: Gegenüber einem Terminal verfügen die Clients über eigene Rechenleistung und zeigen nicht ausschließlich die Informationen vom Mainframe an, sondern lassen sich als selbständige Stationen auch noch für andere Aufgaben einsetzen.
CLP [Abk. für Cell Loss Priority]
Feld im ATM-Header. Ein gesetztes Bit im CLP-Feld signalisiert dem ATM-Switch, daß die Zelle bei Überlast verworfen werden darf.
CMC [Abk. für XAPI Association Common Mail Calls]
Softwareschnittstelle für Email-Übertragung.
CMIP [Abk. für Common Management Information Protocol]
OSI-Protokoll
C-Mobilbox Anrufbeantworter im Mobilfunknetz C-Netz
CMOS [Abk. für Complementary Metal Oxide Semiconductor]
Technik für IC mit niedrigem Stromverbrauch.
CN Abk. für Corporate Network
C-Netz [Vorwahl: 0161]
Analoges Mobilfunknetz, bei dem im Gegensatz zu A- und B-Netz die Anwahl bereits digital erfolgt. Beim C. kann eine ortsveränderliche Verbindung gehalten werden, weil beim Verlassen des Bereichs eines Basissenders eine Übergabe der Verbindung an den nächsten Basissender stattfindet (Handover). Das C. wird von DeTeMobil betrieben und wird technisch von den digitalen Netzen (D-Netz, E-Plus) abgelöst; es hat noch 600000 Teilnehmer (März 1996), ein Jahr vorher waren es noch 124000 mehr.
Bei der Anrufbeantworterfunktion (Mobilbox; Tel.: 01618 vor der C-Netz-Nummer) gibt es im Gegensatz zu anderen Mobilfunknetzen eine Besonderheit bezüglich der Kosten. Für den Anrufer ist es günstiger, die Mobilbox anzurufen (0,63 DM pro Minute von 9 bis 18 Uhr, sonst 0,43 DM), als den C-Netz Teilnehmer selbst (s. Telekom-Kosten).
CNG-Tone [Abk. für Calling Tone]
Der charakteristische Pfeifton von Faxgeräten (0,5 Sec 1100Hz, dann 3 Sek. Pause) oder Modems (1300Hz) im analogen Netz, der von Faxweichen ausgewertet wird. Bei ISDN wird statt eines C. beim Anruf neben der Zielrufnummer noch eine Dienstekennung übertragen, mit dessen Hilfe das passende Endgerät den Anruf entgegennimmt.
CNI [Abk. für Communications Network International GmbH; Tel.: 01805 4646]
Telefongesellschaft (Eigentümer: Deutsche Bank AG zu einem Drittel, Mannesmann Eurokom GmbH zu zwei Drittel), die aufgrund des Telekom-Monopols im Moment nur für Unternehmen mit Filialen in mehreren deutschen Städten interessant ist (Corporate Network).
CNM Abk. für Customer Network Management
Codec [Kunstwort aus Coder und Decoder]
Schnittstelle für die Wandlung (Kodierung) analoger Signale in digitale und zurück (Decodierung), z.B. bei Video.
Collision Bei Ethernet durch das CSMA/CD Verfahren notwendig auftretendes gleichzeitiges Senden mehrerer Stationen. Sendende Ethernet-Karten erkennen automatisch, wenn eine andere Karte zugleich sendet und brechen den Übertragungsvorgang sofort ab. Nachdem jede eine zufallsabhängige Zeitspanne gewartet hat, wagen sie einen erneuten Sendeversuch. Die meisten Ethernet-Karten besitzen eine Leuchtdiode, die C. anzeigt.
Com.box Anbieter des World Interchange Network, v.a. von Tageszeitungen genutztes internationales Netzwerk.
COM (1,2,3,4) Bezeichnung für die Serielle Schnittstellen eines PC unter den Betriebssystemen DOS, OS/2 und Windows, s. IO-Adresse und IRQ für die Zuordnung.
Common ISDN Application Program Interface CAPI
Communications Decency Act Am 8. Februar 1996 verabschiedetes Gesetz in den USA, das bereits die Kenntnis der Übermittlung von jugendgefährdenden Inhalten unter Strafe stellt. Als Straftatsbestand gilt das Senden von Nachrichten, die den Empfänger stören (annoy) oder belästigen (harass) können, sowie die Diskussion über Abtreibung (Zensur). Nach großem Protest der Internet-Gemeinde über die Interpretation der Formulierungen (z.B. müßte die Bibel wegen ihrer sexuellen Inhalte aus dem WWW genommen werden) gilt im Moment März 1996), daß Ermittlungen und Strafverfolgung einstweilen ausgesetzt werden.
CompuServe [CompuServe Information Services; Abk.: CIS; Tel. Service: 0130 3732, Kundendienst: 0130 864643]
Nordamerikanischer Online-Dienst mit Sitz in Columbus, Ohio. Das im Jahre 1969 gegründete Unternehmen gehört mit ca. 4,5 Millionen Teilnehmern weltweit, davon knapp 270.000 in Deutschland, zu den größten kommerziellen Online-Diensten. Um Verbindung aufzunehmen, wählt man sich mit der C.-eigenen Software CIM in einen der C.-Netzknoten ein. Diese Knoten sind über eine Standleitung oder Satellit mit der Zentrale in Columbus, Ohio (USA) verbunden. Damit wird jedesmal eine direkte Verbindung mit dem Netzwerk-Hauptcomputer von CompuServe hergestellt (zentrale Netzwerkorganisation gegenüber der dezentralen des Internet). Benutzerkennungen bestehen aus zwei Ziffernfolgen, die durch ein Komma getrennt werden, z.B. 123456,1234. Gleichzeitig können bei CompuServe über 8.500 Benutzer online sein. In Deutschland stehen zur Zeit (März 1996) u.a. in folgenden Städten Zugangsknoten bereit: Berlin, Dortmund, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Karlsruhe, Köln, Mannheim, München, Nürnberg und Stuttgart. Eine Einwahl über Datex-P und Datex-J ist flächendeckend möglich (allerdings mit zusätzlichen Kosten zwischen 15 und 56 DM stündlich verbunden). Zu den Zugangsknoten wird eine Datenübertragungsgeschwindigkeit von 28800 Bit/s geboten, im Moment gibt es drei ISDN-Einwahlknoten in Frankfurt, Hannover und München. C. bietet im eigenen Angebot Zugriff auf eine Vielfalt von bereits aufbereiteten Informationen, die allerdings überwiegend aus dem englischsprachigen Raum stammen: Aktuelle Nachrichten von Agenturen wie dpa, Associated Press, Reuters, Informationen aus Nachschlagewerken wie der elektronischen Version von Grolier's Academic American Encyclopedia oder dem Bertelsmann Lexikon. Aktuelle Wetterkarten aus allen Teilen der Welt können aufgerufen werden, dazu die passenden Satellitenfotos. Zur Reiseplanung steht das Buchungssystem der American Airlines zur Verfügung und ein elektronisches Einkaufszentrum ist rund um die Uhr bereit, Bestellungen entgegenzunehmen. Zahlreiche (Wirtschafts)-Datenbanken wie Hoppenstedt oder Creditreform halten ebenfalls Informationen bereit. Diese gehören in der Regel allerdings zu den sog. Premium-Diensten, unterliegen damit einem gesonderten Tarif, ggf. auch noch einer sog. Dokumentengebühr. Dies bedeutet, daß der Nutzer zusätzlich noch eine Gebühr für jede abgerufene Seite zu entrichten hat (die z.B. 8$ betragen kann).

Außerdem werden Foren angeboten. Jedes Forum hält Informationen zu einem bestimmten Themenbereich vor. So gibt es z.B. das Spiegel-Forum oder das Sports-Forum. Aus der alten Bezeichnung für Foren ist dies noch klarer ersichtlich: SIG für Special Interest Group. In einem Forum lassen sich Meinungen mit anderen Forumsmitgliedern austauschen und Informationen abrufen. Jedes Forum hat als Kennung eine Kurzbezeichnung. Um ein Forum zu betreten, ist im CIM der Befehl GO (Gehe) sowie die Kurzbezeichnung des Forums einzugeben. Um z.B. das Forum des Modemherstellers Dr. Neuhaus aufzurufen, lautet der Befehl GO NEUHAUS. Schließlich gibt es noch Online-Unterhaltung mit anderen C.-Benutzern (CB-Simulator), Email und einen vollwertigen Internet-Zugang. Die monatliche Grundgebühr im Normaltarif beträgt 19,95 DM (inkl. fünf Freistunden, jede weitere Stunde kostet 4,95 DM) und umfaßt die verschiedenen Basisdienste, u.a. Email. Beim Super-Preisplan beträgt die monatliche Grundgebühr 49,95 DM, die bereits 20 Online-Freistunden enthält, zusätzliche Online-Stunden kosten jeweils 3,50 DM. Weitere Gebühren können für Premium-Dienste und in Form von Kommunikationszuschlägen für die Einwahl über fremde Zugangsnetze anfallen, in Deutschland also Datex-J und Datex-P. Neben diesen Kosten sind zusätzlich noch die eigentlichen Telefongebühren zu entrichten, die Online-Zeit der gegenwärtigen Sitzung wird vom CIM ständig eingeblendet. Mit Cyberpatrol bietet C. die Möglichkeit, den Zugriff auf bestimmte WWW-Seiten und Nachrichtenforen im usenet zu unterbinden und damit die Möglichkeit einer Kindersicherung. Anfang 1996 wird C. mit WOW einen zusätzlichen neuen Informationsdienst anbieten. Wer die CompuServe-Dienstleistungen nicht benötigt, sondern C. nur als Internet-Provider benutzen will, kann sich auf den C.-Service Sprynet beschränken. Außerdem ist NISA geplant, eine neue Systemarchitektur für die grafische Anzeige der C.-Dienstleistungen.
CompuServe Information Manager CIM
Computer [aus dem Lat.: Berechner, Rechner]
Ein C. besteht aus Eingabegeräten (Tastatur, Maus, Joystick), der Zentraleinheit (Systemplatine mit Hauptspeicher, Steckkarten und CPU), Speichereinheiten (Festplatte, Diskettenlaufwerk) und Ausgabegeräten (Bildschirm, Drucker).
COM-Schnittstelle COM (1,2,3,4)
Concert Auf Frame Relay basierendes, paketorientiertes Corporate Network der Viag Intercom. C. bietet mehr als 100 Einwahlknoten in Deutschland mit Datenübertragungsraten zwischen 64 kBit/s und 2 MBit/s.
Congestion Control Überlastkontrolle, Funktion im Verkehrsmanagement bei ATM. Bei ABR-Übertragung (available bit rate), wie sie bei Burst-Transfers eingesetzt wird, kann ein ATM-Netz überlastet sein. CC greift ein, indem z.B. ATM-Zellen vernichtet, über eine andere Strecke geleitet werden, oder kurzzeitig in einem Pufferspeicher gesammelt werden.
Connect Meldung eines Modems, wenn eine Datenverbindung zustande gekommen ist.
Contrib.net [Tel.: 030 253 01 200]
Service-Provider für Internet-Zugang. Eine Pauschale von monatlich 57,50 DM erlaubt dem privaten Kunden von 16 bis 9 Uhr unbegrenzten Internet-Zugang. Zur Zeit gibt es 50 Einwahlknoten (14400 bis 28800 Bit/s) und gegen Aufpreis 50 ISDN-Einwahlknoten.
Corporate Network Netzwerk, das mehrere Filialen eines Unternehmens verknüpft, z.B. für Sprach- und Datenübertragung. In Deutschland sind Anbieter etwa CNI oder Plusnet. Da die Einrichtung von C. in Deutschland bereits vor dem Fall des Telekom-Monopols erlaubt ist, konnten viele Unternehmen ihre hausinterne Kommunikation von Konkurrenten der Telekom abwickeln lassen. Deshalb mußte die Deutsche Telekom, um auch in diesem Markt konkurrenzfähig sein zu können, in der Tarifreform vom 1.1.96 Rabatte für Großkunden einführen (und damit für Privatkunden Gespräche teilweise verteuern).
COSS [Abk. für Carrier Operational Support Systems]
Betriebseinrichtungen der Betreiber eines Netzwerks.
Cosy [Abk. für Cell Oriented System]
C. dient dem Anschluß von Endgeräten (z.B. PC, Telefonvermittlung) über herkömmliche Netzwerke (Ethernet, FDDI) an ATM
Co-Sysop Stellvertreter des Sysop einer Mailbox
CPE [Abk. für Customer Premises Equipment]
Geräte beim Anwender (im Gegensatz zu Geräten beim Netzbetreiber).v
CPS [Abk. für characters per second; wörtl. Zeichen pro Sekunde]
Einheit für die Datenübertragungsrate, die angibt, wie viele Zeichen (Bytes) pro Sekunde übertragen werden, ein Achtel von Bits per second (BPS): 2400 Bit/s entsprechen 300 cps.
CPU [Abk. für Central Processing Unit]
Die Leistungsfähigkeit eines Computers hängt in erster Linie von der CPU (auch: Prozessor) ab. Für PC war lange Zeit der Hersteller Intel Hauslieferant, inzwischen gibt es Intel-funktionsgleiche Prozessoren anderer Hersteller wie AMD oder Cyrix. Die gegenwärtig gängigen Baureihen sind 386, 486, Pentium und PentiumPro. Dabei hat der 386-Prozessor in der Regel eine niedrigere Rechenleistung als ein 486, und dieser wiederum ist einem Pentium unterlegen. Neben der Baureihe ist noch die Geschwindigkeit des Prozessors für die Leistungsfähigkeit des gesamten Computers ausschlaggebend. Diese Geschwindigkeit wird in MHz (Megahertz, Millionen Schwingungen pro Sekunde) angegeben. Gängig sind z.B. 33 oder 40 MHz für 386 und 486 Prozessoren, 100 und 133 für den Pentium. Je höher diese Taktfrequenz ist, desto schneller rechnet der Computer. Allerdings spielen für die zusammengefaßte Leistungsfähigkeit eines Computersystems auch noch Art und Ausstattung der Systemplatine, des Hauptspeichers, des Cache, der Festplatten, des Betriebssystems usw. eine erhebliche Rolle.
Crashmail Email im Fido-Netz, die über einen direkten Anruf der Empfänger-Mailbox (Node) verschickt wird (keine Leitung über das Fido-Netzwerk).
CRC [Abk. für Cyclic Redundancy Check]
Verfahren in der DFÜ zur Identifizierung von fehlerhaft übermittelten Datenblöcken mittels einer Prüfsumme.
CRC-Fehler Fehler bei einer Datenübertragung (Download,Upload), die mit Hilfe eines CRC-Protokolls gesichert wurde. Die Ursachen können in schlechter Leitungsqualität (Abhilfe: Ortsvorwahl auch bei innerörtlichen Verbindungen mitwählen, die Verbindung wird dann über bessere Leitungen aufgebaut) oder falsch eingestellten Verbindungseinstellungen liegen.
Creative Labs Hersteller der Standard-Soundkarte Soundblaster.
Crossposting Nachricht bei Netnews, die gleichzeitig in verschiedenen Foren publiziert wird, um den Leserkreis zu erweitern.
Crosstalk Nebensprechen
CRS [Abk. für Cell Relay Service]
Netzwerk-Typus. CRS-Verbindungen (ATM) werden nach Gütekriterien eingeteilt (QoS); Best-Effort-CRS Verbindungen werden beispielsweise billiger angeboten als garantierte Übertragungszeiten, für Videokonferenzen benötigt man variable Bitraten und vorhersehbare Verbindungen garantierte (SCR ermöglicht statistisches Multiplexen der Datenblöcke)
CSCW [Abk. für Computer supported cooperative work]
Gruppenarbeit über Netzwerke
CSMA/CD [Abk. für Carrier Sense, Multiple Access with Collision Detection]
Mehrfachzugriff mit Kollisionserkennung. Bei asynchronen Zugriffen auf das LAN werden Kollisionen (Collision), d.h. gleichzeitige Zugriffe verschiedener Stationen, erkannt und durch zeitlich zufällig verteilte Wiederholungen vermieden. C. ist im Standard 802.3 der IEEE (Ethernet) genormt. Eine Station, die Daten senden will, überwacht den Bus (z.B. Netzwerkkabel). Ist er frei (niemand sendet gerade), startet die Station die Datenübertragung. Andernfalls wartet sie, bis der Bus frei wird. Auch während der Datenübertragung wird der Bus überwacht. Sollte eine andere Station ebenfalls Daten senden, kommt es zur Kollision; diese können sämtliche beteiligten Stationen erkennen (manchmal findet sich auf der Netzwerkkarte eine entsprechende LED). Findet eine Kollision statt, wird die Übertragung sofort abgebrochen. Nach dem Ablauf einer zufallsberechneten Zeitspanne startet die Übertragung erneut.
CT1Plus Übertragungsstandard für schnurlose Telefone.
CT2 Digitaler Standard für schnurlose Telefone, der auch Datenübertragung definiert (DECT).
CTI [Abk. für Computer Telephony Integration]
Verknüpfung von Telefon und Computer, z.B. über Voice-Modems.
CTS [Abk. für Clear to Send]
Leitung einer seriellen Schnittstelle, die für die Datenflußkontrolle zuständig ist, s. RTS/CTS.
CU [Abgeleitet aus: See you; Bedeutung von „bis bald"]
Abschiedsfloskel beim Chat, z.B. bei IRC
Cybercafe Verknüpfung von Gastwirtschaft und Internet, Hardrock Cafe der 90er. In Deutschland gibt es C. in Berlin, Fiemersheim, Hamburg, München, Köln und Karlsruhe. Meistens werden Bar, Essen und Computer geboten, je nach C. muß man ca. 10 DM stündlich bezahlen.
Cyber-Patrol Software, die den Zugang zu nicht jugendfreien WWW-Servern und Newsgroups sperren kann. Die Sperrliste wird ständig online aktualisiert. Der Online-Dienst CompuServe verteilt C. kostenlos an seine Kunden.
Cyberspace Der Begriff Cyberspace geht auf William Gibson und seinen Science-Fiction Roman Neuromancer zurück. Der Held des Romans konnte sich über eine Mensch-Maschine Schnittstelle am Kopf direkt mit seinem vernetzten Computer verbinden, die im Netzwerk enthaltene Information mit sämtlichen Sinnen wahrnehmen und sich darin bewegen. Inzwischen werden umgangssprachlich das Internet, World Wide Web und die Newsgroups als C. bezeichnet (vgl. Virtuelle Realität)