<%@ Language=JavaScript %><%@ Language=JavaScript %> Lexikon der Telekommunikation, B

B

B2 Schicht 2 im OSI-Schichtenmodell bei der ISDN-Datenübertragung (vgl. B-Kanal).
B3 Schicht 3 im OSI-Schichtenmodell bei der ISDN-Datenübertragung (vgl. B-Kanal).
Baby-Bells Aus der Zerschlagung von AT&T hervorgegangene regionale Telefongesellschaften in den USA wie Nynex (New York) oder Pacific Bell. Inzwischen dürfen die B. auch überregionale Telefonverbindungen anbieten und außerdem über ihre Netze Fernsehprogramme übertragen.
Backbone [engl. Rückgrat]
Hauptleitungsstränge hoher Kapazität (Datenübertragungsraten von mindestens 2 MBit/s, USA-B. z.Zt. 43 MBit/s), an die andere Netzwerke angeschlossen werden. Als B. bezeichnet man auch eine Verbindung lokaler Netze (LAN).
Backplane Rückwand z.B. eines Hubs, die verschiedene Bussysteme bereitstellt. Die B. verbindet die Hub-Steckkarten, die für die unterstützten Protokolle des Hubs zuständig sind.
Bandbreite Frequenzbereich, der für die Datenübertragung zur Verfügung steht. Die B. wird in Hertz gemessen und bezeichnet die Übertragungskapazität eines Mediums, d.h. die Differenz zwischen der höchsten und der niedrigsten übertragenen Frequenz (bei ca. 30% Dämpfung).Manchmal wird B. auch statt Datenübertragungsrate verwendet.
Banyan Vines [Abk. für Banyan Virtual Network System]
Von Banyan Systems 1984 vorgestelltes Netzwerkbetriebssystem, vorwiegend für WAN, unterstützt Global Naming.
BAPT Abk. für: Bundesamt für Post und Telekommunikation
Basisanschluß Mehrgeräte- oder Anlagenanschluß bei ISDN. An einem Mehrgeräteanschluß lassen sich beliebige ISDN-Geräte betreiben (Telefon, TK-Anlage, a/b-Adapter). An den Anlagenanschluß lassen sich nur TK-Anlagen anschließen, er läßt sich aber um weitere B. erweitern.
Basisbandnetz Netztechnologie, die nur einen Übertragungskanal zur Verfügung stellt, vgl. Breitbandnetz.
Basiskanal B-Kanal
Basisstation Bei einem schnurlosen Telefonsystem stellt die B. die Verbindung an das (analoge) Telefonnetz her. Über Funk steht die B. mit dem Hörer in Kontakt (DECT). Beim Mobilfunk s. BTS
Baud Einheit für die Anzahl der Zustandsänderungen auf einer Leitung, benannt nach dem französischen Ingenieur Baudot. Inzwischen hat es sich eingebürgert, bei der Angabe der Datenübertragungsrate einer seriellen Schnittstelle die Einheiten Bit/s und Baud fälschlicherweise gleichzusetzen (s. dazu Phasenmodulation)
Baum Topologie, bei der einzelne Stationen erst untereinander vernetzt und dann zusammen an den Bus angeschlossen werden.
Bayern Online Bayern Online Topologie, bei der einzelne Stationen erst untereinander vernetzt und dann zusammen an den Bus angeschlossen werden.
[http://www.bayern.de; Tel.: 089 21861313]
1995 gestartetes Projekt der Bayrischen Staatsregierung, das später dem privaten Anwender kostenlosen Internetzugang ermöglichen soll.
Baynet Bayern Online
BBS [Abkürzung für: Bulletin Board System]
Mailbox
Bd Abk. für Baud
BDT [Abk. für Bureau of Telecommunication Development]
ITU-Abteilung
Bell 103 Amerikanischer Übertragungsstandard für Modems mit einer Datenübertragungsrate von 300 Bit/s
Bell 212A Amerikanischer Übertragungsstandard für Modems mit einer Datenübertragungsrate von 1200 Bit/s
Benutzerkennung
  1. Benutzername bei einem Netzwerkrechner, Login.
  2. Anschlußunabhängige Kennung für den Datex-P-Zugang beim Übergang vom Telefonnetz zu Datex-P bzw. beim Übergang Datex-L zu Datex-P. Dient zur Identifikation des Teilnehmers sowie zur Gebührenabrechnung.
Benutzername s. Login
Benutzerrechte Ausmaß der Zugriffsrechte in einem Netzwerk
BER [Abk. für Bit Error Rate]
Bitfehlerrate
Betriebssystem Kombination von Systemprogrammen, die zum Betrieb eines Computers erforderlich sind. Aufgabe des B. ist es, den Datenfluß zwischen dem Rechner, den Ein- und Ausgabeeinheiten sowie den Anwendungsprogrammen zu regeln (vgl. auch Software). Bekannte Betriebssysteme für den PC-Bereich sind: DOS, OS/2 und Windows 95.
Bibliothek Elektronisches Publizieren, s. MeDoc
Bidirektional Datenübertragung (z.B. mittels einer b. parallelen Schnittstelle) sowohl vom Sender zum Empfänger, als auch umgekehrt, vgl. Vollduplex
Bildkommunikation Man unterscheidet
  1. Festbildkommunikation: Eine Vorlage wird übertragen, Fax
  2. Bewegtbildkommunikation: Kontinuierliche Übertragung der Bilder über ein Netzwerk, z.B. Videokonferenz
Bildschirmtext Btx
Bilingual [zweisprachig]
ISDN-Gerät, das sowohl an das nationale (1TR6) ISDN-Netz als auch an Euro-ISDN angeschlossen werden kann.
Binär [zweiwertig]
Eine b. Zahl kann einen von zwei möglichen Zuständen annehmen, entweder ein/aus, ja/nein, wahr/unwahr, 1/0; vgl. Bit
Bindary Systemdatenbank unter Novell Netware 2.x und 3.x, die sämtliche Informationen über Benutzer, Gruppe, Zugriffsrechte, Drucker, usw. enthält; wird vom Server zentral verwaltet.
BIOS [Abk. für Basic Input Output Sytem]
Grundlegendes Eingabe-Ausgabe-System eines Computers, meistens abgelegt in einem Flash-Eprom-Speicher. Das B. führt die nach dem Einschalten eines Computers nötigen Aufgaben durch, z.B. Prüfung der Hardware und Starten des eigentlichen Betriebssystems. Durch das Setup lassen sich wichtige BIOS-Einstellungen verändern, z.B. Angaben über die Ausstattung des Computers oder die Konfiguration des PCI-Bus.
Birdie Mobilfunkdienst der Deutschen Telekom. Die Endgeräte können nur angerufen werden und selbst keine abgehenden Gespräche aufbauen. Die Reichweite von B. ist relativ gering, ca. 200m um die Feststation (oft montiert bei Telefonzellen).
B-ISDN Breitband-ISDN
Bit [Zusammengesetzt aus Binary und Digit]
Kleinste Informationseinheit in der EDV beim binären Zahlensystem. Ein Bit kennt lediglich 2 Werte: 0 (aus, nein, unwahr) oder 1 (ein, ja, wahr). Jeweils 8 Bit werden zu einem Byte zusammengefaßt (s. Hauptspeicher).
Bitfehler Fehler bei der Datenübertragung bezogen auf die Anzahl der übertragenen Bits, s. Prüfsumme
Bitfehlerrate Verhältnis der verfälscht übertragenen Bits zur Gesamtzahl der übertragenen Bits.
Bitmap Kodierung eines Bildes (Grafik). Dabei wird die Grafik bildpunktorientiert abgespeichert; eine Schwarz-Weiß-Grafik benötigt für jeden Bildpunkt nur 1 Bit (dunkel oder hell), für Farbgrafiken hängt die Anzahl der verwendeten Bits vom Umfang der kodierten Farben ab: 8 Bit pro Grundfarbe - Rot, Grün, Blau - belegt 3 Byte pro Bildpunkt, damit können 16,7 Millionen Farben dargestellt werden; s. Vektorgrafik.
Fax-Grafiken werden als B eingelesen (Scanner) und übertragen.
BITNet [Abk. für Because It's Time-Network]
Anfang der 80er Jahre an der New Yorker Universität gegründetes internationales, akademisch ausgerichtetes Netzwerk für Forschungseinrichtungen und Hochschulen, ursprünglich basierend auf dem Protokoll NJE.
Bitrate Datenübertragungsrate
Bit/s [Abk. für Bit per second]
Datenübertragungsrate
Bitübertragungsschicht Unterste Schicht (Nr. 1) beim OSI-Schichtenmodell
B-Kanal [engl. Bearer Channel, wörtl.: Träger-Kanal]
Kanal zur Übertragung der Nutzinformationen (z.B. Gesprächsdaten) bei ISDN mit einer Datenübertragungsrate von 64 kBit/s; entspricht einer Amtsleitung beim herkömmlichen analogen Anschluß. Ein ISDN-Anschluß hat mindestens zwei B. und einen Steuerkanal (D-Kanal).
Block Datenblock
Blockfehler Fehler bei der Übertragung eines Datenblocks; s. Prüfsumme.
Blocklängenadaption Anpassung der Länge eines Datenblocks an die Fehlerrate der Übertragung, s. APA.
Blockwahl Wahl der Rufnummer auf einmal; Die Ziffern der Rufnummer lassen sich z.B. bei manchen Telefonen mit Display einzeln eingeben (und korrigieren), bevor der Druck auf die (Hörer)-Taste den Wählvorgang einleitet.
BMPT [Abk. für: Bundesministerium für Post und Telekommunikation]
Ministerium, für die Deutsche Telekom zuständig solange deren Monopol besteht.
BNC [Abk. für: Bayonet Node Connector; wörtl.: Steckverbindung mit Bajonettverschluß]
Stecksystem zur Verbindung von Koaxialkabeln mit einem Bajonettverschluß. Durch den Aufbau und den Arretierungsmechanismus bietet BNC eine besonders stabile Verbindung mit guten Übertragungseigenschaften, die z.B. zum Anschluß von Monitoren oder bei Netzwerkverbindungen (z.B. ThinEthernet) zum Einsatz kommt.
B-Netz 1972 eingeführtes und nach dem A-Netz das zweite Mobilfunknetz in der Bundesrepublik Deutschland. Ein Verbindungsaufbau war im B. durch Selbstwahl möglich, die beim A-Netz erforderliche Gesprächsvermittlung entfiel. Da B. noch nicht über die Möglichkeit des Handovers verfügte, mußte ein Anrufer die genaue Position des anzurufenden Teilnehmers kennen. Aufgrund verschiedener Erweiterungen wurde B. 1980 in B1-Netz und später noch in B2-Netz umbenannt.
BNS [Abk. für Broadband Network Services]
Geplanter offener Industriestand für Hochgeschwindigkeitsnetzwerke, bestehend aus Control Point Service (Netzwerkmanagement), Access Service (Schnittstellen) und Transport Service (Routing, Switching).
Body Den eigentlichen Text enthaltender Teil einer Email. Das Subject ist der Titel der Email.
Boss Node Mailbox im FidoNet, die für einen Point Nachrichten und Informationen entgegennimmt und zum Download bereithält.
BPS [Abk. für: bits per second]
Datenübertragungsrate, übertragene Bits pro Sekunde (vgl. cps)
BR [Abk. für Bureau of Radiocommunication]
ITU-Abteilung
Breitband-ISDN Auf ATM basierendes ISDN mit einer Datenübertragungsrate von 155 MBit/s.
Breitbandkabel Kabel mit hoher Bandbreite (z.B. Koaxialkabel), z.B. für Kabelfernsehen
Breitbandnetz
  1. Netzwerk, das mehrere Übertragungskanäle gleichzeitig zur Verfügung stellt, vgl. Basisbandnetz.
  2. Netze, die mit einer hohen Datenübertragungsrate arbeiten und daher z.B. für Videokonferenzen oder als Backbone geeignet sind.
Brett [je nach Netzwerkart auch: Area, Echo, Forum, Gruppe, News, Newsgroup]
Abgeleitet von „Schwarzes Brett": öffentlicher Bereich innerhalb einer Mailbox für den Austausch von Nachrichten, Informationen und Tips; s. Forum, Newsgroup.
BRI [Abk. für Basic Rate Interface]
Basis aller ISDN-Dienste. S0-Kanal bei ISDN (zwei B-Kanäle mit 64 KBit/s und ein D-Kanal mit 16 KBit/s); Alle drei Kanäle können verbunden werden (Gesamtbandbreite 144 KBit/s); PRI
Bridge Ursprünglich diente eine B. zur Verbindung zweier Netzwerke, Bridging beruht auf Ebene 2 des OSI-Schichtenmodells. B. übertragen nur korrekte Datenpakete, was die Fehlerbehebung bei Netzwerkausfällen in Subnetzen vereinfacht.
Ethernet-B. beherrschen CSMA/CD, verbundene Subnetze bekommen vom internen S.-Verkehr nichts mit, weil dieser von der B. ausgefiltert wird. Die B. entscheidet anhand der Zieladresse und ihrer internen Tabelle, ob das Datenpaket in das andere Netz weitergeleitet wird oder nicht. B. mit Selbstlernfunktion erkennen nach einiger Zeit, ob sie Datenpakete in das andere Netz übertragen sollen.
Der Unterschied zwischen Bridging und Switching liegt in der Art, wie die eingehenden Datenpakete behandelt werden: Liest ein Gerät (Bridge, Switch) die Pakete vollständig in den Speicher ein und leitet sie dann weiter, spricht man von schnellem Bridging. Wenn jedoch nach dem Lesen der ersten Bytes (ca. 6-8) ein Interrupt ausgelöst wird und die Daten versendet werden, bevor das Paket vollständig eingelesen wurde, spricht man von Switching.
British Telecom [http://www.bt.com]
Ehemalige Monopol-Telefongesellschaft Großbritanniens, 1984 in den Wettbewerb entlassen. In gewisser Weise somit Vorreiter einer Entwicklung, wie sie auch für Deutschland nach dem Fall des Telekom-Monopols der Deutschen Telekom erwartet wird. Die englische Telefongesellschaft (86% Marktanteil) teilt sich mit dem Telekommunikationsanbieter Mercury (12%) den Heimatmarkt.
Broadcast Nachricht an alle: Mitteilungsversand an (unkontrolliert) beliebig viele Empfänger. Manche Netzwerkprotokolle schicken Nachrichten als B. über das gesamte Netzwerk, wenn sie die Adresse des Empfängers nicht kennen.
Brouter Verbindung von Bridge und Router in einem Gerät.
Browser [engl. browse: blättern, stöbern]
Anzeigeprogramm zum Durchstöbern des World Wide Web (WWW) im Internet. Der Reiz des World Wide Web liegt darin, benutzerfreundlich in einem Meer von Informationen von einem Computer zum anderen zu wandern. Ein B. stellt die WWW-Informationen anschaulich graphisch dar und ermöglicht das Anwählen der verschiedenen Dienste (HTTP, FTP, Gopher, Newsgroups). Die bekanntesten B. sind Mosaic, Microsoft Explorer und Netscape./TD>
Brücke Bridge
BSC
  1. [Abk. für Binary Synchronous Communication]
    Protokoll für byteorientierte synchrone Übertragung
  2. [Abk. für Base Station Controller]
    Bei E-Plus kontrolliert ein BSC etwa 20 BTS. Die Gesprächsinformationen werden an ein MSC weitergesendet.
BT
  1. Abk. für British Telecom.
  2. [Abk. für Burst Tolerance]
    ATM-Qualitätskriterium (QoS), gilt für vorhersehbare CRS-Verbindungen (PCR, SCR).
BTS [Abk. für Base Transceiver Station]
Basisstation für die Versorgung einer Funkzelle bei einem Mobilfunknetz, z.B. E-Plus. Man unterscheidet Makro-, Mikro- und Pikozellen. Eine Makrozelle kann bis zu 20km, eine Pikozelle 1km Durchmesser haben. Die Anzahl der BTS, die ein Gebiet versorgen können, hängt von der Höhe des Sendemastes, den Ausbreitungsbedingungen der Funkwellen (Luftfeuchtigkeit) und der benötigten Leitungskapazität ab.
In der Grundausstattung ist jede BTS mit sieben Kanälen ausgestattet, es können somit 21 Teilnehmer gleichzeitig pro Funkzelle telefonieren.
BTW [Abk. für by the way]
Umgangssprache unter Netzwerk-Anwendern, wörtl.: nebenbei bemerkt, übrigens
Btx [Abk. für: Bildschirmtext]
Seit 1980 eingeführter Informations- und Kommunikationsdienst der Deutschen Telekom. Rechtsgrundlage für den Betrieb des Btx ist ein Staatsvertrag, in dem u.a. geregelt ist, daß jeder als Benutzer oder Anbieter Teilnehmer am Btx werden kann. Inzwischen sind eine Fülle von Informationen und Angebote gespeichert, die vom Benutzer über das öffentliche Fernmeldenetz bzw. das Datex-P-Netz abgerufen werden können.
Als Dienstleistungen werden im Btx u.a. angeboten: Versand und Empfang von Mitteilungen über einen Btx-internen Mitteilungsdienst, Erledigung von Bankgeschäften (Home Banking), Bestellung von Waren und Dienstleistungen (Home Shopping) und Recherche in Datenbanken. Um Btx zu nutzen, ist ein PC, ein Modem sowie Btx-Decoder erforderlich. Normale Terminalprogramme sind nicht geeignet. Allerdings gibt es auch hardwarespezifische Lösungen für den Anschluß an Btx So werden spezielle Btx-Module für den Anschluß an Homecomputer angeboten. Eine Besonderheit stellen die Geräte Multitel und Multikom dar, Kombinationen aus Telefon, Bildschirm und Tastatur.
Um Teilnehmer bei Btx zu werden, ist eine Anmeldung bei der Deutschen Telekom erforderlich. Zwar ist auch ein Gastzugang möglich, allerdings ist damit die Nutzung der Btx-Dienste sehr beschränkt. Für den Standardanschluß ist eine einmalige Anschlußgebühr von 50 DM zu bezahlen. Viele Serviceunternehmen, insbesondere Modemhersteller oder -anbieter und Softwareanbieter, offerieren eine kostenlose Anmeldung. Zusätzlich fallen laufende Gebühren und Anbietervergütungen an (s. T-Online).
Das Btx-Angebot eines Anbieters umfaßt eine oder mehrere Seiten (vgl. Leitseite) mit jeweils eigener Seitenzahl. Bei der Suche nach Informationen wird der Anwender in einer Art Bildschirmdialog durch die nach dem CEPT-Standard aufgebaute Oberfläche von der für Btx typischen Suchbaumstruktur zu der gewünschten Btx-Seite geführt. Hierzu wählt er aus einer Leitseite einen Menü-Punkt aus, der zu einer weiteren Btx-Seite verzweigt, bis er schließlich auf der gewünschten Btx-Seite angelangt ist. Es wird auch ein alphabetisch geordnetes Schlagwort- und Anbieterverzeichnis angeboten. Menüpunkte der Seiten werden durch die Eingabe von Ziffernfolgen aufgerufen. Btx ist in Deutschland flächendeckend mit einer Datenübertragungsgeschwindigkeit von 14400 Bit/s erreichbar, Geschwindigkeiten bis zu 28800 Bit/s sind angekündigt. Zusätzlich werden bereits jetzt flächendeckend ISDN-Zugänge angeboten (Protokoll-Einstellungen: B2-Protokoll X.75-Btx mit 30 Byte Datenpaketlänge, B3-Protokoll T70NL).
Zunächst fand Btx keine große Akzeptanz. So betrug die Zahl der Teilnehmer 1990 erst 200000. Durch eine Angebotsverbesserung und umfangreiche Werbemaßnahmen konnte die Teilnehmerzahl auf über 1 Mio. gesteigert werden (März 1996). Um Btx attraktiver zu gestalten, wurde das Leistungsangebot verbessert:
  • die neue Multimedia-Oberfläche KIT erweitert die veraltete CEPT-Oberfläche
  • seit September 1995 haben Btx-Anwender einen Zugang zum Internet Ab Ende 1995 wurde eine eigene Email-Adresse für jeden Btx-Teilnehmer eingeführt. Durch Integration der Microsoft MAPI-Schnittstelle ist der Versand von Emails direkt aus den Microsoft-Anwendungen Word für Windows und Excel möglich. Die Email-Adressen sind aus der Telefonnummer (mit führender Vorwahl und nachfolgender Mitbenutzernummer z.B. 0001) des Btx-Teilnehmers, dem @-Zeichen (für at) sowie der Kennung t-online.de zusammengesetzt, also z.B. 0615183-0001@t-online.de. Inzwischen ist es auch möglich, sich eine Buchstabenfolge zu reservieren, z.B. den eigenen Namen (z.B. doncamillo@t-online.de).
    Wechselhaft verlief die Bezeichnung von Btx: Bis 1992 firmierte der Bildschirmtext unter Btx, danach unter der Bezeichnung des Btx zugrundeliegenden Dienstes Datex-J. Da diese Bezeichnung keine Akzeptenz fand, hieß er ab 1994 erneut Btx, um schließlich ab September 1995 in T-Online umbenannt zu werden.
    Um einen Befehl einzugeben oder eine Seite aufzurufen, ist zunächst das Zeichen * einzugeben, danach ohne Eingabe eines Leerzeichen die Befehlskennung, eine Seitenzahl oder eine Anbieterbezeichnung. Die Eingabe schließt ab mit dem Zeichen #. Die normalen Zeichen für Stern und Raute auf der Tastatur sind für diese Sondercodes nicht empfehlenswert, die meisten Btx-Decoder legen diese Sonderzeichen auf Funktionstasten, z.B. F1 für *, F2 für #.
  • Btx-Anschlußbox Ein im Halbduplexbetrieb arbeitendes Modem (z.B. D-BT 03), das mit einer Datenübertragungsrate von 1200/75 Bit/s zum Anschluß an Btx eingesetzt wird. Mit der ersten Zahl wird die Datenübertragungsrate von der Btx-Vermittlungsstelle zum Endgerät, mit der zweiten die vom Endgerät zur Btx-Vermittlungsstelle angegeben. Ursprünglich hielt man eine derartige geteilte Datenübertragungsrate für sinnvoll, da der Btx-Nutzer nur ab und zu eine Taste drückt, deren Code zur Btx-Vermittlungsstelle übertragen werden muß.
    Allerdings hat sich dieser Standard nie außerhalb Deutschlands durchgesetzt, und bei der Weiterentwicklung der Modems setzten sich nur Übertragungsstandards durch, die mit der gleichen Datenübertragungsrate senden und empfangen. Die Deutsche Telekom hat auf diese Entwicklung reagiert und bietet Einwahlknoten bis zu 28800 Bit/s für Btx (bzw. T-Online) an.
    Btx-Decoder Hard- oder Software, die zusätzlich zu einem Modem für die Verwendung von Btx benötigt wird. Hardwaredecoder werden in Form von Steckkarten oder -modulen angeboten, haben heute jedoch fast keine Bedeutung mehr. Softwaredecoder sind spezielle Terminalprogramme, die den Kit- und CEPT-Standard zur Anzeige der BTX-Seiten unterstützen.
    Zur Einführung von T-Online war einigen Computer- und Telekommunikationsmagazinen eine CD-ROM mit einem kompletten Btx-Softwarepaket beigefügt, bestehend aus Decodern für CEPT- und KIT-Standard, einem Email-Programm, sowie der deutschen Version des WWW-Browsers Netscape.
    Btx plus Weiterentwicklung von Btx, die auf dem Kit-Standard beruht, und von 1&1 betrieben wird. Jede Minute im Diensteangebot von Btx-plus kostet 7 Pfennig, ab 1.3.96 läßt sich der Dienst für 9,90 DM monatlich abonnieren. Zusätzlich fallen noch die T-Online-Kosten an.
    Buffer Zwischenspeicher, Speicherbereich für die Aufnahme von Daten, Cache.
    Bug [der; wörtl.: Wanze, Käfer]
    Programmfehler
    Bulletin Board Multimediale Pinwand, Brett, Newsgroup, Foren
    Bulletin Board System (Abk. BBS) Mailbox
    Bündelfunk Zusammenfassung mehrerer Funkkanäle in einer Übertragungsstrecke (vgl. Frequenz-Multiplexing), die Übertragung (Datenübertragungsrate von 2400 Bit/s, möglich sind 28800 Bit/s mit Tetra) kann sowohl paket- als auch leitungsvermittelt erfolgen.
    Burst Übertragung von längeren, zusammengehörigen Datenblöcken mit hoher Geschwindigkeit.
    Bus
    1. System von Übertragungsleitungen für den Datenaustausch zwischen den verschiedenen Komponenten eines Computers: CPU und Hauptspeicher (Adreßbus, Datenbus), SCSI-Bus für Festplatten, Bus für Steckkarten, usw. Die Leistungsfähigkeit eines B. ist abhängig von der Busbreite und der Taktfrequenz, mit der er betrieben wird.
    2. Bus-Topologie im lokalen Netzwerk (LAN): Kabel, das an alle Stationen angeschlossen und über das die Datenübertragung abgewickelt wird (Thin Ethernet); Vorteile liegen darin, daß Arbeitsstationen relativ einfach und kostengünstig vernetzt werden können; nachteilig ist, daß alle angeschlossenen Stationen den gesamten Netzwerkverkehr abhören können.
    Busbreite Zahl der Übertragungsleitungen von einem Bus. Je mehr Leitungen zur Verfügung stehen, um so mehr Bit können parallel übertragen werden und um so schneller ist der Bus (z.B. ISA-XT-Bus: 8 Bit, ISA-AT-Bus: 16 Bit, VL-Bus und PCI: 32 Bit).
    Business Intelligence Alle informationstechnischen Instrumente, die zur Auswertung von unternehmensweit verfügbarem Wissen helfen (OLAP).
    Busy [wörtl.: beschäftigt]
    Ausgabe eines Modems, wenn bei der angerufenen Telefonnummer belegt ist.
    BWIN [Abk. für: Breitband-Wissenschaftsnetz]
    WIN-B
    Byte 8 zusammengefaßte Bit, die als Einheit bearbeitet werden. Ein Byte kann 256 verschiedene Werte (28=256) kodieren, s. Hauptspeicher.
    BZT [Abk. für: Bundesamt für Zulassungen in der Telekommunikation]
    Behörde mit Sitz in Saarbrücken, zuständig für die Zulassung von Telekommunikationsgeräten zum Anschluß an das deutsche Fernsprechnetz. Bis 1992 wurde dies vom ZZF erledigt, bis 1989 vom FTZ.